Lebensdaten
1855 bis 1928
Geburtsort
Altkrakow Kreis Schlawe (Hinterpommern)
Sterbeort
Cambridge (England)
Beruf/Funktion
Zoologe
Konfession
keine Angabe
Normdaten
GND: 116328851 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Gadow, Hans Friedrich
  • Gadow, Hans
  • Gadow, Hans Friedrich

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Zitierweise

Gadow, Hans, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116328851.html [16.12.2018].

CC0

  • Genealogie

    V preuß. Forstinsp.;
    Clara Maud, T d. Sir George Edward Paget (1809–92), Mediziner, Regius Prof. of Physic in C.

  • Leben

    G. studierte ab 1875 in Berlin und Jena Naturwissenschaften, besonders Zoologie, promovierte 1878 in Jena unter Haeckel mit der Dissertation „Versuch einer vergleichenden Splanchnologie der Vögel“ und arbeitete anschließend bei C. Gegenbaur in Heidelberg. Er wurde 1880 Assistent in der Zoologischen Abteilung des British Museums London, 1882 Kurator der Strickland-Stiftung für Vögel am Zoologischen Universitätsmuseum in Cambridge, 1884 Lecturer und 1920 Reader für Morphologie der Vertebraten am King's College der Universität Cambridge; 1884 erhielt er die britische Staatsangehörigkeit, wurde 1888 Mitglied der Zoological Society London und wurde 1892 in die Royal Society gewählt. – G. arbeitete als vergleichender Anatom im Sinne von Gegenbaur und studierte in Zusammenarbeit mit dessen Schüler Max Fürbringer vor allem die Morphologie und Systematik der Vögel. Im Anschluß an Fürbringers grundlegendes Werk über die Vögel und nach umfassenden eigenen Studien schrieb er den Beitrag „Vögel“ in Bronns „Klassen und Ordnungen des Tierreichs“ (1891-93, anatomischer Teil mit Emil Selenka). G. konnte in dieser großen Monographie Fürbringers Ergebnisse im wesentlichen bestätigen beziehungsweise ergänzen und (unter Berücksichtigung paläontologischer Funde) zu einer teilweisen Verbesserung des Systems der Vögel beitragen. Weitere vergleichend-anatomische Untersuchungen galten dem Bau und der Entwicklung der Wirbelsäule sowie der Bildung der Gehörknöchelchen bei Säugetieren. Darüber hinaus beschäftigte sich G. besonders mit der Variabilität, der geographischen Verbreitung, dem Farbwechsel und den Lebensgewohnheiten bei Amphibien, Reptilien und Vögeln, die er auf Reisen nach Spanien und Mexiko in ihrer natürlichen Umwelt oder in der Gefangenschaft studierte. – Mit seinen wissenschaftlichen Leistungen und als geschätzter akademischer Lehrer hat G. die Entwicklung der Morphologie in England nachhaltig beeinflußt.

  • Werke

    Weitere W u. a. Zur vgl. Anatomie d. Muskulatur d. Beckens u. d. hinteren Gliedmaßen d. Ratiten, 1880;
    A Dictionary of Birds, London 1893-96 (mit A. Newton);
    A Classification of Vertebrata, Recent and Extinct, ebd. 1898;
    In Northern Spain, ebd. 1897;
    Amphibia and Reptiles, = The Cambridge Natural History VIII, London 1901;
    The Origin of the Mammalia, in: Zs. f. Morphol. u. Anthropol. 4, 1902;
    Through Southern Mexico, London 1908;
    The Wandering of Animals, in: Cambridge manuals of science and literature, Cambridge 1913;
    H. Gladow, in: Was wir Ernst Haeckel verdanken, hrsg. v. H. Schmidt, 1914, S. 160-64.

  • Literatur

    E. Stresemann, in: Ornitholog. Monatsberr. 36, 1928, S. 145;
    D. M. S. W[atson], in: Proceedings of the Royal Society of London, Series B, 107, London 1931, Obituary Notices, S. I-III (P);
    G. Uschmann, in: Gesch. d. Zool. u. d. zoolog. Anstalten in Jena, 1959, S. 105.

  • Autor/in

    Georg Uschmann
  • Empfohlene Zitierweise

    Uschmann, Georg, "Gadow, Hans" in: Neue Deutsche Biographie 6 (1964), S. 14 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116328851.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA