Lebensdaten
1878 bis 1935
Geburtsort
Arolsen
Sterbeort
Florenz
Beruf/Funktion
Kunsthistoriker
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 116358033 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Handeln, Detlev Moritz Georg Heinrich Wilhelm Freiherr von
  • Hadeln, Detlev Freiherr von
  • Handeln, Detlev Moritz Georg Heinrich Wilhelm Freiherr von

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Zitierweise

Hadeln, Detlev Freiherr von, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116358033.html [12.12.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Heinrich (1837–1901), luxemburg. WGR, Präs. d. Finanzkammer, S d. Heinrich (1797–1867), nassau. WGR, Gen.-Lt. u. Gen.-Adj., u. d. Franziska Poll;
    M Ida (1848–1916), T d. Heinr. Frhr. v. Hollen (1804–79), auf Schönweide b. Plön, dän. Hofjägermeister, u. d. Sophie Lueder;
    Om Gustav Frhr. v. Hollen (1851–1917), preuß. Gen. d. Kav., Georg Frhr. v. Hollen (1845–1900), dt. Vizeadmiral;
    B Heinrich (1871–1940), Gen.-Lt.;
    Vt Heinrich (1865–1955), waldeck. Kabinettschef; - ledig.

  • Leben

    Nach seiner Promotion bei Botho Graef in Jena über den heiligen Sebastian in der italienischen Malerei (Straßburg 1906), war H. 1909/10 Assistent-Stipendiat am Kunsthistorischen Institut in Florenz, darauf für kurze Zeit Assistent am Kupferstich-Kabinett zu Dresden. 1912-14 war er Bibliothekar bei den Berliner Museen und Herausgeber des Jahrbuches der Preußischen Kunstsammlungen. Kurz vor dem Krieg, den er als Artillerie-Offizier mitgemacht hat (zeitweise Kunstschutzoffizier und Veranstalter der Ausstellung geborgener Kunstwerke in Maubeuge, 1916), zog er sich vom Staatsdienst zurück und lebte als Privatgelehrter zunächst in Venedig und ab 1925 in Florenz.

    H. war einer der besten Kenner der venezianischen Malerei und ihrer Geschichte. Mit seiner Ausgabe von C. Ridolfi, Meraviglie dell' Arte (2 Bände, 1914/24) hat er die Grundlage zur Kritik der Quellen gelegt. In zahlreichen Büchern und Aufsätzen hat er wertvolle Beiträge zur Kenntnis von Malern wie Giovanni Bellini, Tizian, Tintoretto, Paolo Veronese, Tiepolo geliefert. Sein Augenmerk galt dem künstlerischen Stil, weshalb die Kritik der Handzeichnungen eine wesentliche Rolle in seinen Forschungen spielt (8 grundlegende Werke 1922–30). Mehr historisch orientiert sind die Studien zur Geschichte der malerischen Dekoration des Dogenpalastes oder der Versuch einer Rekonstruktion des Hochaltares von Donatello im Santo in Padua. H.s Arbeiten zeichnen sich durch Sachlichkeit und Klarheit der Darstellung aus. Mustergültig sind seine Beiträge zum Künstlerlexikon von Thieme-Becker (Bände 4-12).

  • Werke

    Weitere W Das Mus. au pauvre Diable zu Maubeuge, Ausstellung d. aus St. Quentin u. Umgebung geretteten Kunstwerke, 21918;
    Zeichnungen d. Giacomo Tintoretto, 1922;
    Zeichnungen d. Tizian, 1924, engl. London 1927;
    Venezian. Zeichnungen d. Quattrocento, 1925;
    Venezian. Zeichnungen d. Hochrenaissance, 1925;
    Venezian. Zeichnungen d. Spätrenaissance, 1926;
    Handzeichnungen v. G. B. Tiepolo, 2 Bde., 1927;
    Die Zeichnungen v. Antonio Canal, gen. Canaletto, 1930. - Verz. in: Rivista d'Arte 18, Florenz 1936, S. 418-23.

  • Literatur

    Belvedere 12, 1934/37, S. 107;
    R. Protti, in: Gazzetta di Venezia v. 16.5.1935;
    T. Borenius, in: Burlington Mgz. 66, London 1935, S. 299;
    H. Posse, Pantheon 15, 1935, S. 217.

  • Portraits

    Phot., 1912, in: B. Geiger, Memorie di un Veneziano, Florenz 1958, Tafel gegenüber S. 193.

  • Autor/in

    Ulrich Middeldorf
  • Empfohlene Zitierweise

    Middeldorf, Urlich, "Hadeln, Detlev Freiherr von" in: Neue Deutsche Biographie 7 (1966), S. 416 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116358033.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA