Lebensdaten
1799 bis 1867
Beruf/Funktion
Arzt ; Medizinhistoriker
Konfession
evangelisch?
Normdaten
GND: 102811318 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Thierfelder, Johann Gottlieb

Quellen(nachweise)

Verknüpfungen

Verknüpfungen auf die Person andernorts

Aus dem Register von NDB/ADB

Verknüpfungen zu anderen Personen wurden aus den Registerangaben von NDB und ADB übernommen und durch computerlinguistische Analyse und Identifikation gewonnen. Soweit möglich wird auf Artikel verwiesen, andernfalls auf das Digitalisat.

Zitierweise

Thierfelder, Johann Gottlieb, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd102811318.html [11.12.2018].

CC0

  • Leben

    Thierfelder: Johann Gottlieb Th., Arzt und verdienstvoller Autor auf dem Gebiet der medicinischen Geschichte, stammte aus Leipzig, wo er 1799 geboren wurde. Er trat 1813 in die königl. Bildungsanstalt für Militärchirurgen zu Berlin ein, wurde 1815 Regimentschirurgus, kehrte 1816 nach Auflösung des Regiments nach Leipzig zurück und widmete sich hier dem Studium der Medicin. Nachdem er 1821 mit der Abhandlung „De signis e lingua in morbis praesertim acutis“ die Doctorwürde erlangt hatte, ließ er sich als praktischer Arzt in Meißen a. d. Elbe nieder und war hier ausschließlich bis zu seinem am 24. Februar 1867 eingetretenen Lebensende thätig. Th. ist Verfasser zahlreicher hochbedeutender Arbeiten auf dem Gebiet der älteren medicinischen Geschichte und Litteratur, für die er ein reges und erfolgreiches Interesse bethätigte. Die betreffenden Publicationen sind theils in Schmidt's Jahrbüchern der gesammten in- und ausländischen Medicin, theils in dem bekannten „Janus, Centralmagazin für Geschichte und Literaturgeschichte der Medicin“, erfolgt, zu dessen Hauptmitarbeitern er gehörte. Selbständig erschienen: „De cognoscendis morbis acutis eorumque vicissitudinibus praesagiendis ex lingua“ (Leipz. 1821, erweiterter Abdruck seiner Doctorarbeit); „Additamenta ad Henrici Haeseri bibliothecam epidemiographicam“ (Meißen 1843); „Lud. Lemosii judicium operum magni Hippocratis, primum seorsim edidit et praefatus est J. G. T.“ (Ebenda 1835). — Th. hinterließ eine reiche Collection von Schriften seiner Lieblingsdisciplin, deren Katalog er 1866 selbst veröffentlichte. Uebrigens ist er Vater dreier z. Z. lebender hervorragender Aerzte.

    • Literatur

    • Literatur

      Vgl. Biogr. Lex. V, 650.

  • Autor/in

    Pagel.
  • Empfohlene Zitierweise

    Pagel, Julius Leopold, "Thierfelder, Johann Gottlieb" in: Allgemeine Deutsche Biographie 38 (1894), S. 3 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd102811318.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA