Lebensdaten
1930 – 2004
Geburtsort
Marburg an der Lahn
Sterbeort
Bansin/Usedom
Beruf/Funktion
Historiker ; Hochschullehrer
Konfession
evangelisch-lutherisch
Normdaten
GND: 117744301 | OGND | VIAF: 108305747
Namensvarianten
  • Mommsen, Wolfgang Justin
  • Mommsen, Wolfgang J.
  • Mommsen, Wolfgang Justin
  • mehr

Objekt/Werk(nachweise)

Verknüpfungen

Verknüpfungen zu anderen Personen wurden aus den Registerangaben von NDB und ADB übernommen und durch computerlinguistische Analyse und Identifikation gewonnen. Soweit möglich wird auf Artikel verwiesen, andernfalls auf das Digitalisat.

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Auf der Karte werden im Anfangszustand bereits alle zu der Person lokalisierten Orte eingetragen und bei Überlagerung je nach Zoomstufe zusammengefaßt. Der Schatten des Symbols ist etwas stärker und es kann durch Klick aufgefaltet werden. Jeder Ort bietet bei Klick oder Mouseover einen Infokasten. Über den Ortsnamen kann eine Suche im Datenbestand ausgelöst werden.

Zitierweise

Mommsen, Wolfgang J., Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd117744301.html [22.02.2024].

CC0

  • Wolfgang J. Mommsen war als Wissenschaftler und akademischer Lehrer einer der einflussreichsten deutschen Neuzeit-Historiker zwischen 1960 und 2000. Mit seinen Werken zu Max Weber, dem Wilhelminischen Kaiserreich und dem modernen Imperialismus trug er maßgeblich zur Etablierung eines erneuerten und demokratischen Geschichtsbilds in der Bundesrepublik bei.

    Lebensdaten

    geboren am 5. November 1930 in Marburg an der Lahn
    gestorben am 11. August 2004 in Bansin/Usedom
    Grabstätte Evangelischer Friedhof Kaiserswerth in Düsseldorf
    Konfession evangelisch-lutherisch
    Wolfgang J. Mommsen (InC)
    Wolfgang J. Mommsen (InC)
  • Lebenslauf

    5. November 1930 - Marburg an der Lahn

    1937 - 1941 - Marburg an der Lahn

    Schulbesuch

    Volksschule

    1941 - 1947 - Marburg an der Lahn

    Schulbesuch

    Städtisches Realgymnasium für Jungen

    1947 - 1948 - Bremen

    Schulbesuch

    Oberrealschule am Barghof

    1948 - 1951 - Marburg an der Lahn

    Schulbesuch (Abschluss: Abitur)

    Städtisches Realgymnasium für Jungen

    1951 - 1953 - Marburg an der Lahn

    Studium der Geschichte, Philosophie, Politische Wissenschaften, Kunstgeschichte

    Universität

    1953 - 1958 - Köln

    Fortsetzung des Studiums

    Universität

    1955 - 1956 - Köln

    Wissenschaftliche Hilfskraft am Lehrstuhl von Theodor Schieder (1908–1984)

    Universität

    1956 - Köln

    Wissenschaftliche Prüfung für das Lehramt; Fächer Geschichte und Philosophie, Beifach Kunstgeschichte

    Universität

    1958 - Köln

    Promotion (Dr. phil.)

    Universität

    1958 - 1959 - Leeds; London

    British Council Scholar in England

    1959 - 1967 - Köln

    Assistent am Lehrstuhl von Schieder

    Universität

    1961 - Ithaca (New York, USA)

    Visiting Assistant Professor

    Cornell University

    1964 - Heidelberg

    Kontroverse um seine Dissertation über Max Weber

    15. Deutscher Soziologentag

    1967 - Köln

    Habilitation für mittlere und neuere Geschichte

    Universität

    1967 - 1968 - Karlsruhe

    Vertretungsprofessur

    Technische Hochschule

    1968 - 1996 - Düsseldorf

    ordentlicher Professor für Mittlere und Neuere Geschichte

    Universität

    1968 - 1969 - Princeton (New Jersey, USA)

    Fellow

    Institute for Advanced Study

    1970 - Amsterdam

    Gastprofessor

    Universität

    1971 - 1972 - Oxford (Großbritannien)

    Gastprofessor Volkswagenstiftung

    St. Anthony’s College

    1973 - Washington, DC

    Gastprofessor Volkswagenstiftung

    School of Advanced International Studies of the Johns Hopkins University

    1976 - London (Ontario, Kanada)

    Visiting Professor

    University of Western Ontario

    1977 - 1985 - London (Großbritannien)

    Direktor

    Deutsches Historisches Institut

    1981 - 1983 - London

    Gastprofessor

    London School of Economics

    1988 - 1992

    Vorsitzender

    Verband der Historiker Deutschlands

    1990 - Washington, DC

    Fellow

    Woodrow Wilson Center

    1992 - 1993 - München

    Fellow

    Historisches Kolleg

    1993 - 2004 - Berlin

    Projektleiter

    Jahresberichte für deutsche Geschichte

    1998 - 1999 - Berlin

    Robert-von-Mohl-Professor

    Europäisches Zentrum für Staatswissenschaften und Staatspraxis

    2002 - 2003 - Erfurt

    Stipendiat

    Max-Weber-Kolleg

    11. August 2004 - Bansin/Usedom
  • Genealogie

    Vater Wilhelm Mommsen 1892–1966 Historiker, 1929 o. Professor für Mittlere und Neuere Geschichte und Direktor des Historischen Seminars der Universität Marburg
    Großvater väterlicherseits Karl Mommsen 1861–1922 Bankier, Politiker (Freisinnige Vereinigung)
    Mutter Marie Therese Mommsen, geb. Iken 1894–1974
    Bruder Karl Mommsen 1923–1976 Historiker
    Bruder Friedrich Jens Mommsen 1927–2008 evangelischer Pfarrer
    Bruder Hans Mommsen 1930–2015 Historiker
    Heirat 1965 in Köln
    Ehefrau Ingeborg-Sabine Adelheid Nora Irma Mommsen, geb. von Schalburg geb. 17.3.1939
    Kinder zwei Söhne, zwei Töchter
    Urgroßvater Theodor Mommsen 1817–1903 Historiker, Nobelpreis für Literatur 1902
    Onkel väterlicherseits Konrad Mommsen 1896–1973 Kaufmann, Publizist, Politiker
    Onkel väterlicherseits Theodor Ernst Mommsen 1905–1958 Historiker an der Yale University, New Haven (Connecticut, USA)
    Onkel väterlicherseits Wolfgang Arthur Mommsen 1907–1986 Historiker und Archivar; Präsident des Bundesarchivs 1967–1972
    Onkel väterlicherseits Ernst Wolf Mommsen 1910–1979 Jurist, Industrie-Manager, Regierungsbeamter
    Großtante väterlicherseits Marie Mommsen 1855–1936 verh. mit Ulrich Frhr. von Wilamowitz-Moellendorff (1848–1931), Altphilologe
    Großonkel väterlicherseits Ernst Mommsen 1863–1930 Mediziner; Leibarzt von Kaiser Wilhelm II. (1859–1941) und der Familie Siemens
    Diese Grafik wurde automatisch erzeugt und bietet nur einen Ausschnitt der Angaben zur Genealogie.

    Mommsen, Wolfgang J. (1930 – 2004)

    • Vater

      Wilhelm Mommsen

      1892–1966

      Historiker, 1929 o. Professor für Mittlere und Neuere Geschichte und Direktor des Historischen Seminars der Universität Marburg

      • Großvater väterlicherseits

        Karl Mommsen

        1861–1922

        Bankier, Politiker (Freisinnige Vereinigung)

    • Mutter

      Marie Therese Mommsen

      1894–1974

    • Heirat

      in

      Köln

  • Biografie

    Mommsen entstammt einer traditionsreichen Gelehrten- und Historikerfamilie. Er wuchs in Marburg an der Lahn auf und studierte von 1951 bis 1956 Geschichte, Philosophie, Politische Wissenschaften und Kunstgeschichte in Marburg und Köln. Nachdem er 1956 bei Theodor Schieder (1908–1984) sein Staatsexamen abgelegt hatte, wurde er 1958 bei diesem mit der Arbeit „Max Weber und die deutsche Politik“ zum Dr. phil. promoviert, die ihn international bekannt machte. Nach der (ungedruckten) Habilitation zur Vorgeschichte des Ersten Weltkriegs 1967 übernahm Mommsen eine Vertretungsprofessur in Karlsruhe, bevor er 1968 an der neu gegründeten Universität Düsseldorf eine ordentliche Professur für Mittlere und Neuere Geschichte erhielt. Neben der Aufbauarbeit in Düsseldorf vertiefte er seine Kontakte insbesondere nach Großbritannien und den USA, wo er zahlreiche Gastprofessuren und Fellowships an herausragenden Forschungseinrichtungen übernahm. Besonders eng war Mommsens Bindung an Großbritannien, wo er von 1977 bis 1985 das neu gegründete Deutsche Historische Institut (DHI) leitete und einen regen Austausch zwischen britischen und deutschen Historikern initiierte. Von 1988 bis 1992 amtierte er als Vorsitzender des Verbandes der Historiker Deutschlands und leitete als solcher den Bochumer Vereinigungs-Historikertag 1990. 1996 emeritiert, zog er nach Berlin.

    Mommsens wissenschaftliches Werk umfasst im Wesentlichen vier Themenschwerpunkte, die bereits in seiner Dissertation angelegt waren und eng miteinander verknüpft sind. An erster Stelle waren es Max Weber (1864–1920) und dessen Werk, das Mommsen seit Mitte der 1970er Jahre in einer historisch-kritischen Gesamtausgabe mit Kollegen aus der Soziologie herauszugeben begann. Während er anfänglich Weber als Nationalisten und Imperialisten deutete und damit in der deutschen Fachwelt für Empörung sorgte, verlagerte sich sein Interesse später auf Webers methodologisches Werk und dessen Inspirationen für die Neuausrichtung einer „Geschichtswissenschaft jenseits des Historismus“ (1971), so der Titel von Mommsens Düsseldorfer Antrittsvorlesung 1970.

    Ausgehend von Weber wurde die Auseinandersetzung mit geschichtstheoretischen Fragen zum zweiten Hauptarbeitsgebiet in Mommsens Schaffen, zu dem sich seit den 1960er Jahren zahlreiche Arbeiten zum europäischen Imperialismus gesellten. Bei diesem dritten Themenbereich ragen die vielfach übersetzte und nachgedruckte Synthese zum „Zeitalter des Imperialismus“ (1969) sowie der diese Arbeitsphase abschließende Überblick über „Imperialismustheorien“ (1977) heraus. Den vierten Untersuchungsschwerpunkt bildete die unmittelbare Vorgeschichte des Ersten Weltkriegs, der sich Mommsen in seiner Habilitationsschrift zuwandte. Mit dem Ansatz einer sozialhistorisch erweiterten politischen Strukturanalyse deutete er das Wilhelminische Zeitalter in seinen zahlreichen verfassungsrechtlichen Kompromissen zwischen traditionellen Eliten und liberalen Zeittendenzen als „System umgangener Entscheidungen“.

    Neben zahlreichen Aufsätzen analysierten Mommsens umfangreiche Bände „Das Ringen um den nationalen Staat“ (1993) sowie „Bürgerstolz und Weltmachtstreben“ (1995) die deutsche Geschichte zwischen 1850 und 1918 als politische Sozialgeschichte und präsentierten die Essenz aus über 30 Jahren historischer Forschung. Eine weitere Synthese bildete „Die Urkatastrophe Deutschlands“ (2002), die als Handbuch-Überblick eine Geschichte des Ersten Weltkriegs lieferte.

    In Mommsens Persönlichkeit verbanden sich Gelehrsamkeit mit politischem Engagement als sozialliberaler Intellektueller, wobei er die polemische Auseinandersetzung mit Fachkollegen und politischer Öffentlichkeit nicht scheute, wie seine Einmischung in die Weber-Diskussion, in die „Fischer-Kontroverse“ der frühen 1960er Jahre und in den „Historikerstreit“ an der Seite der Kritiker Ernst Noltes (1923–2016) in den 1980er Jahren verdeutlichen. Um 1990 nahm er wiederholt öffentlich Stellung zu der Frage, welche Auswirkungen die Wiedervereinigung für das eigene Fach und die politische Kultur Deutschlands habe und stellte sein Werk in den Dienst einer demokratischen Verwestlichung.

    Mindestens ebenso bedeutsam wie als Verfasser international rezipierter wissenschaftlicher Schriften war Mommsen als Wissenschaftsorganisator. So begründete er seit 1968 an der Universität Düsseldorf das Historische Seminar und bildete einen großen Kreis von Schülerinnen und Schülern aus, die seine Denkansätze fortführten, u. a. Holger Afflerbach (geb. 1960), Dirk Blasius (geb. 1941) (erster Habilitand), Christoph Cornelißen (geb. 1958), Gangolf Hübinger (geb. 1950), Gerd Krumeich (geb. 1945), Friedrich Lenger (geb. 1957) und Wolfgang Schwentker (geb. 1953). Seit 1977 widmete er sich in London dem Aufbau des DHI und machte es zu einem renommierten internationalen Zentrum des wissenschaftlichen Austauschs. Als Vorsitzender des Verbandes der Historiker Deutschlands von 1988 bis 1992 war er institutionell mit der Evaluation und Integration der ostdeutschen Geschichtswissenschaft befasst. 1992 bewarb er sich erfolglos auf einen Lehrstuhl nach Jena. In den Kontext der Wissenschaftsorganisation gehören auch Mommsens zahlreiche Mitgliedschaften in nationalen und internationalen Kommissionen sowie die (Mit-)Herausgeberschaften von Fachzeitschriften, der Max Weber-Gesamtausgabe (seit 1975) und die Projektleitung der „Jahresberichte für deutsche Geschichte“ (seit 1993).

    Mommsen war ein Gelehrter von internationalem Rang, dessen Werke weltweit rezipiert wurden. Sein Wirken stellte er bewusst in den Dienst einer demokratischen Verwestlichung der politischen Kultur Deutschlands. Wirksam waren dabei nicht nur eigene Arbeiten, sondern ebenso die Ausbildung mindestens einer weiteren Generation von Historikern, die diese Tradition im Sinne ihres akademischen Lehrers fortführen.

  • Auszeichnungen

    1969 Mitglied des Vereins zur Förderung des britisch-deutschen Historikerkreises e.V. (danach: Deutsches Historisches Institut, London)
    1977–1985 Mitglied des Senior Common Room of St. Anthony’s College, London
    1985 Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland
    1987 D. Litt. h. c., University of East Anglia (Norwich, Großbritannien)
    1990 Premio Europeo Amalfi per la Sociologia e le Scienze Sociali
    1990 Mitglied der Akademie gemeinnütziger Wissenschaften in Erfurt
    1987/88 Akademiestipendium Stiftung Volkswagenwerk
    1983–1988 Generalsekretär der Commission Internationale d’histoire de l’historiographie (Präsident 1990–1995)
    Mitglied der Commission internationale des relations internationales
    Mitglied im Verband der Historiker Deutschlands (Vorsitzender 1988–1992)
    Mitglied des Rotary Clubs Düsseldorf-Pempelfort
    Ehrenmitglied der English Historical Association
    Mitglied des PEN-Zentrums deutschsprachiger Autoren im Ausland
    Mitglied der Social History Society
    Mitglied der Royal Historical Society
  • Quellen

    Nachlass:

    Bundesarchiv, Koblenz. (teilweise erschlossen)

    Archiv der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. (Personal- und Berufungsakte)

  • Werke

    Monografien und Aufsatzsammlungen:

    Max Weber und die deutsche Politik 1890–1920, 1959, 32004, engl. 1984, franz. 1985, ital. 1993, japan. 1993.

    Imperialismus in Ägypten. Der Aufstieg der ägyptischen nationalen Bewegung 1805–1956, 1961.

    Das Zeitalter des Imperialismus, 1969, 222005, ital. 1970, span. 1971.

    Die Geschichtswissenschaft jenseits des Historismus, 1971, 21972.

    The Age of Bureaucracy. Perspectives on the Political Sociology of Max Weber, 1974, 21977, japan. 1993.

    Max Weber. Gesellschaft, Politik und Geschichte, 1974, 31986, japan. 1977, span. 1981.

    Imperialismustheorien. Ein Überblick über die neueren Imperialismusinterpretationen, 1977, 31987, engl. 1980.

    Der europäische Imperialismus. Aufsätze und Abhandlungen, 1979.

    Der autoritäre Nationalstaat. Verfassung, Gesellschaft und Kultur des deutschen Kaiserreiches, 1990, 21992, engl. 1995.

    Nation und Geschichte. Über die Deutschen und die deutsche Frage, 1990.

    Großmachtstellung und Weltpolitik. Die Außenpolitik des Deutschen Reiches 1870 bis 1914, 1993.

    Das Ringen um den nationalen Staat. Die Gründung und der innere Ausbau des Deutschen Reiches unter Otto von Bismarck 1850 bis 1890, 1993.

    Bürgerliche Kultur und künstlerische Avantgarde. Kultur und Politik im deutschen Kaiserreich 1870 bis 1918, 1994.

    Bürgerstolz und Weltmachtstreben. Deutschland unter Wilhelm II. 1890 bis 1918, 1995.

    1848. Die ungewollte Revolution. Die revolutionären Bewegungen in Europa 1830–1849, 1998.

    Bürgerliche Kultur und politische Ordnung. Künstler, Schriftsteller und Intellektuelle in der deutschen Geschichte 1830–1933, 2000.

    Die Urkatastrophe Deutschlands. Der Erste Weltkrieg 1914–1918 (Gebhardt. Handbuch der deutschen Geschichte. 10. Aufl., Bd. 17), 2002.

    War der Kaiser an allem schuld? Wilhelm II. und die preußisch-deutschen Machteliten, 2002, 22003.

    Der Erste Weltkrieg. Anfang vom Ende des bürgerlichen Zeitalters, 2004.

    Herausgeberschaften von Sammelbänden:

    Reinhart Koselleck/Wolfgang J. Mommsen/Jörn Rüsen (Hg.), Objektivität und Parteilichkeit in der Geschichtswissenschaft, 1977.

    Wolfgang J. Mommsen/ Jürgen Osterhammel (Hg.), Max Weber and his Contemporaries, 1987, zahlr. Neuaufll., dt. 1988, japan. 1994.

    Leopold von Ranke und die moderne Geschichtswissenschaft, 1988.

    Das Ende der Kolonialreiche. Dekolonisation und die Politik der Großmächte, 1990.

    Gangolf Hübinger/Wolfgang J. Mommsen (Hg.), Intellektuelle im Deutschen Kaiserreich, 1993.

    Kultur und Krieg. Die Rolle der Intellektuellen, Künstler und Schriftsteller im Ersten Weltkrieg, 1996.

    Herausgeberschaften von Zeitschriften, Editionen und Bibliografien:

    Politik und Kultur 1–17 (1974–1990).

    Geschichte und Gesellschaft 1–24 (1975–1998).

    Bulletin of the German Historical Institute London 1–19 (1979–1985).

    History of European Ideas 1–20 (1980–1995).

    Journal of Contemporary History 15–34 (1980–1999).

    Storia della Storiografia 1–18 (1981–1990).

    Max Weber Gesamtausgabe, 43 Bde., 1984–2019, Einzelbände unter seiner Beteiligung: Abt. I (Schriften und Reden), Bd. 4 (1993), 10 (1989), 15 (1984), 16 (1988), 17 (1992), 22/1 (2001); Abt. II (Briefe), Bd. 5–8 (1990, 1994, 1998, 2003); Abt. III (Vorlesungen), Bd. 1 (2009).

    German History. The Journal of the German History Society 5–22 (1987–2004).

    History and Theory 26–43 (1987–2004).

    Staatswissenschaften und Staatspraxis 1–9 (1990–1998).

    Jahresberichte für deutsche Geschichte NF 44–55 (1992–2003).

    Bibliografie:

    Stefan Wiederkehr, Schriftenverzeichnis von Wolfgang J. Mommsen, in: Christoph Cornelißen (Hg.), Geschichtswissenschaft im Geist der Demokratie. Wolfgang J. Mommsen und seine Generation, 2010, S. 319–352.

  • Literatur

    Georg G. Iggers, Neue Geschichtswissenschaft. Vom Historismus zur Historischen Sozialwissenschaft, 1978.

    Deutsches Historisches Institut London (Hg.), German Historical Institute London 1976–1986, 1986.

    Gerhard A. Ritter, Die neuere Sozialgeschichte in der Bundesrepublik Deutschland, in: Jürgen Kocka (Hg.), Sozialgeschichte im internationalen Überblick. Ergebnisse und Tendenzen der Forschung, 1989, S. 19–88.

    Gerhard A. Ritter, Der Umbruch von 1989/91 und die Geschichtswissenschaft, 1995.

    Thomas Welskopp, Indentität ex negativo. Der „deutsche Sonderweg“ als Metaerzählung in der bundesdeutschen Geschichtswissenschaft der siebziger und achtziger Jahre, in: Konrad H. Jarausch/Martin Sabrow (Hg.), Die historische Meistererzählung. Deutungslinien der deutschen Nationalgeschichte nach 1945, 2002, S. 109–139.

    Lutz Raphael, Geschichtswissenschaften im Zeitalter der Extreme. Theorien, Methoden, Tendenzen von 1900 bis zur Gegenwart, 2003, 22010.

    Peter Köpf, Die Mommsens. Von 1848 bis heute – die Geschichte einer Familie ist die Geschichte der Deutschen, 2004.

    Klaus Große Kracht, Die zankende Zunft. Historische Kontroversen in Deutschland nach 1945, 2005.

    Stefan Rebenich, Die Mommsens, in: Volker Reinhardt (Hg.), Deutsche Familien. Historische Porträts von Bismarck bis Weizsäcker, 2005, S. 147–179.

    Christoph Cornelißen, Deutsche Geschichtswissenschaft nach 1945. Zwischen nationalen Traditionen und transnationalen Öffnungen, in: Ulrich Pfeil (Hg.), Die Rückkehr der deutschen Geschichtswissenschaft in die „Ökumene der Historiker“. Ein wissenschaftsgeschichtlicher Ansatz, 2008, S. 17–34.

    Hinnerk Bruhns, Max Weber et le politique. Retour sur l‘oeuvre de Wolfgang J. Mommsen, in: ders. (Hg.), Max Weber et le politique, 2009, S. 31–46.

    Christoph Cornelißen (Hg.), Geschichtswissenschaft im Geist der Demokratie. Wolfgang J. Mommsen und seine Generation, 2010. (P)

    Paul Nolte, Hans-Ulrich Wehler. Historiker und Zeitgenosse, 2015.

    Matthias Berg/Olaf Blaschke/Martin Sabrow/Jens Thiel/Krijn Thijs, Die versammelte Zunft. Historikerverband und Historikertage in Deutschland 1893–2000, 2018.

    Nachrufe:

    Wolfgang Saxon, Wolfgang Mommsen, 73, Historian Of German Social and Political Ideas, in: The New York Times v. 14.8.2004.

    Richard J. Evans, Wolfgang Mommsen: A Leading German Historian. He brought Academics together to further the Understanding of his Country’s Past, in: The Guardian v. 17.8.2004.

    Jürgen Kocka, Liberaler mit schroffem Urteil. Zum Tod des Historikers Wolfgang Mommsen: Ein Nachruf eines Kollegen, in: Jüdische Allgemeine 33/4 v. 19.8.2004, S. 9.

    John Breuilly, Wolfgang Mommsen, in: German History 22 (2004), S. 595–599.

    Wolfgang Schwentker, Geschichte schreiben mit Blick auf Max Weber: Wolfgang J. Mommsen, in: Jahrbuch der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf 2004, S. 209–220.

    Peter Alter, Wolfgang J. Mommsen 1930-2004, in: Historische Zeitschrift 280 (2005), S. 266–270.

    Gangolf Hübinger, Obituary: Professor Dr D.Litt. (h.c.) Wolfgang J. Mommsen. 5 November, 1930 – 11 August, 2004, in: Max Weber Studies 5 (2005), S. 113–117.

    Sam Whimster, Wolfgang J. Mommsen. A British Appreciation, in: ebd., S. 119–122.

    Takeshi Ishida/Hiroshi Orihara/Yukitaka Sasabe/Kazuhiko Sumiya/Ken'ichi Tominaga/Yoshiaki Uchida/Yasutoshi Ueyama/Yoshiro Yano/Katsuhiko Yoshime, In Memory of Professor Wolfgang J. Mommsen, in: ebd., S. 123 f.

    Georges-Henri Soutou, Wolfgang J. Mommsen (1930–2004), in: Francia 32 (2005), S. 191–193.

    Fritz Stern, Wolfgang Mommsen, 1930-2004, in: Central European History 38 (2005), S. 637–639.

    Hans-Ulrich Wehler, Nachruf auf Wolfgang Justin Mommsen 1930–2004, in: Geschichte und Gesellschaft 31 (2005), S. 135–142.

    Lexikonartikel:

    Wolfgang Weber, Art. „Mommsen, Wolfgang“, in: ders., Biographisches Lexikon zur Geschichtswissenschaft in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die Lehrstuhlinhaber für Geschichte von den Anfängen des Faches bis 1970, 21987, S. 395.

  • Porträts

    acht Fotografien, Ursprung teilweise unbekannt, Abbildung in: Christoph Cornelißen (Hg.), Geschichtswissenschaft im Geist der Demokratie. Wolfgang J. Mommsen und seine Generation, 2010.

  • Autor/in

    Thomas Gerhards (Düsseldorf)

  • Zitierweise

    Gerhards, Thomas, „Mommsen, Wolfgang J.“ in: NDB-online, veröffentlicht am 01.04.2023, URL: https://www.deutsche-biographie.de/117744301.html#dbocontent

    CC-BY-NC-SA