Lebensdaten
1852 – 1913
Geburtsort
Mexiko-Stadt
Sterbeort
München
Beruf/Funktion
Historiker
Konfession
jüdisch, seit 11.2.1894 evangelisch-lutherisch
Normdaten
GND: 117398217 | OGND | VIAF: 3247484
Namensvarianten
  • Simonsfeld, Enrico
  • Simonsfeld, Heinrich; Simonsfeld, Henri
  • Simonsfeld, Henry
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Objekt/Werk(nachweise)

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Zitierweise

Simonsfeld, Henry, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd117398217.html [21.02.2024].

CC0

  • Henry Simonsfeld forschte zur italienischen und deutschen Geschichte des Mittelalters und der Frühen Neuzeit. Seine Arbeiten, denen ausgedehnte Archiv- und Bibliotheksrecherchen zugrunde lagen, galten meist quellenkundlichen, kultur- oder wirtschaftsgeschichtlichen Aspekten; v. a. die Beiträge über die Historiografie Venedigs, die deutsche Migration nach Italien, zu Friedrich I. Barbarossa (um 1122–1190) sowie zu Kulturkontakten und -transfer sind von bleibendem Wert.

    Lebensdaten

    Geboren 15. Oktober 1852 Mexiko-Stadt
    Gestorben 5. April 1913 München
    Grabstätte Nordfriedhof (aufgelöst) München
    Konfession jüdisch, seit 11.2.1894 evangelisch-lutherisch
    Henry Simonsfeld, Stadtarchiv München (InC)
    Henry Simonsfeld, Stadtarchiv München (InC)
  • Lebenslauf

    15. Oktober 1852 - Mexiko-Stadt

    1859 - 1870 - Nürnberg

    Schulbesuch (Abschluss: Abitur)

    Königliche Studienanstalt (heute Melanchthon-Gymnasium)

    1870 - 1876 - München; Göttingen

    Studium der Klassischen Philologie und Geschichte

    Universität

    1873 - München

    Philologisch-Historische Hauptprüfung (Lehramt)

    Universität

    1874 - 1875 - Nürnberg; München

    Assistent (Hilfslehrer)

    Realgymnasium

    1875 - 1875 - Italien

    Archiv- und Bibliotheksrecherchen als Stipendiat (König Ludwig II.-Stipendium)

    1876 - München

    Promotion (Dr. phil.)

    Universität

    1876 - München

    Spezialexamen in Geschichte (Lehramt)

    Universität

    1877 - 1877 - München

    Assistent (Hilfslehrer)

    Ludwigsgymnasium

    1877 - München

    Prüfung aus dem Bibliotheksfach

    Königliche Hof- und Staatsbibliothek

    1877 - 1878 - München

    Praktikant

    Königliche Hof- und Staatsbibliothek

    1877 - 1902 - München

    freier Mitarbeiter

    Monumenta Germaniae Historica

    1878 - München

    Habilitation für Geschichte; Privatdozent

    Universität

    1878 - 1898 - München

    II. Assistent (1881 I. Assistent; 1887 I. Sekretär; 1892 III. Kustos)

    Königliche Hof- und Staatsbibliothek

    1898 - 1912 - München

    etatmäßiger außerordentlicher Professor für Historische Hilfswissenschaften

    Universität

    1912 - 1913 - München

    ordentlicher Professor für Geschichte und Historische Hilfswissenschaften

    Universität

    5. April 1913 - München
  • Genealogie

    Vater Elkan Simonsfeld 1825−1854 aus Ottensoos (Mittelfranken); Großkaufmann in New York City und Mexiko; mit Moritz Simonsfeld Mitinhaber der Firma Simonsfeld, Taussig & Co.
    Großvater väterlicherseits Simon Gerson Simonsfeld 1798−nach 1878 Kaufmann (Spezereiwaren und Agrarprodukte, v. a. Hopfen); erhielt 1823 die Erlaubnis, sich in Ottensoos niederzulassen
    Großmutter väterlicherseits Regina Simonsfeld, geb. Frauenfeld gest. 1863
    Urgroßvater väterlicherseits Gerson Simonsfeld geb. 1771 verh. mit Matke Hajim
    Mutter Sophie Simonsfeld 1829−1901 aus Ottensoos
    Großvater mütterlicherseits Samuel Loew Simonsfeld 1804−1884 Ökonom in Ottensoos
    Großmutter mütterlicherseits Nanni Simonsfeld, geb. Heidenheimer 1812–1889
    Heirat 5.4.1894 in Augsburg
    Ehefrau Karolina (Lina) Ferdinandine Simonsfeld, geb. Pullich 1866−1955 evangelisch-lutherisch
    Schwiegervater Philipp Pullich gest. vor 1894 Kaufmann (Delikatessen und Kolonialwaren) in Augsburg
    Schwiegermutter Emma Pullich, geb. Sen(n)ing
    Sohn Kurt Simonsfeld 9.3.1895−28.6.1915 Kriegsfreiwilliger, gefallen im Ersten Weltkrieg
    Sohn Eugen Simonsfeld 13.7.1898–12.7.1944 studierte Staatswissenschaften an der Universität München; Opfer eines Luftangriffs auf München
    Onkel väterlicherseits Moritz Simonsfeld wanderte in die USA aus, eröffnete 1845 ein Modegeschäft in New York City; Importkaufmann, mit Elkan Simonsfeld Mitinhaber der Firma Simonsfeld, Taussig & Co. in Mexiko
    Vetter Bela Milić (Moses) gest. 1942 Bankier in Zagreb; 1942 nach Auschwitz deportiert und dort ermordet
    Diese Grafik wurde automatisch erzeugt und bietet nur einen Ausschnitt der Angaben zur Genealogie.

    Simonsfeld, Henry (1852 – 1913)

    • Vater

      Elkan Simonsfeld

      1825−1854

      aus Ottensoos (Mittelfranken); Großkaufmann in New York City und Mexiko; mit Moritz Simonsfeld Mitinhaber der Firma Simonsfeld, Taussig & Co.

      • Großvater väterlicherseits

        Simon Simonsfeld

        1798−nach 1878

        Kaufmann (Spezereiwaren und Agrarprodukte, v.·a. Hopfen); erhielt 1823 die Erlaubnis, sich in Ottensoos niederzulassen

      • Großmutter väterlicherseits

        Regina Simonsfeld

        gest. 1863

    • Mutter

      Sophie Simonsfeld

      1829−1901

      aus Ottensoos

      • Großvater mütterlicherseits

        Samuel Loew Simonsfeld

        1804−1884

        Ökonom in Ottensoos

      • Großmutter mütterlicherseits

        Nanni Simonsfeld

        1812–1889

    • Heirat

      in

      Augsburg

  • Biografie

    Nach dem frühen Tod des Vaters in Mexiko kehrte Simonsfeld mit seiner Mutter nach Franken zurück. Er besuchte die Königliche Studienanstalt in Nürnberg, wo er 1870 das Abitur absolvierte. Das Studium der Klassischen Philologie und Geschichte an den Universitäten München und Göttingen von 1870 bis 1876 schloss Simonsfeld mit den Lehramtsprüfungen und einer mediävistischen Dissertation bei Wilhelm Giesebrecht (1814–1889) ab, für deren Vorbereitung er ein Stipendium König Ludwigs II. (1845–1886) erhalten hatte. Die ihm von Georg Waitz (1813–1886) angebotene Stelle als befristeter Mitarbeiter der Monumenta Germaniae Historica (MGH) schlug Simonsfeld 1878 aus, um in den Dienst der Königlichen Hof- und Staatsbibliothek in München zu treten. Im selben Jahr habilitierte er sich für Geschichte an der Universität München. 1898 gab er bei seiner Ernennung zum besoldeten außerplanmäßigen Professor für Historische Hilfswissenschaften an der Universität München die Bibliothekarsstelle auf; zum ordentlichen Professor für Geschichte und Historische Hilfswissenschaften wurde er 1912 ernannt.

    Simonsfeld unternahm regelmäßig Reisen zu italienischen Archiven und Bibliotheken. In den Anfängen seiner Forschungsarbeit orientierte er sich an den Zielsetzungen und Methoden der MGH, deren Präsident Waitz ihn zu ersten Publikationen zur venezianischen Historiografie anregte. Nach der Promotion zum Dr. phil. mit einer Untersuchung zur Chronik des Dogen Andrea Dandolo (1306−1354), die für die venezianischen Geschichtsmythen von Bedeutung ist, publizierte Simonsfeld 1883 in der Scriptores-Reihe eine Edition des „Chronicon Altinate“, die er durch seine Habilitationsschrift vorbereitet hatte. Mit weiteren Editionen italienischer Geschichtswerke betraut, recherchierte er in Archiven und Bibliotheken Ober- und Mittelitaliens auch für andere Projekte der MGH und war etwa ein Jahrzehnt lang deren wichtigster Italienreisender. Als sich der Druck der von ihm 1894 eingereichten Manuskripte jahrelang verzögerte, kühlte sich sein Verhältnis zu dieser Institution ab.

    1887 veröffentlichte Simonsfeld sein grundlegendes zweibändiges Werk über den Fondaco dei Tedeschi, für das er ungedruckte Quellen aus Venedig, Augsburg, Regensburg und Nürnberg zusammentrug. Im Auftrag der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften übernahm er die Jahrbücher Kaiser Friedrichs I. Barbarossa (um 1122–1190), für die er umfängliche Recherchen zu den Urkunden des Herrschers in Italien anstellte. Das Erscheinen des ersten Bands (1908), der für die Beschäftigung mit den frühen Regierungsjahren des Staufers immer noch unverzichtbar ist, löste eine Kontroverse aus, die vordergründig auf Simonsfelds Leistung als Bearbeiter zielte; im Kern betraf sie die von Leopold von Ranke (1795–1886) stammende Konzeption der Jahrbücher, deren annalistische Darbietung quellenkritisch gesicherter Fakten als unbefriedigende Darstellungsform kritisiert wurde.

    Simonsfelds Aufsätze befassen sich meist mit der historisch-kritischen Aufbereitung von Funden und Beobachtungen zur mittelalterlichen Überlieferung in Italien und Bayern, wobei er verschiedene Quellengattungen (Geschichtsschreibung, Urkunden, Formelbücher, Bruderschaftsstatuten, Briefe und Inventare) in den Blick nahm. Außer philologischen und überlieferungsgeschichtlichen Problemen behandelte Simonsfeld vorzugsweise kulturgeschichtliche Themen, die disziplinäre Grenzen zur Kunst- und Literaturgeschichte überschritten und gelegentlich in die Frühe Neuzeit ausgriffen. Durch ihre Quellennähe sind viele seiner Publikationen relevant geblieben.

    Simonsfeld engagierte sich für die populäre Vermittlung historischer Inhalte, indem er Zeitungsartikel, v. a. für die „Allgemeine Zeitung“ und die „Münchner Neuesten Nachrichten“, verfasste und Vorträge für ein größeres Publikum hielt, u. a. im Münchener Volksbildungsverein, dessen Vorstand er in den 1880er Jahren angehörte. Er wählte dafür kultur- und wirtschaftsgeschichtliche Themen unter einer bildungsbürgerlichen und nationalliberalen Perspektive, knüpfte für seine Darlegungen zu Migration und Kulturtransfer auch an die von ihm begrüßte deutsche Kolonialpolitik an. An der Akademie der Bildenden Künste bot er Vorträge zur deutschen und italienischen Geschichte an.

    Als erster Historiker der Münchner Universität entwickelte Simonsfeld propädeutische Lehrveranstaltungen für Studienanfänger. Gegen 1890 verlegte er sich stärker auf die Historischen Hilfswissenschaften, für die 1898 eine außerordentliche Professur und 1909 eine Abteilung am Historischen Seminar der Universität München eingerichtet wurde. In dem vorausgegangenen universitätsinternen Streit spielten nicht nur fachliche Kriterien, sondern auch antisemitische Einstellungen eine Rolle. Simonsfelds Professur für Hilfswissenschaften löste in München die Vertretung dieser Fächergruppe durch Honorarprofessuren und Lehraufträge ab. Simonsfeld lehrte hauptsächlich Chronologie, Diplomatik und Paläografie und legte die Basis für die hilfswissenschaftlichen Buchbestände der Seminarbibliothek. Obwohl er wegen seiner späten Ernennung zum ordentlichen Professor kaum Promotionen betreute, bildete sich unter den Teilnehmern seiner Veranstaltungen ein ihm verbundener Kreis heraus; dazu gehörten u. a. Max Buchner (1881–1941), Walter Goetz (1867–1958), Friedrich Dörnhöffer (1865–1934), Fritz Gerlich (1883–1934), Paul Joachimsen (1867–1930), Georg Leidinger (1870–1945), Paul Ruf (1890–1964), Joseph Schnitzer (1859–1939), Karl Schottenloher (1878–1954) und Ivo Striedinger (1868–1943).

    Durch die Stagnation seiner universitären Karriere und seine Entfremdung von den MGH geriet Simonsfeld an den Rand der maßgeblichen Netzwerke deutschsprachiger Historiker. Seine Position im Fach litt zudem unter den mediävistischen Kontroversen auf dem Feld der politischen Geschichte. Diese negativen Aspekte glich Simonsfeld im Kampf um akademische Reputation nur zum Teil mit seinen Verdiensten um Kultur- und Wirtschaftsgeschichte aus.

    Die Bayerische Akademie der Wissenschaften, die Simonsfeld 1888 als außerordentliches und 1902 als ordentliches Mitglied kooptierte, wurde in den letzten zwei Jahrzehnten seines Lebens zum wichtigsten Rückhalt seiner wissenschaftlichen Tätigkeit. In Italien wurde ihm durch die Aufnahme in vier wissenschaftliche Gesellschaften und die Verleihung des Ritterkreuzes des St. Mauritius- und Lazarusordens Anerkennung zuteil. Simonsfeld baute Beziehungen zu vielen italienischen Kollegen auf, von denen ihm der Archivar Carlo Malagola (1855–1910) und der Bibliothekar Giuseppe Mazzatinti (1855–1906) nahestanden. Im Kontext der wissenschaftlichen Institutionen, an denen er beteiligt war, setzte er sich für die Förderung des Austausches zwischen Deutschland und Italien ein. An der Universität München betreute er italienische Studenten wie Carlo Merkel (1862–1899) und Luigi Schiaparelli (1871–1934).

    Simonsfelds Nachlass und Bibliothek wurden wahrscheinlich in der Wohnung seiner Witwe bei der Bombardierung Münchens am 7. Februar 1945 zerstört.

  • Auszeichnungen

    1874 König Ludwig II.-Stipendium zur Förderung des Studiums der Geschichte
    1880 Ehrenmitglied der Reale Deputazione di Storia Patria per le Venezie, Venedig
    1888 außerordentliches Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, München (1902 ordentliches Mitglied) (weiterführende Informationen)
    1890 korrespondierendes Mitglied des Reale Istituto Veneto di Scienze, Lettere ed Arti, Venedig
    1896 korrespondierendes Mitglied der Società umbra di storia patria (abgelöst durch Regia Deputazione di Storia Patria per l’Umbria), Perugia
    1904 Mitglied der Gesellschaft für Rheinische Geschichtskunde, Köln
    1905 Ritterkreuz des Ordine dei Ss. Maurizio e Lazzaro
    1911 korrespondierendes Mitglied der Rubiconia Accademia dei Filopatridi, Savignano sul Rubicone
    1956? Simonsfeldstrasse, München (weiterführende Informationen)
  • Quellen

    Teilnachlass:

    Archiv der Monumenta Germaniae Historica München, A 34 u. A 232/3.

    Weitere Archivmaterialien:

    Archiv der Bayerischen Akademie der Wissenschaften München, Personalakt Henry Simonsfeld u. Sitzungsprotokolle Bd. 45, Bd. 47.

    Archiv der Historischen Kommission München, 1858 bis 1861, Bd. 104 (Plenarversammlung 1912/13), Bd. 215 (Jahrbücher der Deutschen Geschichte) u. Nachlass Hermann Aubin Bd. 251. (Deutsche Handelsakten)

    Bayerisches Hauptstaatsarchiv München, Hof- und Staatsbibliothek, Simonsfeld, Dr. Henry (Personalakt), Assistenten-Prüfung 1865–1868/1877 u. Mk 29 864. (König Ludwig II.-Stipendium)

    Universitätsarchiv München, E-II-683 (Personalakt), I-VII-27 (König Ludwig II.-Stipendium), O-I-56p (Promotionsakten), O-III-1 (Sitzungsprotokolle der Philosophischen Fakultät) u. Y-XVIII-9 Bd. 1. (Senatsakten)

    Archiv der Monumenta Germaniae Historica München, A 40/II, A 47, A 49, A 92/III, A 273 (Arbeitsmaterialien u. Manuskripte), B 223, B 258, B 337, B 392, B 433 u. B 459. (Korrespondenz)

    Stadtarchiv München, Personenmeldebogen (PMB) S 439 u. Stiftungen DE-1992-STI-722. (Spenden an die Armenkasse)

    Deutsches Literaturarchiv Marbach, Archiv, Cotta-Archiv, Cotta:Autorencopierbuch II bis VI, Cotta$Br, Cotta:Briefe, Cotta:Verträge u. Cotta:Copierbuch der Expedition und Druckerei Augsburg sowie Journalcorrespondenten 1872–1878, 1878–1883, 1883–1885. (Korrespondenz)

    Institut für Österreichische Geschichtsforschung Wien, Nachlässe Engelbert Mühlbacher, Theodor von Sickel u. Emil von Ottenthal. (Korrespondenz)

    Gedruckte Quellen:

    Simonsfeld, Henry, in: Wilhelm Zils (Hg.), Geistiges und künstlerisches München in Selbstbiographien, 1913, S. 340 f. (Onlineressource)

    Antonio Olivieri (Hg.), Il carteggio tra Luigi Schiaparelli e Carlo Cipolla (1894–1916), 2020, Nr. 8-19, S. 48-62. (Onlineressource)

  • Werke

    Editionen:

    Chronicon Venetum quod vulgo dicunt Altinate; Annales Venetici breves; Historia ducum Veneticorum; Supplementum ex chronico quod vocant Iustiniani, hg. von Henry Simonsfeld, in: Monumenta Germaniae Historica, Scriptores 14, 1883, S. 1–97. (Onlineressource)

    Mailänder Briefe zur bayerischen und allgemeinen Geschichte des 16. Jahrhunderts, in: Abhandlungen der Königlich Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Historische Classe 22, 1902, S. 231–480 (Onlineressource) u. S. 484–575. (Onlineressource)

    Itinerario di Germania dellʼanno 1492, in: Miscellanea di storia veneta. 2. Ser. 9 (1903), S. 275–345.

    Aus bayerischen Schlossinventaren von 1603, 1604 und 1680, in: Sitzungsberichte der Königlich Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Philosophisch-philologische und historische Klasse, 1910, 5. Abhandlung, S. 3-48. (Onlineressource)

    Monografien:

    Andreas Dandolo und seine Geschichtswerke, 1876. (Onlineressource), ital. in: Archivio Veneto 14 (1877), S. 49–149, auch Sonderdruck. (Onlineressource)

    Venetianische Studien I. Das Chronicon Altinate, 1878 (Onlineressource), ital. in: Archivio Veneto 18-21 (1879–1881).

    Die Deutschen als Colonisatoren in der Geschichte, ²1885. (Onlineressource)

    Der Fondaco dei Tedeschi in Venedig und die deutsch-venetianischen Handelsbeziehungen, 2 Bde., 1887. (Onlineressource), Nachdr. 1968 u. ö.

    Jahrbücher des Deutschen Reiches unter Friedrich I., Bd. 1, 1908. (Onlineressource), Nachdr. 1967.

    Aufsätze:

    Eine deutsche Colonie zu Treviso im späteren Mittelalter. Mit einem Excurs: Freidanks Grabmal, in: Abhandlungen der Königlich Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Historische Classe 19, 1891, S. 543–638. (Onlineressource)

    Zur Geschichte der Cassandra Fedele, in: Studien zur Litteraturgeschichte. Michael Bernays gewidmet von Schülern und Freunden, 1893, S. 96–109. (Onlineressource)

    Bibliografien:

    Almanach der Königlich Bayerischen Akademie der Wissenschaften zum 150. Stiftungsfest, 1909, S. 381–385. (Onlineressource)

    Chronik der Ludwig-Maximilians-Universität München für das Jahr 1909/1910, 1910, S. 73. (Onlineressource)

    Chronik der Ludwig-Maximilians-Universität München für das Jahr 1910/1911, 1911, S. 75 f. (Onlineressource)

    Chronik der Ludwig-Maximilians-Universität München für das Jahr 1911/1912, 1912, S. 81. (Onlineressource)

    Giorgio Ronconi/Paolo Sambin, Scritti di Enrico Simonsfeld, in: Vittorio Lazzarini/Lino Lazzarini, Maestri, scolari, amici. Commemorazioni e profili di storici e letterati a Padova e nel Veneto alla fine dell’Ottocento e nel Novecento, 1999, S. 84–91.

  • Literatur

    Monografien:

    Harry Bresslau, Geschichte der Monumenta Germaniae Historica, 1921, S. 553 f.

    Hedwig Dickerhof Fröhlich, Das historische Studium an der Universität München im 19. Jahrhundert. Vom Bildungsfach zum Universitätsstudium, 1979, S. 112.

    Thomas Breisach, Jüdische Universitätsprofessoren im Königreich Bayern, 2000, S. 296–298.

    Folker Reichert, Gelehrtes Leben. Karl Hampe, das Mittelalter und die Geschichte der Deutschen, 2009, S. 95 f.

    Gregor Klapczynski, Katholischer Historismus? Zum historischen Denken in der deutschsprachigen Kirchengeschichte um 1900. Heinrich Schrörs. Albert Ehrhard. Joseph Schnitzer, 2013, S. 282 f.

    Daniela Rando, Venezia medievale nella Modernità. Storici e critici della cultura europea fra Otto e Novecento, 2014, S. 81.

    Joseph Lemberg, Der Historiker ohne Eigenschaften. Eine Problemgeschichte des Mediävisten Friedrich Baethgen, 2015, S. 34 f.

    Rolf Kießling, Jüdische Geschichte in Bayern. Von den Anfängen bis zur Gegenwart, 2019, S. 95 f.

    Aufsätze:

    Heinrich Günter, Das Historische Seminar, in: Karl Alexander von Müller (Hg.), Die wissenschaftlichen Anstalten der Ludwig-Maximilians-Universität zu München, 1926, S. 193–199, hier S. 197–199. (Onlineressource)

    Walter Goetz, Aus dem Leben eines deutschen Historikers, in: ders., Historiker in meiner Zeit. Gesammelte Aufsätze, hg. v. Herbert Grundmann, 1957, S. 1–87, hier S. 4 f.

    Walter Goetz, Die bayrische Geschichtsforschung im 19. Jahrhundert, in: ders., Historiker in meiner Zeit. Gesammelte Aufsätze, hg. v. Herbert Grundmann, 1957, S. 112–174, hier S. 165–167.

    Wolf Weigand, Henry Simonsfeld (1852−1913), Historiker in München, in: Manfred Treml/Wolf Weigand (Hg.), Geschichte und Kultur der Juden in Bayern. Lebensläufe, 1988, S. 189–194. (Qu)

    Wolfram Siemann, Wilhelm Heinrich Riehl (1823−1897), in: Katharina Weigand (Hg.), Münchner Historiker zwischen Politik und Wissenschaft. 150 Jahre Historisches Seminar der Ludwig-Maximilians-Universität, 2010, S. 95–118, hier S. 114 f.

    Daniela Rando, À la recherche des livres perdus. Deutsche Gelehrte in Venedig 1821–1913, in: Franz Fuchs/Tobias Daniels (Hg.), Venedig und der oberdeutsche Buchmarkt um 1500, 2017, S. 9–36.

    Claudia Märtl, Henry Simonsfeld (1852-1913), in: Martina Hartmann/Annette Marquard-Mois/Maximilian Becker (Hg.), Zwischen Vaterlandsliebe und Ausgrenzung. Die jüdischen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Monumenta Germaniae Historica, 2023, S. 421–453.

    Lexikonartikel:

    [Wolfgang Weber], Art. „Simonsfeld, Henry“, in: ders. (Hg.), Biographisches Lexikon zur Geschichtswissenschaft in Deutschland, Österreich und der Schweiz, ²1987, S. 550.

    [Rainer A. Müller], Art. „Simonsfeld, Henry (1852–1913)“, in: Rüdiger vom Bruch/ders. (Hg.), Historikerlexikon. Von der Antike bis zur Gegenwart, ³2002, S. 307.

    Nachrufe:

    N. N., Professor Dr. Henry Simonsfeld †, in: Münchner Neueste Nachrichten (Vorabendausg.) 66, Nr. 177 v. 8.4.1913, S. 2. (Onlineressource)

    [Hermann Grauert], in: Chronik der Ludwig-Maximilians-Universität München für das Jahr 1912/1913, 1913, S. 11–16. (Onlineressource)

    Atti del Reale Istituto Veneto di Scienze, Lettere ed Arti, ser. 8, Bd. 72 (1912–1913), S. 39-41, Nachdr.: Vittorio Lazzarini, Per la morte di Enrico Simonsfeld, in: ders./Lino Lazzarini, Maestri, scolari, amici. Commemorazioni e profili di storici e letterati a Padova e nel Veneto alla fine dell’Ottocento e nel Novecento, hg. v. Giorgio Ronconi/Paolo Sambin, 1999, S. 81–83.

    Jahrbuch der Königlich Bayerischen Akademie der Wissenschaften 1914, S. 109 f. (Onlineressource)

  • Onlineressourcen

  • Porträts

    Fotografie v. Atelier Josef Leeb, 1883, Stadtarchiv München. (weiterführende Informationen)

    Fotografie, 1891, Deutsches Literaturarchiv Marbach, Abbildung in: Claudia Märtl, Vom begeisterten Mitarbeiter zum Außenseiter. Henry Simonsfeld, in: Monumenta Germaniae Historica, 2021. (Onlineressource)

    Plakette v. Jan Wysocki (1873-1960), 1912, Abbildung in: Gustav E. Pazurek, Plaketten von Jan Wysocki, in: Die Kunst. Monatshefte für freie und angewandte Kunst 30 (1914), S. 13–16, hier S. 16. (Onlineressource)

  • Autor/in

    Claudia Märtl (München)

  • Zitierweise

    Märtl, Claudia, „Simonsfeld, Henry“ in: NDB-online, veröffentlicht am 01.04.2023, URL: https://www.deutsche-biographie.de/117398217.html#dbocontent

    CC-BY-NC-SA