Lebensdaten
1886 bis 1955
Geburtsort
Berlin
Sterbeort
Berlin
Beruf/Funktion
Orientalist
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 116320885 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Ebeling, Erich Friedrich Robert
  • Ebeling, Erich
  • Ebeling, Erich Friedrich Robert

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Zitierweise

Ebeling, Erich, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116320885.html [18.12.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Heinr. (1852–1929), Bäckermeister in Berlin, S des Ökonomen Joh. in Halberstadt;
    M Luise (* 1850), T des Stellmachermeisters Robert Schmidt (kath.) in Krehlau (Schlesien);
    Berlin 1913 Margarete (* 1890), T des Kaufm. Ludw. Schiche aus Wronke (Prov. Posen);
    2 S, 1 T.

  • Leben

    Durch Friedrich Delitzsch während des Berliner Studiums für die semitische Philologie, besonders die Assyriologie, gewonnen, erlangte E. – im Hauptberuf Studienrat, später Oberstudiendirektor am Humboldt-Gymnasium in Berlin – frühzeitig allseitige Anerkennung durch seine umfangreichen Publikationen von Keilschrifttexten aus den deutschen Ausgrabungen in Assur und durch seine Bücher, die dieses aufschlußreiche neue Material verwerteten. Zur ersten Gruppe gehören vor allem die „Keilschrifttexte aus Assur religiösen Inhalts“ (1915/23), die „Keilschrifttexte aus Assur juristischen Inhalts“ (1927) und die „Literarischen Keilschrifttexte aus Assur“ (1953). E.s spezielles Forschungsgebiet waren die antiken Religionen Mesopotamiens und ihre mannigfachen Ausdrucksformen, er hat aber daneben auch auf vielen anderen Teilgebieten der Orientkunde grundlegende Publikationen veröffentlicht und für eine sehr erhebliche Erweiterung des Blickfeldes, der Assyriologie gesorgt. Religiöse Urkunden im weitesten Sinne des Wortes bearbeitete E. in dem Sammelwerk „Altorientalische Texte zum Alten Testament“ (1926) und in dem Buch „Tod und Leben nach den Vorstellungen der Babylonier“ (1931), Briefe aus dem Alten Orient in den „Neubabylonischen Briefen aus Uruk“ (1930/34), in den „Altbabylonischen Briefen aus Larsa“ (1943) und in den „Neubabylonischen Briefen“ (= SB der Bayerischen Akademie der Wissenschaften 1953, H. 1). 1922 begründete E. mit B. Meissner das „Reallexikon der Assyriologie“, von dem bei seinem Tode zwei vollständige Bände und Teile eines dritten vorlagen. E. habilitierte sich 1920 an der Universität Berlin, wurde dort außerordentlicher Professor und später Ordinarius für Orientalische Philologie und Religionswissenschaft.

  • Werke

    Weitere W Qu. z. Kenntnis d. babylon. Rel., 1918/19; Das babylon. Weltschöpfungslied, 1921;
    Liebeszauber im Alten Orient, 1924;
    Die babylon. Fabel u. ihre Bedeutung f. d. Lit.gesch., 1925;
    Gesch. d. Alten Morgenlandes, 1929;
    Gesch. d. Orients v. Tode Alexanders d. Großen bis zum Einbruch d. Islams, 1939;
    Parfümrezepte u. kultische Texte aus Assur. 1950;
    Bruchstücke e. mittelassyr. Vorschriftenslg. f. d. Akklimatisierung u. Trainierung v. Wagenpferden, 1951; Die akkadische Gebetsserie „Handerhebung“, 1953.

  • Literatur

    F. Babinger, in: Jb. d. Bayer. Ak. d. Wiss., 1956, S. 177-80 (P);
    E. Dhorme, in: Revue d'Assyriol. 50, Paris 1956, S. 35 f. (P);
    E. Weidner, in:|Archiv f. OrientF 17, 1956, S. 481 f. (P);
    ders., in: Reallex. d. Assyriol. III, 1957;
    RGG.

  • Autor/in

    Ernst Weidner
  • Empfohlene Zitierweise

    Weidner, Ernst, "Ebeling, Erich" in: Neue Deutsche Biographie 4 (1959), S. 220 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116320885.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA