Lebensdaten
1877 bis 1933
Geburtsort
Berlin
Sterbeort
Berlin
Beruf/Funktion
Reichsminister ; Verwaltungsjurist ; Jurist ; Politiker ; Oberbürgermeister von Essen ; Reichsinnenminister im Kabinett von Schleicher
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 116384751 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Bracht, Clemens Emil Franz
  • Bracht, Franz
  • Bracht, Clemens Franz
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Zitierweise

Bracht, Clemens Franz, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116384751.html [21.11.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Carl, Geheimer Sanitätsrat in Berlin, S des Franz (1809–1853), Bürgermeister in Recklinghausen, und der Emilie Werne;
    Ur-Gvv Johann Franz Ant. (1773–1862), aus altem kurkölnischem Beamtengeschlecht, kurkölnischer Hof- und Regierungsrat, Mitglied der Vereinigten Landtage 1847/48 in Berlin und der preußischen Nationalversammlung, seit 1849 Mitglied und Alterspräsident des preußischen Herrenhauses, bekannter rheinischer Politiker; entfernter Ov Eugen (1842–1921), seinerzeit sehr bekannter Landschaftsmaler, Professor an der Akademie Berlin;
    M Josefine, T des Posthalters Franz Jos. Schipper in Recklinghausen und der Franziska Bonse;
    B Erich (* 1882), Professor für Geburtshilfe in Berlin;
    Hertha Fischer.

  • Leben

    Nach dem Studium der Rechte in Würzburg und Berlin kam B. als Assessor 1904 zur Staatsanwaltschaft Köslin und 1908 in das Reichsversicherungsamt. Er war 1909-11 Staatsanwalt in Essen, 1911 wurde er Regierungsrat im Reichsversicherungsamt, 1918 Vortragender Rat im Reichsamt des Innern, 1919 Ministerialdirektor im Preußischen Ministerium für Volkswohlfahrt, 1923 Staatssekretär der Reichskanzlei und 1924 Überbürgermeister der Stadt Essen. Er war Aufsichtsratsmitglied mehrerer Luftverkehrs- und Eisenbahngesellschaften. Als Kommunalpolitiker hervorragend, gelang es B., die Stadt Essen in besonders glücklicher Weise durch die Wirtschaftskrise 1929-32 hindurchzubringen. Nach der Amtsenthebung der preußischen Regierung durch den Reichskanzler Franz v. Papen am 20.7.1932 wurde B. als stellvertretendem Reichskommissar die Regierungsgewalt in Preußen übertragen. Gemeinsam mit Johannes Popitz strebte er die Aufhebung des Dualismus zwischen dem Reich und Preußen sowie eine durchgreifende Verwaltungsreform an. Unter dem Reichskanzler Kurt v. Schleicher war B. Reichsinnenminister.

  • Literatur

    Rhdb. I (P). - Zu Eugen B.: M. Osborn, E. B., 1911, = Knackfußsche Künstlermonogrr., Bd. 97;
    G. Biermann, in: Dt. Kunst u. Dekoration, Bd. 31, 1913;
    A. Amersdorffer, in: DBJ III, S. 47-52 (u. Totenliste 1921, L);
    ThB (L).

  • Autor/in

    Werner Conze
  • Empfohlene Zitierweise

    Conze, Werner, "Bracht, Clemens Franz" in: Neue Deutsche Biographie 24 (2010), S. 613 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116384751.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA