• Leben

    B., in Verona und Rom ausgebildet, war Geistlicher, Musiker und doctor in utroque iure; die Musik behielt jedoch die Oberhand. Nach Kapellmeisterjahren in Rom (1610), Verona (seit 1611) und Brixen (seit 1622) kam er 1625 an den Hof des Salzburger Erzbischofs Paris Graf Lodron; die kirchliche wie die höfische Musik hatte er hier zu leiten. Seine Kirchenwerke sind teils konservativ, teils durch den neueren römischen Stil bestimmt und fügen sich wie seine Instrumentalkonzerte und Triosonaten gut dem prachtliebenden Geist Salzsburgs. Dank der Strahlkraft von dessen Benediktineruniversität gelangte ein Abglanz von B.s Musik in den süd- und südwestdeutschen Raum, etwa in die Klöster Oberschwabens.

  • Werke

    Viele Messen, Motetten, Psalmen, Magnificat, Offertorien, Responsorien, Madrigale u. Instrumentalwerke in Drucken (seit 1610) u. Hss.;
    Ausw.-Neuausg. hrsg. v. K. A. Rosenthal, in: Denkmäler d. Tonkunst in Österr. XXXVI, Wien 1929.

  • Literatur

    K. A. Rosenthal, St. B.s Kirchenwerke, in: Stud. z. Musikwiss., 1929;
    F. Posch, St. B.s weltl. Vokal- u. Instrumentalwerke, Diss. München 1935;
    F. Torrefranca, in: Enc. Ital. VI, Rom u. Mailand 1930, S. 748;
    Th. W. Werner, in: MGG (W, L).

  • Autor/in

    Georg Reichert
  • Empfohlene Zitierweise

    Reichert, Georg, "Bernardi, Steffano" in: Neue Deutsche Biographie 2 (1955), S. 102 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd102202028.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA