Lebensdaten
1542 bis 1608
Geburtsort
Marburg
Sterbeort
Darmstadt
Beruf/Funktion
lutherischer Theologe ; Superintendent in Darmstadt
Konfession
lutherisch
Normdaten
GND: 100122590 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Happel genannt Engel, Johannes
  • Happel, Johannes
  • Engel, Johannes (genannt)
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Zitierweise

Angelus, Johannes, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd100122590.html [13.12.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Heinrich Happel, genannt Engel ( 22.4.1597), Schuhmacher in Marburg;
    M Katharina ( 10.5.1605), T des Marburger Ratsherrn Heinrich Spiess;
    29.8.1571 Elisabeth, T des Johannes König, genannt Johannes von Selheim (bei Marburg); 13 K, u. a. Rebecca ( in 2. Ehe Tobias Plaustrarius, Superintendent in Darmstadt), Magdalena ( Johannes Vietor, Superintendent in Darmstadt);
    E Hans Heinrich, schwedischer Obrist, Stammvater der Bremer Adelsfamilie von Engel auf Gowensiek und Kukenbüttel.

  • Leben

    A. war von 1563-67 Stipendiat in Marburg, 1567 wurde er Magister und gleichzeitig Stipendiatenmajor. Von 1571-78 war er Pfarrer in Groß-Gerau und 1578-1608 Superintendent in Darmstadt. - A. hat sich in Hessen in zweifacher Hinsicht ein Ehrendenkmal gesetzt: einmal durch seine vorzügliche Amtsführung als Superintendent und dann durch sein Schulgründungswerk. Als Prediger war er geschätzt, aber auch gefürchtet. Seiner Tüchtigkeit ist es zu verdanken, daß der hessische Pfarrerstand um die Wende des 16. Jahrhunderts sich weit über den anderer Zeiten vorher und nachher erhob. - Er veranlaßte den Landgrafen Georg I., eine Stiftung zur Fürsorge für Witwen verstorbener Pfarrer und Schulmeister zu machen und brachte es fertig, daß bereits um 1590 in Darmstadt ein gut geleitetes Waisenhaus eröffnet werden konnte, damit auch den Waisenkindern ein ordentlicher Schulunterricht erteilt werden könne. - Aber vor allem verdankt ihm Hessen das große Schulgründungswerk, das Ausgangspunkt und Grundlage für das gesamte Volksschulwesen geworden ist. Durch mannigfache Maßnahmen sorgte er dafür, daß der Schulmeisterstand als ein hochgeachteter Stand galt. Auch das höhere Schulwesen förderte er, namentlich die Lateinschule in Darmstadt. Entscheidend griff er ein in die Vorverhandlungen zur Gründung der hessen-darmstädtischen Universität in Gießen.

  • Werke

    s. Die Schulordnungen d. Ghzgt. Hessen, hrsg. v. W. Diehl, in: Monumenta Germaniae Paedagogica, Bd. 33, 3, 1905, S. 7 ff.

  • Literatur

    Strieder I, Göttingen 1781, S. 72 ff.;
    Die Univ. Gießen v. 1607-1907, 1907, I, S 23 ff., II, S. 7 f.;
    W. Diehl, J. A., d. Vater d. hessen-darmstädt. Volksschule, in: Hess. Volksbücher 23, 1915, S. 7 ff.;
    ders., Hassia sacra I, 1921, S. 13, II, 1925, S. 29 ff.

  • Autor/in

    Heinrich Steitz
  • Empfohlene Zitierweise

    Steitz, Heinrich, "Angelus, Johannes" in: Neue Deutsche Biographie 1 (1953), S. 291 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd100122590.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA