Lebensdaten
1923 – 2010
Geburtsort
Karlsruhe-Rheinhafen
Sterbeort
Weiler-Simmerberg (Allgäu)
Beruf/Funktion
Publizist ; Publizistikwissenschaftler ; Hochschullehrer ; Journalist ; Sozialwissenschaftler
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 118511238 | OGND | VIAF: 98414757
Namensvarianten
  • Harald Carl Fritz Pross
  • Pross, Harry
  • Harald Carl Fritz Pross
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Biografische Lexika/Biogramme

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Zitierweise

Pross, Harry, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd118511238.html [12.06.2024].

CC0

  • Seit Mitte der 1950er Jahre ein bedeutender Publizist der Bundesrepublik, wirkte Harry Pross von 1968 bis 1983 als Professor für Publizistik an der Freien Universität Berlin. Hier entwickelte er eine anthropologisch-semiotisch geprägte Kommunikations- und Medientheorie, in der die Frage nach Selbst- und Fremdbestimmung zentral ist, und verankerte als „Berliner Modell“ eine enge Verzahnung von Theorie und Praxis im Studienplan.

    Lebensdaten

    Geboren am 2. September 1923 in Karlsruhe-Rheinhafen
    Gestorben am 11. März 2010 in Weiler-Simmerberg (Allgäu)
    Grabstätte Friedhof (Grabstätte H / VII / 14) in Weiler-Simmerberg
    Konfession evangelisch
    Harry Pross, FU Berlin (InC)
    Harry Pross, FU Berlin (InC)
  • Lebenslauf

    2. September 1923 - Karlsruhe-Rheinhafen

    1930 - 1941 - Karlsruhe

    Schulbesuch (Abschluss: Notabitur)

    Reformgymnasium

    1942 - 1944 - Sowjetunion

    Kriegsdienst; Offizierslehrgang; Lazarett

    Wehrmacht

    1945 - 1949 - Heidelberg

    Studium der Sozialwissenschaften

    Universität

    1945 - Heidelberg

    Mitbegründer

    Gesellschaft der Jugend (Pfadfinderverein)

    1948 - 1948 - Neustadt an der Haardt

    Redaktionsvolontariat

    Die Rheinpfalz (Tageszeitung)

    1949 - Heidelberg

    Promotion (Dr. phil.)

    Universität

    1949 - 1953

    Redakteur

    Ost-Probleme (Wochenschrift)

    1952 - 1953 - Stanford (Kalifornien, USA); New York City

    Research Fellow for Advanced Studies (Travel Commonwealth Fund)

    Stanford University; Columbia University; New School for Social Research

    1953 - 1955 - Bonn

    Deutschlandkorrespondent

    Haagse Post (Wochenzeitung)

    1954 - 1955 - Wilhelmshaven

    wissenschaftlicher Assistent (Soziologie)

    Hochschule für Arbeit, Politik und Wirtschaft

    1955 - 1960 - Stuttgart; Baden-Baden

    Redakteur

    Deutsche Rundschau (Monatsschrift)

    1961 - 1963 - Ulm; Berlin

    Gastdozent

    Hochschule für Gestaltung; Freie Universität

    1962 - 1969

    Mitherausgeber

    Neue Rundschau (Literaturzeitschrift)

    1963 - 1968 - Bremen

    Chefredakteur

    Radio Bremen

    1968 - 1983 - Berlin

    Professor für Publizistik

    Freie Universität

    1984 - 1993 - Weiler-Simmerberg (Allgäu)

    Gastgeber der jährlichen Internationalen Kornhaus-Seminare

    Westallgäuer Heimatverein

    1988 - Weiler-Simmerberg

    Mitbegründer

    Kurt-Tucholsky-Gesellschaft e. V.

    11. März 2010 - Weiler-Simmerberg (Allgäu)
  • Genealogie

    Vater Fritz Pross 1891–1980 Direktor einer Tubenfabrik in Karlsruhe-Rheinhafen; Freimaurer; Soldat im Ersten Weltkrieg; Mitglied des Stahlhelm. Bund der Frontsoldaten
    Großvater väterlicherseits Carl Friedrich Pross 1853–1909
    Großmutter väterlicherseits Auguste Pross, geb. Koch 1854–1930
    Mutter Ella Pross, geb. Willadt 1897–1981
    Großvater mütterlicherseits Carl Willadt 1869–1922
    Großmutter mütterlicherseits Frieda Willadt, geb. Bischoff 1869–1918
    Bruder Reiner Pross 1926–1992
    1. Heirat 1949
    Ehefrau Helge Agnes Pross , geb. Nyssen 1927–1984 aus Düsseldorf; Soziologin; 1965–1976 Dozentin an der Universität Gießen, Mitgründerin des Seminars für Soziologie; 1976–1983 ordentliche Professorin an der Universität-Gesamthochschule Siegen
    Schwiegervater Robert Nyssen
    Schwiegermutter Gertrud Nyssen
    Scheidung 1954
    2. Heirat 1955
    Ehefrau Heddy Pross-Weerth 1917–2004 aus Detmold; Dr. phil.; Slawistin, Literaturkritikerin, Übersetzerin, Schriftstellerin
    Schwiegervater Karl Emil Ferdinand Weerth 1881–1960 aus Detmold; Altphilologe; Gymnasiallehrer
    Schwiegermutter Harriet Weerth, geb. Carius
    Adoptivtochter Warja Saacke Tochter der Heddy Weerth
    Scheidung 1969
    3. Heirat 1970
    Ehefrau Christa Dericum 1932–2014 aus Rheinberg am Niederrhein; Dr. phil.; Schriftstellerin, Journalistin, Historikerin
    Scheidung 1984
    4. Heirat 1985
    Ehefrau Marianne Ruth Pross , geb. Katz 1936–2017
    Schwiegervater Friedrich Adolf Katz 1883–1956 aus Markirch (Elsass); Bankdirektor in Karlsruhe; 1945–1947 Oberbürgermeister von Pforzheim
    Diese Grafik wurde automatisch erzeugt und bietet nur einen Ausschnitt der Angaben zur Genealogie.

    Pross, Harry (1923 – 2010)

    • Vater

      Fritz Pross

      1891–1980

      Direktor einer Tubenfabrik in Karlsruhe-Rheinhafen; Freimaurer; Soldat im Ersten Weltkrieg; Mitglied des Stahlhelm. Bund der Frontsoldaten

      • Großvater väterlicherseits

        Carl Friedrich Pross

        1853–1909

      • Großmutter väterlicherseits

        Auguste Pross

        1854–1930

    • Mutter

      Ella Pross

      1897–1981

      • Großvater mütterlicherseits

        Carl Willadt

        1869–1922

      • Großmutter mütterlicherseits

        Frieda Willadt

        1869–1918

    • Bruder

      Reiner Pross

      1926–1992

    • 1.·Heirat

      • Ehefrau

        Helge Agnes Pross

        1927–1984

        aus Düsseldorf; Soziologin; 1965–1976 Dozentin an der Universität Gießen, Mitgründerin des Seminars für Soziologie; 1976–1983 ordentliche Professorin an der Universität-Gesamthochschule Siegen

    • 2.·Heirat

      • Ehefrau

        Helge Agnes Pross

        1927–1984

        aus Düsseldorf; Soziologin; 1965–1976 Dozentin an der Universität Gießen, Mitgründerin des Seminars für Soziologie; 1976–1983 ordentliche Professorin an der Universität-Gesamthochschule Siegen

    • 3.·Heirat

      • Ehefrau

        Helge Agnes Pross

        1927–1984

        aus Düsseldorf; Soziologin; 1965–1976 Dozentin an der Universität Gießen, Mitgründerin des Seminars für Soziologie; 1976–1983 ordentliche Professorin an der Universität-Gesamthochschule Siegen

    • 4.·Heirat

      • Ehefrau

        Helge Agnes Pross

        1927–1984

        aus Düsseldorf; Soziologin; 1965–1976 Dozentin an der Universität Gießen, Mitgründerin des Seminars für Soziologie; 1976–1983 ordentliche Professorin an der Universität-Gesamthochschule Siegen

  • Biografie

    alternativer text
    Harry Pross, FU Berlin (InC)

    Pross wuchs in Karlsruhe auf, wo sein Vater eine Tubenfabrik leitete. Infolge einer Atemwegserkrankung zog er Mitte der 1920er Jahre mit seinen Eltern nach Albtal bei Ettlingen (Schwarzwald), wo er bündische Neigungen entwickelte und in Eberhard Koebel (1907–1955) ein Vorbild fand. Nach Karlsruhe zurückgekehrt, besuchte er hier das Reformgymnasium, erlebte die Zeit des Nationalsozialismus als Mitglied des Deutschen Jungvolks und verblieb in dieser Jugendorganisation der Hitler-Jugend als Fähnleinführer. Im September 1939 meldete sich Pross freiwillig zur Wehrmacht. Nach dem Notabitur kämpfte er im Zweiten Weltkrieg von 1942 bis 1944 an der Ostfront und wurde schwer verwundet.

    Seit Winter 1945 studierte Pross Sozialwissenschaften an der Universität Heidelberg, wo ihn die Soziologen Hans von Eckardt (1890–1957) und Alfred Weber (1868–1958), die Juristen Gustav Radbruch (1878–1949) und Walter Jellinek (1885–1955) sowie der Politologe Dolf Sternberger (1907–1989) prägten. Seit 1948 volontierte Pross in der Redaktion der Tageszeitung „Die Rheinpfalz“ in Neustadt an der Haardt, arbeitete für mehrere Druck- sowie Hörfunkmedien und setzte sich mit den Schriften des französischen Philosophen Albert Camus (1913–1960) auseinander.

    1949 bei Weber in Heidelberg mit der Studie „Nationale und soziale Prinzipien in der Bündischen Jugend“ zum Dr. phil. promoviert, entschied sich Pross für einen journalistischen Werdegang und wurde Redakteur bei „Ost-Probleme“, einer Wochenschrift der US-amerikanischen Militärregierung. 1952/53 hielt er sich als Stipendiat des Commonwealth Fund in Stanford (Kalifornien, USA) und New York City auf, lernte die US-amerikanische Kommunikationsforschung kennen und wurde v. a. von der Propaganda-Forschung Harold Dwight Lasswells (1902–1978) beeinflusst.

    Nach seiner Rückkehr arbeitete Pross als Korrespondent für die niederländische Wochenzeitung „Haagse Post“ in Bonn, beteiligte sich publizistisch wie finanziell an dem von Victor Otto Stomps (1897–1970) gegründeten Verlag „Eremiten Presse“ und nahm 1954 eine Assistentenstelle bei dem Soziologen Max Graf zu Solms (1893–1968) an der Hochschule für Arbeit, Politik und Wirtschaft in Wilhelmshaven an. Seit 1955 hauptberuflich als alleiniger Redakteur der „Deutschen Rundschau“ unter Herausgeber Rudolf Pechel (1882–1961) tätig, verlieh er der politischen Publizistik innerhalb der Monatsschrift größeres Gewicht und gab v. a. Autoren der Emigration eine Stimme.

    1958 erwarb Pross ein Bauernhaus in Weiler (Allgäu) und wurde 1960 von Pechel aus der Redaktion der „Deutschen Rundschau“ entlassen. Anschließend folgte er Einladungen zu Gastdozenturen an der Hochschule für Gestaltung Ulm und der FU Berlin, bei denen er ein vertieftes Interesse für Semiotik entwickelte. Seit 1963 Chefredakteur von „Radio Bremen“, machte Pross in der Folgezeit die Pressefreiheit zu seinem publizistischen und wissenschaftlichen Lebensthema. 1967 legte er mit „Moral der Massenmedien“ eine kritische Abhandlung über die Kommunikationshistorie aus kultursoziologischer Perspektive vor, die im Fach ambivalent rezipiert wurde: Während Wolfgang R. Langenbucher (geb. 1938) den originellen Blickwinkel der Studie würdigte, kritisierte Winfried B. Lerg (1932–1995) dessen mangelnde Wissenschaftlichkeit.

    1968 wurde Pross ohne Habilitation zum ordentlichen Professor am Institut für Publizistik der FU Berlin berufen. Neben seiner Reputation als Publizist verdankte er diesen Karriereschritt einer Strukturkrise im Fach (u. a. Nachwuchsmangel, geringes öffentliches Ansehen, Missverhältnis von Studierenden und Dozierenden) und der Unterstützung von Seiten der Studentenbewegung. Pross folgte einem praxisorientierten Fachverständnis, das nicht der gängigen, u. a. von Elisabeth Noelle-Neumann (1916–2010) und Henk Prakke (1900–1992) vertretenen empirischen Massenkommunikationsforschung entsprach, weswegen er als fachlicher Außenseiter galt.

    1973 wurde unter der Leitung von Pross ein neuer Studienplan ausgearbeitet, das sog. Berliner Modell, das alle wesentlichen Aspekte seines praxisbezogenen, interdisziplinären Fachverständnisses umfasste: ein Grundstudium (Fallstudien, Kommunikationspolitik, Politische Ökonomie etc.) unterteilt in Wahlveranstaltungen und Pflichtkurse, u. a. zu allgemeiner Zeichentheorie, sowie ein Hauptstudium, bestehend aus theoretischen Medienseminaren (Presse, Rundfunk etc.), fachspezifischen Seminaren aus den benachbarten Sozialwissenschaften Politik, Wirtschaft und Kultur, praktischen Laboren (u. a. Hörfunk, Öffentlichkeitsarbeit) und berufsorientierten Projekten. Pross entwickelte einen anthropologisch-semiotisch fundierten Ansatz über Medien und Kommunikation und legte interdisziplinär angelegte Publikationen vor, u. a. „Publizistik. Thesen zu einem Grundcolloquium“ (1970), „Die meisten Nachrichten sind falsch. Für eine neue Kommunikationspolitik“ (1971) und „Politische Symbolik. Theorie und Praxis der öffentlichen Kommunikation“ (1974). Er publizierte regelmäßig in außerwissenschaftlichen Kontexten, um seine kommunikationspolitischen Denkmotive und Problemstellungen einem größeren Publikum zugänglich zu machen.

    1983 wegen seines Status als Schwerkriegsbeschädigter vorzeitig emeritiert, veranstaltete Pross von 1984 bis 1993 in seinem Allgäuer Wohnort jährlich Internationale Kornhaus-Seminare zu interdisziplinären Kulturthemen. 1988 war er Mitbegründer der Kurt-Tucholsky-Gesellschaft, die ihm 2001 den Kurt-Tucholsky-Preis für literarische Publizistik verlieh. Sein semiotischer Ansatz wurde von Ivan Bystřina (1924–2004) und Marlene Posner-Landsch (geb. 1941) an der FU Berlin weitergeführt.

  • Auszeichnungen

    1950 Mitglied im Hessischen Landesverband des Deutschen Journalistenverbands
    1959 Mitglied im Deutschen PEN-Zentrum (Bundesrepublik)
    2001 Kurt-Tucholsky-Preis der Kurt-Tucholsky-Gesellschaft und Kurt-Tucholsky-Stiftung
  • Quellen

    Nachlass:

    Deutsches Literaturarchiv, Marbach am Neckar.

    Weitere Archivmaterialien:

    Archiv der Freien Universität Berlin, FB KommWiss (dienstliche Korrespondenz); WE3, Professoren (Professorenakte).

  • Werke

    Monografien und Herausgeberschaften:

    Nationale und soziale Prinzipien in der Bündischen Jugend. Ein wissenssoziologischer Versuch, 1949. (Diss. phil.)

    Harry Pross/Golo Mann, Außenpolitik, 1958.

    Die Zerstörung der deutschen Politik. Dokumente 1871–1933, 1959, durchges. Neuausg. 1983. (Hg.)

    Literatur und Politik. Geschichte und Programme der politisch-literarischen Zeitschrift im deutschen Sprachgebiet seit 1870, 1963, Sonderausg. 1967.

    Deutsche Presse seit 1945, 1965. (Hg.)

    Moral der Massenmedien. Prolegomena zu einer Theorie der Publizistik, 1967.

    Publizistik. Thesen zu einem Grundcolloquium, 1970.

    Die meisten Nachrichten sind falsch. Für eine neue Kommunikationspolitik, 1971.

    Protest. Versuch über das Verhältnis von Form und Prinzip, 1971.

    Söhne der Kassandra. Versuch über deutsche Intellektuelle, 1971.

    Mitteilung und Herrschaft. Anmerkungen zur Rundfunkpolitik, 1972.

    Medienforschung. Film, Funk, Presse, Fernsehen, 1972.

    Politische Symbolik. Theorie und Praxis der öffentlichen Kommunikation, 1974.

    Harry Pross/Hanno Beth, Einführung in die Kommunikationswissenschaft, 1976.

    Politik und Publizistik in Deutschland seit 1945. Zeitbedingte Positionen, 1980.

    Zwänge. Essay über symbolische Gewalt, 1981.

    Harry Pross/Claus-Dieter Rath (Hg.), Rituale der Medienkommunikation. Gänge durch den Medienalltag, 1983.

    Kitsch. Soziale und politische Aspekte einer Geschmacksfrage, 1985. (Hg.)

    Protestgesellschaft. Von der Wirksamkeit des Widerspruchs, 1992.

    Memoiren eines Inländers. 1923–1993, 1993.

    Der Mensch im Mediennetz. Orientierung in der Vielfalt, 1996.

    Zeitungsreport. Deutsche Presse im 20. Jahrhundert, 2000.

    Lob der Anarchie. Erfahrenes und Erlesenes, 2003.

    Aufsätze und Artikel:

    Über Vor- und Nachnazismus, in: Gewerkschaftliche Monatshefte 12 (1961), S. 452–461. (Onlineressource)

    Vom Missbrauch der Massenmedien. Höhlenkomplex und Icherweiterung, in: Merkur 26 (1972), S. 320–331.

    Innere Pressefreiheit, in: Gert von Eynern (Hg.), Wörterbuch zur politischen Ökonomie, 1973, S. 302–306.

    Demokratische Postulate und Machtvorbehalt, in: Manfred Kötterheinrich/Ulrich Neveling/Ulrich Pätzold/Hendrik Schmidt (Hg.), Rundfunkpolitische Kontroversen. Zum 80. Geburtstag von Fritz Eberhard, 1976, S. 147–157.

    Kommunikationspolitik und neue Medien, in: Helga Reimann/Horst Reimann (Hg.), Information, 1977, S. 21–36.

    Das Berliner Modell, in: Walter Hömberg (Hg.), Journalistenausbildung. Modelle, Erfahrungen, Analysen, 1978, S. 149–158.

    Rundfunk für alle. Die überfällige Aufgabe, in: Gewerkschaftliche Monatshefte 30 (1979), S. 607–618. (Onlineressource)

    Geschichte und Mediengeschichte, in: Erhard Schreiber/Wolfgang R. Langenbucher/Walter Hömberg (Hg.), Kommunikation im Wandel der Gesellschaft. Otto B. Roegele zum 60. Geburtstag, 1980, S. 25–35.

    Signalökonomie. Zum Verhältnis von Publizistik und Semiotik, in: Günter Bentele (Hg.), Semiotik und Massenmedien, 1981, S. 50–54.

    Hierarchy of Political Values and their Communication, in: International Political Science Review 3 (1982), S. 205–211.

    Ritualismus und Signalökonomie, in: Harry Pross/Claus-Dieter Rath (Hg.), Rituale der Medienkommunikation. Gänge durch den Medienalltag, 1983, S. 8–12.

    Fernsehen als Symbolsystem, in: Peter Gerlitz (Hg.), Symbolon. Jahrbuch für Symbolforschung N. F 7 (1985), S. 153–160.

    Terminzwang und Signalökonomie, in: Harald Petri (Red.), Sprache – Sprachverfall – Sprache im Wandel – Was wird aus unserer Sprache?, 1986, S. 245–261.

    Magie der Massenmedien, in: Arnold Zingerle/Carlo Mongardini (Hg.), Magie und Moderne, 1987, S. 155–171.

    Instrumentalisierung der Wissenschaft 1933, in: Gewerkschaftliche Monatshefte 38 (1987), S. 171–180. (Onlineressource)

    Entmündigung der Öffentlichkeit? Zur medienpolitischen Entwicklung seit 1945, in: Hans Ulrich Reck (Hg.), Kanalarbeit. Medienstrategie im Kulturwandel, 1988, S. 205–221.

    „Informationsgesellschaft“ als globaler Tele-Zoo, in: Gewerkschaftliche Monatshefte 41 (1990), S. 54–61. (Onlineressource)

    Der Sozialismus wird überleben, in: ebd., S. 526–534. (Onlineressource)

    „Universum der technischen Bilder“, in: Wolfgang König/Marlene Landsch (Hg.), Kultur und Technik. Zu ihrer Theorie und Praxis in der modernen Lebenswelt, 1993, S. 139–157.

    Solidarität in der „Mediengesellschaft“ oder: der Mensch im Mediennetz, in: Gewerkschaftliche Monatshefte 45 (1994), S. 344–349. (Onlineressource)

    Art. „Mendelssohn, Peter de“, in: Neue Deutsche Biographie, Bd. 17, 1994, S. 63–65. (Onlineressource)

    Eitelkeit, Neugier und Langeweile, in: Gerhard Maletzke/Rüdiger Steinmetz (Hg.), Zeiten und Medien – Medienzeiten. Festschrift zum 60. Geburtstag von Karl Friedrich Reimers, 1995, S. 78–90.

    Die mediatisierte Zeit, in: Harald Petri (Hg.), Zeit – Zeitgeist – Geist, 1997, S. 70–87.

    Kommunikationstheorie für die Praxis, in: Arnulf Kutsch/Horst Pöttker (Hg.), Kommunikationswissenschaft – autobiografisch. Zur Entwicklung einer Wissenschaft in Deutschland, 1997, S. 120–138.

  • Literatur

    Festschriften:

    Ulrich Pätzold/Hendrik Schmidt (Hg.), Solidarität gegen Abhängigkeit. Auf dem Weg zur Mediengewerkschaft. Harry Pross zum 50. Geburtstag, 1973.

    Hanno Beth (Hg.), Feder-Lese. Publizistik zwischen Distanz und Engagement. Harry Pross zum 60. Geburtstag, 1983.

    Christian Weischer (Hg.), Dialoge. Zehn Jahre Kornhaus-Seminar. Festschrift für Harry Pross zum 70., 1993.

    Aufsätze und Artikel:

    Wolfgang R. Langenbucher, Harry Pross. Moral der Massenmedien. Prolegomena zu einer Theorie der Publizistik, in: Rundfunk und Fernsehen 16 (1968), S. 60–62.

    Winfried Lerg, Harry Pross. Publizistik, in: Publizistik 17 (1972), S. 101 f.

    Otto Schlie, Harry Pross. Die meisten Nachrichten sind falsch, in: ebd., S. 248 f.

    Helmut Cron, Neue Aspekte der Kommunikationspolitik, in: Merkur 26 (1972), S. 397–400.

    Kurt Koszyk, Harry Pross. Medienforschung, in: Publizistik 18 (1973), S. 99.

    Hanno Beth, Harry Pross. Mitteilung und Herrschaft, in: ebd., S. 397 f.

    Holger Rust, Harry Pross. Medienforschung, in: Rundfunk und Fernsehen 21 (1973), S. 444 f.

    Klaus Merten, Harry Pross. Einführung in die Kommunikationswissenschaft, in: Publizistik 22 (1977), S. 215–217.

    Friedhelm Kröll, Harry Pross. Politische Symbolik, in: Publizistik 24 (1979), S. 564–566.

    Wilfried Scharf, Harry Pross. Zwänge. Essay über symbolische Gewalt, in: Publizistik 28 (1983), S. 145–147.

    Günter Bentele, Harry Pross (1970). Publizistik. Thesen zu einem Grundcolloquium, in: Christina Holtz-Bacha/Arnulf Kutsch (Hg.), Schlüsselwerke für die Kommunikationswissenschaft, 2002, S. 353–356.

    Hans Bohrmann, Harry Pross 80 Jahre, in: Publizistik 48 (2003), S. 478 f.

    Klaus Beck, Harry Pross (2.9.1923–11.3.2010), in: Publizistik 55 (2010), S. 197 f.

    Wolfgang R. Langenbucher, Art. „Harry Pross“, in: Michael Meyen/Thomas Wiedemann (Hg.), Biografisches Lexikon der Kommunikationswissenschaft, 2014. (Onlineressource)

    Klaus Beck, Harry Pross. Signalökonomie und „neue Kommunikationspolitik“, in: Medien & Kommunikationswissenschaft 63 (2015), S. 557–575.

    Freddy Zeitz, Die Berufung von Harry Pross auf den Lehrstuhl für Publizistik, in: Maria Löblich/Niklas Venema (Hg.), „Regierungszeit des Mittelbaus“? Annäherung an die Berliner Publizistikwissenschaft nach der Studentenbewegung, 2020, S. 305–336.

    Nachrufe:

    Willi Winkler, Leidenschaftlicher Aufbauhelfer. Zum Tode des Publizisten Harry Pross, in: Süddeutsche Zeitung v. 16.3.2010.

    Jens Brüning, Humanist im Medienbetrieb, Deutschlandfunk Kultur v. 15.3.2010. (Onlineressource)

    Dieter Korczak, Spuren der Erinnerung an Harry Pross, in: ders. (Hg.), Spurensuche. Kulturwissenschaftliche Interpretationen und gesellschaftliche Rezeption, 2010, S. 241–251.

    Manfred Bosch, „...einer, der in die Öffentlichkeit hineinzuwirken versucht“. Kleiner Versuch über bemerkenswerte Publizisten, die im Kreis Lindau ihre Wirkungsstätte fanden, in: Jahrbuch des Landkreises Lindau 26 (2011), S. 51–75, hier S. 66–69. (P) (Onlineressource)

  • Onlineressourcen

  • Autor/in

    Freddy Zeitz (München)

  • Zitierweise

    Zeitz, Freddy, „Pross, Harry“ in: NDB-online, veröffentlicht am 01.04.2023, URL: https://www.deutsche-biographie.de/118511238.html#dbocontent

    CC-BY-NC-SA