Lebensdaten
1739 bis 1808
Geburtsort
Stuttgart
Sterbeort
Stuttgart
Beruf/Funktion
Mediziner
Konfession
lutherisch
Normdaten
GND: 102570337 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Jäger, Christian Friedrich (bis 1806)
  • Jäger, Christian Friedrich von
  • Jäger, Christian Friedrich (bis 1806)
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Objekt/Werk(nachweise)

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Zitierweise

Jäger, Christian Friedrich von, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd102570337.html [18.11.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Georg Friedrich (1714–87), Arzt in St., Oberamtsphysikus in Nürtingen, S d. Georg Friedrich (1682–1731), Notar u. Stadtschreiber in Schorndorf, u. d. Anna Maria Wölfing;
    M Christiane Friederike (1716–47), T d. Christian Jakob Rheinwald, württ. Rat u. Steuereinnehmer in St.;
    Ov Philipp Friedrich (1707–45), Tutelarratspräs. in St., Carl Friedrich (1711–91), Prälat zu St. Georgen: - 1) Lustnau 1768 Christiane Elisabeth, T d. Philipp Friedrich Gmelin (1721–68), Prof. d. Med. in Tübingen (s. NDB VI*), u. d. Marie Elisabeth Weihenmaier, 2) Nürtingen 1774 Luise Friederike (1743–1823), T d. Obervogts Joh. Friedrich Sonntag in Pforzheim u. d. Maria Barbara Rhaw;
    1 S, 1 T aus 1), u. a. Karl Christoph Friedrich (s. 5), 4 S, 1 T aus 2), u. a. Georg Friedrich (s. 2), Gottlieb Friedrich (1782–1843), Prof. d. Theol. u. Ephorus d. Stifts in Tübingen.

  • Leben

    Eigentlich für die theologische Laufbahn bestimmt, wandte sich J. bald nach dem Magisterexamen in Tübingen dem Studium der Medizin zu. Studienreisen nach Leiden, Wien und Berlin rundeten seine Ausbildung ab. Gleich nach der Promotion (1767) mit Lehraufgaben in Tübingen betraut und zum ao. Professor ernannt, wurde J. 1768 auf das durch den Tod seines Schwiegervaters Gmelin freigewordene dritte med. Ordinariat (für Botanik und Chemie, seit 1772 Pathologie und med. Praxis) berufen. 1780 folgte J. einem Ruf als Leibarzt und damit zugleich in die Medizinalbehörde des Hzg. Karl Eugen nach Stuttgart. Seit 1785 wirkte er auch als Lehrer (vorwiegend für gerichtliche Medizin) an der neugegründeten Hohen Karlsschule. Er schloß sich dort dem Kreis junger Naturforscher um Cuvier an. – Auf dem Gebiet der gerichtlichen Medizin erhärtete J. durch seine Untersuchungen den Wert der Lungenschwimmprobe zur Entscheidung der Frage, ob ein neugeborenes Kind nach der Geburt gelebt hat. Vor allem aber bemühte sich J. um die Neuorganisation des württ. Medizinalwesens nach dem Vorbild des österr. Gesundheitspolitikers Joh. Peter Frank. Hier waren seine Hauptanliegen die Erkennung und Bekämpfung ansteckender Krankheiten (Tollwut, Pocken, Einführung der Kuhpockenimpfung in Württ.), die Neubearbeitung der württ. Pharmakopoe und die med. Volksaufklärung.

  • Werke

    u. a. Diss. sistens observationes de foetibus recens natis …, Tübingen 1767;
    Disquisitio medico-forensis, qua casus et annotationes ad vitam foetus … proponuntur, 1780;
    Med. Anweisung wegen d. tollen Hundewuth, 1782;
    Pharmacopoea Wirtembergica, 51786 (mit f. G. Hopfengärtner), 61798.

  • Literatur

    E. Stübler, in: Lb. Schwaben IV, 1948, S. 43-53 (W, L, P; d. erw. hs. Nachlaß ist verschollen).

  • Portraits

    Ölgem. v. Ph. F. v. Hetsch (im Bes. v. Frau Margarethe Jäger, Münster, Heerdestr. 21), Abb. b. Stübler, s. L;
    Ölgem., 1776 (Tübingen, Univ.);
    Stich, n. 1807 (ebd.).

  • Autor/in

    Gerhard Fichtner
  • Empfohlene Zitierweise

    Fichtner, Gerhard, "Jäger, Christian Friedrich von" in: Neue Deutsche Biographie 10 (1974), S. 267 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd102570337.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA