Lebensdaten
1818 bis 1894
Geburtsort
Karlsburg (Kreis Greifswald)
Sterbeort
Karlsburg (Kreis Greifswald)
Beruf/Funktion
preußischer General
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 116195657 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Bismarck-Bohlen, Friedrich Theodor Alexander Graf von
  • Bismarck-Bohlen, Friedrich Graf von
  • Bismarck-Bohlen, Friedrich Theodor Alexander Graf von
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Objekt/Werk(nachweise)

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Zitierweise

Bismarck-Bohlen, Friedrich Graf von, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116195657.html [15.11.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Theodor (1790–1873, siehe Einleitung), S des Ernst von Bismarck-Schönhausen (1763–1820) und der Luise von Miltitz (1771–1805);
    M Karoline (1798–1857), T des Grafen Friedrich Ludwig von Bohlen ( 1828) und der Karoline Agnes Soph. von Walsleben;
    Dresden 1850 Pauline (1825–89), T des Generals Wilhelm Adolf Hans Heinrich von Below (1783–1864) und der Auguste Zimmermann (1798–1874);
    3 S, 1 T.

  • Leben

    B., zunächst dem Garde-Dragonerregiment zugeteilt, begleitete 1842/43 den Prinzen Adalbert auf seiner Reise nach Südamerika und 1846/48 Prinz Friedrich Karl auf die Universität Bonn. Nach kurzer Dienstzeit im Garde-Husarenregiment wurde er 1853 Flügeladjutant Friedrich Wilhelms IV., 1858 Kommandeur des Garde-Husarenregiments und übernahm 1861 die Führung der 5. Kavalleriebrigade in Frankfurt/Oder. 1866 dem Prinzen Albrecht von Preußen zugeteilt, der das Kavalleriekorps der 1. Armee führte, zeichnete er sich bei Königgrätz bei der Abwehr der feindlichen Angriffe auf das Zentrum aus. Nach dem Friedensschluß bewährte er sich auf dem schwierigen Posten eines Kommandanten von Hannover und wurde 1868 Kommandant von Berlin und Chef der Landgendarmerie. Im Verlauf des deutsch-französischen Krieges wurde B. der erste Generalgouverneur von Elsaß-Lothringen und führte seine Aufgabe mit Takt und Verständnis durch. Nach Kriegsende zum General der Kavallerie und Generaladjutanten des Kaisers ernannt, lebte er bald im Ruhestand und widmete sich der Bewirtschaftung seines Besitzes Karlsburg.

  • Literatur

    ADB XLVII;
    Priesdorff VII, S. 332 ff. (P). - Zu Theodor: ADB II

  • Portraits

    Holzschnitt in: LIZ 55, 1870, S. 169.

  • Autor/in

    Walter Bußmann
  • Empfohlene Zitierweise

    Bußmann, Walter, "Bismarck-Bohlen, Friedrich Graf von" in: Neue Deutsche Biographie 2 (1955), S. 277 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116195657.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA

  • Leben

    Bismarck: Friedrich Alexander Graf von B.-Bohlen, königlich preußischer General der Cavallerie, ward am 15. Juni 1818 auf dem Gute Karlsburg im Regierungsbezirke Stralsund geboren. Sein Vater war mit der Tochter des letzten Grafen Bohlen auf Karlsburg vermählt gewesen; König Friedrich Wilhelm III. hatte jenem gestattet, sich Graf v. Bismarck-Bohlen zu nennen. Der Sohn wurde im Cadettencorps erzogen, kam aus diesem 1835 als Officier in das Garde-Dragonerregiment, begleitete 1842/43 den Prinzen Adalbert von Preußen auf einer Reise nach Amerika und 1846/48 den Prinzen Friedrich Karl auf die Universität Bonn, kehrte dann in den Truppendienst zurück, wurde 1849 Escadronschef, 1853 Flügeladjutant König Friedrich Wilhelm's IV., 1858 Commandeur des Garde-Husarenregiments, 1861 Commandeur der 5. Cavalleriebrigade zu Frankfurt a. O. und war, seit 1864 Generalmajor, während des Krieges vom Jahre 1866 dem Prinzen Albrecht von Preußen beigegeben, welcher in Böhmen das Cavalleriecorps der I. Armee unter dem Prinzen Friedrich Karl befehligte. Nach Friedensschluß wurde B. Commandant von Hannover. Man hoffte, daß die Beziehungen, welche er dadurch hatte, daß seine Schwester mit dem Kammerherrn v. Malortie verheirathet war, zur Annäherung an die höheren Kreise der Gesellschaft führen würden. Die Erwartung ging nicht in Erfüllung und Anfang 1868 kehrte B. als Commandant von Berlin und Chef der Landgendarmerie in die Hauptstadt zurück. Während des Krieges vom Jahre 1870/71 war er Gouverneur des Elsaß, wo er von Straßburg aus ein verständiges und wohlwollendes Regiment führte. Nach der Abberufung von dort Ende 1871 auf sein Ansuchen zur Disposition gestellt, zog er sich nach Karlsburg zurück, wo er am 9. Mai 1894 gestorben ist.

  • Autor/in

    B. v. Poten.
  • Empfohlene Zitierweise

    Poten, Bernhard von, "Bismarck-Bohlen, Friedrich Graf von" in: Allgemeine Deutsche Biographie 47 (1903), S. 1 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116195657.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA