Lebensdaten
1813 bis 1891
Geburtsort
Ütersen (Holstein)
Sterbeort
Bonn
Beruf/Funktion
Germanist
Konfession
lutherisch
Normdaten
GND: 116309962 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Andresen, Karl Gustav
  • Andresen, Carl Gustaf
  • Andresen, Carl Gustav
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Zitierweise

Andresen, Karl Gustav, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116309962.html [17.11.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Andreas Andresen (1781–1849), Rektor in Ütersen;
    M Sophie Wilhelmine Stuhr (1785–1834);
    Flottbeck 12.3.1842 Maria Theresia (1815–72), T des Kaufmanns Lorenz Joachim de la Camp aus Wien und der Maria Cornelia Pechmölker; 4 K, u. a. Hugo Andresen (1844–1918), Romanist in Münster, gab die „Gestes des Normans“ (2 Bände, 1877-79) des anglonormannischen Legendendichters und Reimchronisten Wace heraus.

  • Leben

    A. war nach dem Studium in Kiel bis 1865 als Gymnasiallehrer in Altona und Mülheim/Ruhr tätig, habilitierte sich 1870 in Bonn und wirkte daselbst seit 1874 als außerordentlicher Professor. Er hat wesentlichen Anteil an Forschung und Verbreitung wissenschaftlicher Erkenntnis auf den Gebieten der Namenforschung, der bis dahin noch wenig beachteten Volksetymologie und des Sprachgebrauchs. Er widmete den Personen- und Familiennamen seit 1862 mehrere Arbeiten (so z. B. Konkurrenzen in der Erklärung der deutschen Geschlechtsnamen, 1883), unter denen sich der Begriff der Konkurrenz als ganz besonders wirksam erwies (siehe auch Grenzboten, 1882, Nr. 42 und 43). Auch den zusammengesetzten Familiennamen auf -wald, -holz, -gold, -mann galt sein Augenmerk. – Sein Buch „Sprachgebrauch und Sprachrichtigkeit“ (1880, 11. Auflage, herausgegeben von F. Söhns, 1923) ist Universitätsvorlesungen entwachsen, will der Gegenwartssprache, der es z. T. seine Beispiele entnimmt, dienen und hat hierin gleiches Ziel mit dem Deutschen Sprachverein, mit D. Sanders, G. Wustmann, A. Matthias, E. Engel u. a. – Die deutsche Volksetymologie, auf die er durch die Namensforschungen aufmerksam gemacht wurde, die bis dahin lediglich durch E. G. Förstemann behandelt worden war, hat A. mit glücklichem Griff 1876 (Über deutsche Volksetymologie) dargestellt mit reichen Belegen aus älteren Sprachstufen, aus den Mundarten und vor allem aus der Gegenwartssprache; überall weist er auf Vergleichbares aus den germanischen und romanischen Sprachen hin. Das grundlegende Buch ist – immer erweitert und ausgebaut – zuletzt in 7. Auflage durch Hugo A. 1919 herausgegeben worden. – Kleinere Untersuchungen von A. galten der Rechtschreibung, deren Stand und Berechtigung gerade im 6. Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts vielfach erörtert wurde, der Sprache und Rechtschreibung Jakob Grimms. – Vor allem ist noch zu nennen das unentbehrliche Register zuJacob Grimms“Deutscher Grammatik“ (1865).

  • Werke

    Weitere W Üb. dt. Orthogr., 1855;
    Wortreg. f. dt. Orthogr., 1856;

    Die dt. Familiennamen, 1862;

    Üb. J. Grimms Orthogr., 1867;

    Üb. die Sprache J. Grimms, 1869;
    Die altdt. Personennamen in ihrer Entwicklung u. Erscheinung als heutige Geschlechtsnamen, 1873.

  • Literatur

    K. v. Bahder, Die dt. Philol. im Grundriß, 1883.

  • Portraits

    Holzschnitt in: LIZ 96, 1891, S. 646.

  • Autor/in

    Otto Basler
  • Empfohlene Zitierweise

    Basler, Otto, "Andresen, Karl Gustav" in: Neue Deutsche Biographie 1 (1953), S. 286 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116309962.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA