Lebensdaten
1769 bis 1825
Geburtsort
Krefeld
Sterbeort
Krefeld
Beruf/Funktion
Seidenfabrikant
Konfession
reformiert
Normdaten
GND: 1084356929 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • von der Leyen, Friedrich Heinrich(bis 1816)
  • Leyen zu Bloemersheim, Friedrich Heinrich Freiherr von der
  • von der Leyen, Friedrich Heinrich(bis 1816)
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Zitierweise

Leyen zu Bloemersheim, Friedrich Heinrich Freiherr von der, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd1084356929.html [18.11.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Friedrich (s. Gen. 1);
    M Maria ten Kate (1741–72) aus Haarlem; Vt (S d. Conrad, s. Gen. 1) Friedrich Heinrich (1765–1842), Seidenfabr., gemeinsam mit L. Leiter d. Fa. Friedrich u. Heinrich v. d. Leyen, gründete 1823 d. Fa. Friedr. Heinrich v. d. Leyen u. Cie., d. bis 1855 bestand, 1804-37 Mitgl. d. Krefelder Handelskammer, 1835-37 deren Präs., 1801-42 Mitgl. d. Gemeinderats, 1822 Vertreter d. Städte b. d. Beratungen d. rhein. Notablen üb. d. Zus.setzung d. Provinzialstände; Cousine (T d. Johann, s. Gen. 1) Maria ( Peter v. Loewenich, 1756–1829, preuß. Adel 1789, seit 1793 Teilhaber d. Fa. v. d. Leyen, gründete 1823 mit L. d. Fa. v. d. Leyen & Loewenich);
    - Henriette (1774–1850, Cousine), T d. Johann v. d. Leyen (s. Gen. 1) u. d. Katharina Goyen;
    K.

  • Leben

    L., der in jungen Jahren zur ref. Kirche übertrat, und sein gleichnamiger Vetter waren die eigentlichen Träger der Firma F. u. H. von der Leyen in der dritten Generation. Schneller als dieser hatte er sich mit der Tatsache der franz. Herrschaft abgefunden. Die persönliche Freundschaft mit dem General Kléber, gleich ihm Freimaurer, mag dazu beigetragen haben. 1799 wurde L. Munizipalpräsident, 1800 Maire von Krefeld, legte dieses Amt jedoch 1805 nieder. Von 1803 bis zum Ende der franz. Herrschaft war er Präsident der Kantonalversammlung. Nach dem Besuch Napoleons in Krefeld 1804 wurde er vom Wahlkollegium des Roerdepartements als Mitglied des Corps Législatif vorgeschlagen und vom Kaiser berufen. 1802 wurde er Mitglied der Société d'Encouragement pour l'Industrie Nationale und 1810 auch in den Conseil des Fabriques et Manufactures berufen. L., der damals mit einem Vermögen von 3 Mill. Franken zu den reichsten Fabrikanten des Departements gehörte, hat die sich ihm in diesen Stellungen bietenden Möglichkeiten zum Vorteil seines Unternehmens, der Stadt Krefeld und der rheinischen Industrie insgesamt genutzt. Seine Ernennung zum Baron de l'Empire (1813) bedeutete nicht, daß er ein Parteigänger Frankreichs war. Vielmehr bestand an seiner preuß. Gesinnung kein Zweifel, wie seine Berufung zum Mitglied der Landesdeputation für das ehemalige Roerdepartement (1814) und seine Erhebung in den Freiherrenstand (1816) zeigen. Während des folgenden Jahrzehnts setzte er seine kaufmännische Tätigkeit zwar fort, hielt sich aber häufig auf seinem 1802 erworbenen Rittergut Bloemersheim Kr. Moers auf. In dieser Zeit begann der Abstieg des Familienunternehmens, das der Konkurrenz neuer, spezialisierter, kostengünstiger produzierender Industriebetriebe nicht gewachsen war. 1823 wurde der Gesellschaftsvertrag von L.s Vetter Friedrich Heinrich nicht erneuert. L. gründete zusammen mit einem Verwandten eine neue Firma (F. H. von der Leyen & Peter v. Loewenich), auf deren Entwicklung er wegen seines frühen Todes keinen Einfluß mehr nehmen konnte und die 1845 aufgelöst wurde.

  • Literatur

    zu 1 u. 2) W. Kurschat, Das Haus Friedrich u. Heinrich v. d. L. In Krefeld, 1933 (P);
    H. C. Scheibler u. K. Wülfrath, Westdt. Ahnentafeln I, 1939;
    M. Barkhausen, Der Aufstieg d. rhein. Industrie im 18. Jh. u. d. Entstehung d. industriellen Großbürgertums, in: Rhein. Vj.bll. 19, 1954, S. 135-77, bes. 160-66;
    H. Kisch, Prussian mercantilism and the rise of the Krefeld silk industry, in: Transactions of the American Philos. Society, New Series 58, 7, 1968 (dt. in: Krefelder Stud. 1, 1973, S. 39-126).

  • Autor/in

    Helmuth Croon
  • Empfohlene Zitierweise

    Croon, Helmuth, "Leyen zu Bloemersheim, Friedrich Heinrich Freiherr von der" in: Neue Deutsche Biographie 14 (1985), S. 433 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd1084356929.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA