Lebensdaten
1893 bis 1961
Geburtsort
Köln
Sterbeort
Hannover
Beruf/Funktion
Pädagoge
Konfession
lutherisch
Normdaten
GND: 116348712 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Haase, Dietrich Otto
  • Haase, Otto
  • Haase, Dietrich Otto

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Zitierweise

Haase, Otto, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116348712.html [19.11.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Joh. Heinr. (1857–1913), Eisenbahnsekr., S d. Landwirts Joh. Hinrich u. d. Gesche Lübben;
    M Auguste (1863–1940), T d. Sektionskommandanten Conr. Ludw. Frdr. Dettmering u. d. Sophie Charl. Leß;
    Hannover 1918 Margarete (* 1897), T d. Zeichenlehrers Frdr. Blohm u. d. Johanne Tewes;
    2 S, 1 T.

  • Leben

    H. wurde als junger Theologe 1914 Kriegsfreiwilliger und später Jagdflieger der Richthofen-Staffel. Nach dem Kriege und nach Beendigung des Studiums für das höhere Lehramt ging er in die freie Arbeit der Landerziehungsheime Haubinda und Bieberstein (H. Lietz), versuchte eine eigene Gründung in Binz auf Rügen, ging dann an die Aufbauschule in Weimar und 1924 als Leiter an das Heilerziehungsheim (J. Trüper) in Jena. 1930 berief ihn der preußische Kultusminister C. H. Becker, beraten von A. Reichwein, zum Leiter der neugeschaffenen Pädagogischen Akademie in Frankfurt/Oder. 1932 wurde er Leiter der Pädagogischen Akademie in Elbing. 1933 unter Hitler aus seinem Amt entfernt, entschloß er sich, in Hannover als Volksschullehrer zu arbeiten. 1938 gründete er dort eine Schularbeitsstätte für Vorgeschichte am dortigen Museum. Im 2. Weltkrieg diente er als Offizier bei der Luftwaffe. Nach 1945 hat er unter schwierigsten Verhältnissen in einem kleinen Kreis, der sich um den niedersächsischen Kultusminister A. Grimme zusammenfand, den Wiederaufbau des Schulwesens mitgestaltet. Hierbei wurden die von ihm begründeten Pädagogischen Hochschulen und, in den letzten Jahren seiner Amtszeit als Ministerialdirigent (bis 1958), alle Hochschulen des Landes Niedersachsen sein Aufgabengebiet. Durch ihn wurde die niedersächsische Lehrerbildung – in einer Hochschulsatzung von 1952 auch rechtlich gesichert – vielfach zum Vorbild anderer bundesdeutscher Länder. – H. war geprägt durch die deutsche Jugendbewegung, betroffen und zu helfender Einsicht erweckt durch zwei politische Katastrophen, musisch beschwingt in Sport und Spiel, im Wandern und Reisen, im Singen und Erzählen.

  • Werke

    Musisches Leben, 1951;
    Pennäler, Pauker u. Pachanten, 11 Geschichten a. d. Leben des Schulmeisters Otto Dietrich, 1953. - Hermann Lietz u. Albert Schweitzer, in: Leben u. Arb., 1922;
    Heilerziehung u. Unterricht, in: Päd. Zbl. 7, 1927;
    Die Situation d. Heilpäd., in: Bll. f. Heilerziehung 2, 1928;
    Arb.ber. 1926-28 d. Trüperschen Erziehungsheime auf d. Sophienhöhe b. Jena, ebd. 5, 1928;
    Gesamtunterricht, Training u. Vorhaben, in: Volksschule, H. 2, 1931;
    Die seel. Lage d. Jugend, in: Befreiter Geist, hrsg. v. A. Grimme u. O. H., 1946;
    Der natürl. Unterricht u. d. Schule d. Gesittung, in: Die Sammlung III, 2, 1948;
    Das Musische u. d. pol. Erziehung, in: Päd. Bll., 1953 (später Nd.sächs. Schulverwaltungsbl.). - Hrsg.: Bll. f. Heilerziehung aus Trüpers Erziehungsheimen, 1926-33 (mit H. Eyferth);
    Zwei J. Lehrerbildung (Päd. Ak. Frankfurt/O.), 1932;
    Arb.bücher f. d. Lehrerbildung, 1947 ff., seit 1949 u. d. T.: Päd. Bücherei;
    J. Kretschmann, Natürl. Unterricht, neubearb. v. O. H., 1948.

  • Literatur

    Festgabe f. O. H. z. 60. Geb.tage, 1953 (W-Verz.), = Sonderdr. aus: Semester-Rundbrief d. Päd. Hochschulen Niedersachsens 7, 1953;
    H. Bohnenkamp, O. H. u. d. dt. Lehrerbildung, in: Zs. f. Päd. 7, 1961, H. 4;
    W. Dietrich, in: Oldenburg. Schulbl. 4, 1961;
    H. Eyferth, O. H., 1893-1961, in: Amtl. Schulbl. d. Landes Nd.sachsen, 1961;
    H. Kluge, O. H. z. Gedenken, in: Nd.sächs. Lehrerztg. 8, 1961;
    B. Schulz, O. H. u. d. Lehrerbildung, in: Lüneburger Hochschulbrief, Sept. 1961;
    Päd.-Lex. (W-Verz.).

  • Autor/in

    Bernhard Schulz
  • Empfohlene Zitierweise

    Schulz, Bernhard, "Haase, Otto" in: Neue Deutsche Biographie 7 (1966), S. 382 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116348712.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA