Lebensdaten
1855 bis 1913
Geburtsort
Stuttgart
Beruf/Funktion
Geologe ; Paläontologe
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 116347295 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Haas, Hippolyt Julius
  • Haas, Hippolyt
  • Haas, Hippolyt Julius
  • mehr

Verknüpfungen

Von der Person ausgehende Verknüpfungen

Personen in der NDB Genealogie

Verknüpfungen zu anderen Personen wurden aus den Registerangaben von NDB und ADB übernommen und durch computerlinguistische Analyse und Identifikation gewonnen. Soweit möglich wird auf Artikel verwiesen, andernfalls auf das Digitalisat.

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Zitierweise

Haas, Hippolyt, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116347295.html [18.11.2018].

CC0

  • Genealogie

    V David (* 1818, isr.), Bankier in Straßburg, S d. Kaufm. Hermann (in Karlsruhe?) u. d. Amalie Levinger;
    M Bertha (1830, ev.), T d. Dr. med. Samuel Dreifuß (isr.) in St. u. d. Henriette Benedict;
    1884 N. N.

  • Leben

    H. gehört zu den um die Jahrhundertwende bekanntesten Paläontologen und Geologen, die noch die ganze Breite ihres Fachgebietes überblickten. Bereits während seiner Studienjahre in Heidelberg und Straßburg beschäftigte er sich mit der damals aktuellen Erschließung des Formenreichtums der Jura-Meeresfaunen. Insbesondere untersuchte er deren Brachiopodenfauna auf Reisen in Elsaß-Lothringen, Südtirol, den rhätischen Alpen und der Westschweiz. 1883 habilitierte er sich in Kiel, wo er 1888 außerordentlicher Professor und 1905 ordentlicher Honorarprofessor wurde. Dann trat in den Vordergrund seine ausgeprägte Begabung, das geologische und paläontologische Fachwissen einem weiteren Kreise zugänglich zu machen; er wurde auf diesem Gebiet zum bedeutendsten Popularisator seiner Zeit. Hierzu befähigte ihn seine umfassende Kenntnis, die von der speziellen Paläontologie über die Formationskunde bis zum Vulkanismus reichte. Sein Wirken hat der Geologie und Paläontologie in der Öffentlichkeit eine weite Verbreitung gebracht und viele Freunde erworben. Seine Leitfossilien (1887) und sein „Leitfaden der Geologie“ erlebten bis zu 8 Auflagen.

  • Werke

    Weitere W u. a. Die Brachiopoden d. Juraformation v. Elsaß-Lothringen, in: Abhh. z. geolog. Spezialkarte v. Elsaß-Lothringen II, 2, 1882;
    Btrr. z. Brachiopodenfauna v. Südtyrol u. Venetien, 1884;
    Betrachtungen üb. d. Art u. Weise, wie d. Geschiebemergel z. Ablagerung gelangt sind, in: Mitt. a. d. Mineralog. Inst. d. Univ. Kiel I, 2, 1889;
    Die geolog. Beschaffenheit Schleswig-Holsteins mit bes. Berücksichtigung d. erratischen Bildungen, 1889;
    Krit. Btrr. z. Kenntnis d. jurassischen Brachiopodenfauna d. schweizer. Juragebirges u. seiner angrenzenden Landesteile, in: Abhh. d. Schweizer paläontolog. Ges. 16, 1889, 1. T., 17, 1890, 2. T., 20, 1893, 3. T.;
    Über einige seltene Fossilien aus d. Diluvium u. d. Kreide Schleswig-Holsteins, in: Schrr. d. naturwiss. Ver. f. Schleswig-Holstein 7, 1891;
    Aus d. Sturm- u. Drangperiode d. Erde, 3 Bde., 1894-1903;
    Katechismus d. Versteinerungskde., 21902;
    Unterirdische Gluten, 1910;
    - Hrsg.: Wandtafeln f. d. Unterricht in d. Geologie (1894–99);
    Gaea;
    - Mithrsg.: Schleswig-Holstein, meerumschlungen;
    Archiv f. Anthropologie u. Geologie Schleswig-Holsteins.

  • Literatur

    F. Wahnschaffe, in: Zs. d. Dt. Geolog. Ges. 65, 1913, B, S. 538-41 (W);
    M. Bräuhäuser, in: Württ. Nekr. f. d. J. 1913, 1916, S. 126-28;
    BJ 18 (Tl. 1913, L).

  • Autor/in

    Richard Dehm
  • Empfohlene Zitierweise

    Dehm, Richard, "Haas, Hippolyt" in: Neue Deutsche Biographie 7 (1966), S. 375 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116347295.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA