Lebensdaten
1855 bis 1928
Geburtsort
Groß-Tzschacksdorf bei Forst (Kreis Sorau, Niederlausitz)
Sterbeort
Koblenz
Beruf/Funktion
Archivar ; Historiker ; Staatsarchivdirektor
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 116036524 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Bär, Max
  • Baer, M.
  • Baer, Max
  • mehr

Verknüpfungen

Von der Person ausgehende Verknüpfungen

Personen im NDB Artikel

Verknüpfungen zu anderen Personen wurden aus den Registerangaben von NDB und ADB übernommen und durch computerlinguistische Analyse und Identifikation gewonnen. Soweit möglich wird auf Artikel verwiesen, andernfalls auf das Digitalisat.

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Zitierweise

Bär, Max, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116036524.html [19.11.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Anton Gottlieb Baer (1818–64), Pfarrer, aus Försterfamilie, aus Schwemsal bei Düben;
    M Dorothea Bernstorff, aus Beckendorf bei Oschersleben, aus alter Schulzenfamilie vom sog. Freigut;
    9.4.1889 Margarete Zitelmann;
    1 S, 1 T.

  • Leben

    B. studierte zuerst in Leipzig Philologie, Geschichte und Hilfswissenschaften und promovierte in Jena 1880 bei D. Schäfer und dem Germanisten E. Sievers. Vom 1.8.1880 an bekleidete er mehrere Posten in der preußischen Archivverwaltung: Posen (bis 1883), Koblenz (bis 1888), Stettin (bis 1896), Hannover (bis 1897); 1897 wurde er zuerst kommissarischer, dann endgültiger Leiter des Staatsarchivs Osnabrück. Am 15.8.1901 übernahm er die Leitung des neugegründeten Staatsarchivs Danzig, das er nach einem von ihm erdachten Arbeitsgrundsatz (B.sches Prinzip) aufbaute, einer für alle Ordnungsarbeiten in Archiven vorbildlichen, rationellen Arbeitsmethode zur Bewältigung größter, besonders neuerer Aktenmassen zu übersehbaren Archivkörpern, nach der auch das Staatsarchiv Koblenz umgestaltet wurde, dessen Leitung er im Herbst 1912 übernahm. Neben seinen beruflichen, besonders den mit ungewöhnlicher Arbeitskraft durchgeführten organisatorischen Arbeiten, entstand, z. T. aus ihnen erwachsend, eine große Reihe von wissenschaftlichen Werken.

  • Werke

    Verz. bis 1912, in: Mitt. d. Westpreuß. Gesch.-Ver., Jg. 12, Nr. 1, 1913, S. 6-9;
    nach 1912: Die Behördenverfassung d. Rheinprov. seit 1815, = Publ. d. Ges. f. rhein. Gesch.kde. 35, 1919;
    Bücherkde. z. Gesch. d. Rheinlande, Bd. I: Aufs, in Ztschrr. u. Sammelwerken bis 1915, ebenda, 37, 1920;
    Aus d. Gesch. d. Stadt Koblenz 1814-1914, 1922;

    Jobst v. Walthausen, d. Kanzler Erich d. J. v. Braunschweig-Lüneburg, 1923;
    Lebenserinnerungen, 1920 (Hs. im Staatsarchiv Koblenz).

  • Literatur

    K. J. Kaufmann, M. B., sein Wirken in Westpreußen, in: Mitt. d. Westpreuß. Gesch.Ver., Jg. 12, 1913, S. 2-6;
    ders., M. B., in: Archival. Ztschr., Folge 3, Bd. 5, 1929, S. 306-09;
    E. Schaus, Die Umgestaltung d. Koblenzer Staatsarchivs, ebenda, Folge 3, Bd. 3, 1926, S. 68-76;
    ders., Zum hundertjähr. Bestehen d. Staatsarchivs in Koblenz, in: Nachrr.-Bl. f. rhein. Heimatpflege, Jg. 3, 1931 bis 1932, H. 11/12, S. 385-400.

  • Portraits

    Phot. in: Staatsarchiv Koblenz.

  • Autor/in

    Kurt Becker
  • Empfohlene Zitierweise

    Becker, Kurt, "Bär, Max" in: Neue Deutsche Biographie 1 (1953), S. 525 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116036524.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA