Lebensdaten
1871 bis 1962
Geburtsort
Achern (Baden)
Sterbeort
Tübingen
Beruf/Funktion
Mathematiker
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 116330988 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Kommerell, Karl

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Zitierweise

Kommerell, Karl, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116330988.html [17.12.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Adolf (1841–90), Bes. d. Café Kommerell in T., S d. Kaufm. Karl u. d. Rosine Bentz;
    M Mina (1846–1931), T d. Buchbinders Gottlieb Weiß in T. u. d. Wilhelmine Cloß;
    B Otto (1873–1967), Dr.-Ing., Abt.präs. beim Reichsbahnzentralamt in Berlin, Vf. d. Fam.gesch.; Vt 2. Grades Max (s. 2);
    - Tübingen 1899 Anna (* 1874), T d. Kaufm. Gottlieb Stammler in T. u. d. Emma Göhner;
    2 T.

  • Leben

    K. studierte als Stiftler wie sein Onkel Viktor in Tübingen Mathematik, war Schüler von A. von Brill und H. Stahl und wandte sich besonders der Geometrie zu. Nach der Staatsprüfung (1896) und Promotion zum Dr. rer. nat. (1897) vertiefte er seine Kenntnisse durch ein weiteres Studium in Paris (1897–98) und trat danach als Lehrer in den württembergischen Staatsdienst ein: 1900 wurde er Oberpräzeptor in Ravensburg, 1901 Professor am altsprachlichen Gymnasium in Heilbronn, 1908 an der Friedrich-Eugen-Realschule in Stuttgart. K. habilitierte sich 1911 an der TH Stuttgart, wurde 1921 außerordentlicher Professor und war seit 1922 an der Universität Tübingen als außerordentlicher Professor der Mathematik (1925 ordentlicher Professor) tätig (Emeritierung 1936). K., hervorragender Geometer und befähigter Lehrer, lagen die Beziehungen zwischen der Schul- und Elementarmathematik und der mathematischen Wissenschaft besonders am Herzen; mit der Hervorhebung dieses wichtigen Grenzgebietes leistete er einen entscheidenden Beitrag zur bedeutungsvoll gewordenen Didaktik der Mathematik. Durch seine, zum Teil mit Viktor Kommerell gemeinsam bearbeiteten, gediegenen Lehrbücher wie durch zahlreiche Kurse und Vorträge und seine Tätigkeit als Vorstand des Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Vereins in Württemberg verstand er es, die Lehrer an den Höheren Schulen in eine engere Verbindung mit der Wissenschaft zu bringen.

  • Werke

    u. a. Die Krümmung d. zweidimensionalen Gebilde im ebenen Raume v. 4 Dimensionen, Diss. Tübingen 1897;
    Theorie d. Raumkurven u. Flächen (mit Viktor K.), 1903, 41931;
    Analyt. Geometrie f. Höhere Schulen (mit dems.), 2 Bde., 1911, I, 61929, II, 31927;
    Rein geometr. Begründung d. Lehre v. d. Proportionen u. d. Flächeninhalts, in: Math. Ann. 66, 1909;
    Der Sylvestersche Plagiograph u. d. Proportionenlehre, in: Jber. d. Dt. Mathemat.-Ver. 21, 1912;
    Aufgaben z. synthet. Geometrie aus d. württ. Referendarprüfung f. Mathematik, 1925;
    Das Grenzgebiet d. elementaren u. höheren Math., 1936;
    Vorlesung üb. analyt. Geometrie d. Raumes, 1940, 31953;
    Vorlesungen üb. analyt. Geometrie d. Ebene. 1941, 31953. -
    Hrsg. u. Neubearb. (mit A. v. Brill): G. Salmon u. W. Fiedler, Analyt. Geometrie d. Raumes, 51922.

  • Literatur

    Pogg. V, VII a.

  • Autor/in

    Kuno Fladt
  • Empfohlene Zitierweise

    Fladt, Kuno, "Kommerell, Karl" in: Neue Deutsche Biographie 12 (1979), S. 480 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116330988.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA