Lebensdaten
1859 bis 1942
Geburtsort
Neu-Sandez (Galizien)
Sterbeort
Berlin
Beruf/Funktion
Stratosphärenforscher ; Schmetterlingssammler
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 116148470 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Berson, Josef Arthur Stanislaus
  • Berson, Arthur
  • Berson, Josef Arthur Stanislaus

Quellen(nachweise)

Porträt(nachweise)

Verknüpfungen

Verknüpfungen zu anderen Personen wurden aus den Registerangaben von NDB und ADB übernommen und durch computerlinguistische Analyse und Identifikation gewonnen. Soweit möglich wird auf Artikel verwiesen, andernfalls auf das Digitalisat.

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Zitierweise

Berson, Arthur, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116148470.html [18.12.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Leon (israelitisch), Syndikus;
    M Sophie Byk (israelitisch);
    1) Helen Feininger ( 1899) aus New York, 2) Ruth Bergstrand aus Schweden; 6 K.

  • Leben

    B. studierte seit 1878 in Wien und Berlin. Er war als Lehrer in Österreich, auf Malta und in England tätig. Kurze Zeit war er Mitarbeiter der optischen Anstalt Goerz in Berlin-Friedenau und auch der Junkerswerke in Dessau. Seit 1890 arbeitete er als ständiger Mitarbeiter am Königlich Preußischen Meteorologischen Institut und seit 1899 als Hauptobservator am Königlich Preußischen Aeronautischen Observatorium. Zu wissenschaftlichen Zwecken führte er 91 Ballonfahrten durch, deren eine am 31.7.1901 eine Höhe von 10 800 m erreichte und den Nachweis der Realität der Stratosphäre erbrachte. Am 10.1.1901 gelang ihm mit Hildebrandt die erste Freiballon-Überquerung der Ostsee. Am 9.1.1902 begann seine 30-Stunden-Fahrt mit Elias von Berlin nach Poltava (1470 km), die einen deutschen Rekord darstellte. Wissenschaftliche Reisen führten ihn 1902 nach Spitzbergen und ins Polarmeer, 1908 nach Ostafrika und dem Indischen Ozean, 1913 zu aerologischen Forschungen nach Brasilien. - B. war Inhaber der Goldenen Huys-Ballot-Medaille der Königlich Niederländischen Akademie der Wissenschaften. Außerdem war er ein großer Schmetterlingssammler.

  • Werke

    Wiss. Luftfahrten (mit R. Aßmann), 3 Bde., 1899–1900;
    Ostafrika-Expedition d. kgl. Aeronaut. Observatoriums, 1910 (mit Dr. Elias);
    Die modernen Methoden z. Erforschung d. Atmosphäre mittels d. Luftballons u. Drachen, in: R. Aßmann, Neue F z. Physik d. Atmosphäre vermittels d. Luftballons, 1901;
    zahlr. Abhh. in: Das Wetter, 1891–99, Verhh. d. Ges. f. Erdkde., Berlin (Geographisches aus d. Luftballon, 1895), Zs. f. Luftschiffahrt u. Physik d. Atmosphäre u. a. meteorol. Zss.

  • Literatur

    LIZ 1902, S. 23 (zeigt Aufstieg d. Ballons „Berson“);
    Zs. f. Flugtechnik, 1919 (Sonderh.);
    R. Süring, in: Zs. f. techn. Physik 10, 1929, S. 343 f. (W, P);
    P. Supf, Das Buch d. Dt. Fluggesch., 2 Bde., 1935;
    Pogg. IV, VI;
    Wi. X, 1935.

  • Autor/in

    Peter Supf
  • Empfohlene Zitierweise

    Supf, Peter, "Berson, Arthur" in: Neue Deutsche Biographie 2 (1955), S. 148 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116148470.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA