Lebensdaten
1911 – 2001
Geburtsort
Wien
Sterbeort
Jerusalem
Beruf/Funktion
Schriftstellerin ; Journalistin ; Übersetzerin ; Psychotherapeutin ; Psychoanalytikerin
Konfession
jüdisch
Normdaten
GND: 119094207 | OGND | VIAF: 114483045
Namensvarianten
  • Jokl, Moidi
  • Joklová, Anna Marie
  • Prag, Andrea
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Zitierweise

Jokl, Anna Maria, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd119094207.html [31.01.2023].

CC0

  • Anna Maria Jokl war eine österreichisch-israelische Schriftstellerin, Journalistin und Psychotherapeutin. Im Exil in Prag verfasste sie seit 1933 v. a. Romane für Kinder; ihr in ihrer Wahlheimat Israel entstandenes Spätwerk besteht aus knappen, verdichteten Prosatexten mit stark autobiografischen Bezügen. Zentrale Themen ihres Werks sind Identität und Zugehörigkeit. 1995 wurde Jokls Gesamtwerk mit dem Hans-Erich-Nossack-Preis ausgezeichnet.

    Anna Maria Jokl (InC)
    Anna Maria Jokl (InC)
  • Lebensdaten

    Geboren am 23. Januar 1911 in Wien
    Gestorben am 21. Oktober 2001 in Jerusalem
    Grabstätte Jüdischer Friedhof in Jerusalem
    Konfession jüdisch
  • Lebenslauf

    23.·Januar 1911 - Wien

    1919 - 1920 - Breslau

    Aufenthalt bei den Großeltern

    1922 - 1926 - Wien-Döbling

    Schulbesuch

    Realschule

    1926 - ca. 1928 - Wien

    Ausbildung zur und Arbeit als Kindergärtnerin

    ca. 1929 - ca. 1932 - Berlin

    Ausbildung zur Rezitatorin; parallel Arbeit als Stenotypistin

    Piscator-Bühne

    1930 - 1933 - Berlin

    Ausbildung zur Rundfunkautorin und -sprecherin; Autorin experimenteller Hörspiele (als freie Mitarbeiterin)

    Rundfunkversuchsstelle der Staatlichen Akademischen Hochschule für Musik, Deutsche Welle

    1932 - Berlin

    Dramaturgin und Drehbuchautorin

    Lehr- und Reklamefilmabteilung der Ufa

    1933 - 1939 - Prag

    freie Journalistin und Kinderbuchautorin

    1939 - 1944 - London

    Kabarett-Inszenierungen für Czech Refugee Trust Fund (CRTF); journalistische Beiträge für Exilzeitschriften und -publikationen

    1939 - 1940 - Broadstairs (Kent, Großbritannien)

    Mitarbeiterin

    Kinderheim des CRTF

    1945 - 1948 - London

    Lehranalyse bei der Jungianerin Toni Sussmann (1883–1967)

    1948 - 1949 - Zürich

    Studium (abgebrochen)

    C. G. Jung-Institut

    August 1950 - Berlin-Ost

    Übersiedlung; Übersetzerin, Dramatikerin

    1.11.1950

    Ausweisung aus der DDR

    1951 - 1965 - Berlin-West

    Freiberufliche Psychotherapeutin

    u. a. Jüdisches Krankenhaus Berlin-Gesundbrunnen

    1953 - 1955 - Berlin-West

    Vertreterin der jüdischen Gemeinde

    Rundfunkrat des Senders Freies Berlin (SFB)

    1953 - ca. 1970 - Berlin-West

    freie Mitarbeiterin

    SFB

    1957 - Berlin-West

    Studium der Religionswissenschaften und Psychologie (abgebrochen)

    Freie Universität Berlin

    1965 - Jerusalem

    Auswanderung; freie Psychotherapeutin und Schriftstellerin

    21.·Oktober 2001 - Jerusalem
  • Genealogie

    Vater Berthold Jokl 1870–1924 Kaufmann in Wien
    Stiefvater Siegfried Seemann 1873–1942 Buchhändler in Berlin
    Mutter Toni Seemann, verwitwete Jokl, geb. Oelsner 1882–1942 Lehrerin; in 2. Ehe verh. mit Siegfried Seemann
    Großvater mütterlicherseits Max Oelsner
    Großmutter mütterlicherseits Doris Oelsner, geb. Spiro
    Schwester Eva Fanni Jokl 1906–2000 Schneiderin
    Schwester Elisabeth van Velde, geb. Jokl 1908–2010 Malerin
    Heirat keine
  • Biografie

    alternativer text
    Anna Maria Jokl (InC)

    Ortswechsel und Fremdheitsgefühl prägten seit frühester Zeit Jokls Leben: Die Atmosphäre in ihrem Elternhaus in Wien und bei den jüdisch-orthodoxen Großeltern in Breslau, bei denen sie als Kind zeitweise lebte, beschrieb sie rückblickend als „kalt“. Als die Mutter 1927 nach dem Tod des Vaters zu ihrem zweiten Mann nach Berlin zog, folgte Jokl ihr ein Jahr später nach und fand hier Anschluss an politisch links gesinnte Intellektuelle und Künstler wie Johannes R. Becher (1891–1958) und Dora Diamant (1898–1952). Neben ihrer Arbeit als Stenotypistin ließ sie sich an der Piscator-Bühne zur Rezitatorin ausbilden. 1931 begann sie eine Ausbildung zur Rundfunkautorin und -sprecherin an der Rundfunkversuchsstelle Berlin. Sie verfasste Kurzgeschichten, Drehbücher und Hörspiele. Im Frühjahr 1933 veröffentlichte sie unter ihrem Rufnamen Moidi Jokl die Kurzgeschichte „Der Fremde“; im Mai desselben Jahres wurde der Experimentalfilm „Tratsch“ nach ihrem Drehbuch im Berliner Kino „Kamera unter den Linden“ uraufgeführt, ohne dass ihr Name – laut ihrer Angabe aus politischen Gründen – genannt wurde.

    Im September 1933 emigrierte Jokl nach Prag, wo sie als Journalistin u. a. für die deutschsprachige Prager Presse tätig war und Kinderbücher schrieb. Hier erschien 1937 eines ihrer bekanntesten Werke, die Kindergeschichte über Basilius Knoxin tschechischer Übersetzung mit einem Nachwort von Oskar Kokoschka (1886–1980). Ihr ebenfalls in Prag entstandenes Buch „Die Perlmutterfarbe. Ein Kinderroman für fast alle Leute“, in dem sie anhand des Mikrokosmos „Schule“ das Aufkommen von Faschismus thematisierte, konnte nicht mehr erscheinen und wurde erst 1948 gedruckt.

    Im März 1939 floh Jokl vor der deutschen Armee mit Hilfe des Czech Refugee Trust Fund (CRTF) und einem Visum des PEN-Zentrums nach Großbritannien. Hier inszenierte sie in London Kabarett-Revuen mit exilierten Jugendlichen für das Kulturprogramm des CRTF und arbeitete in einem Kinderheim des CRTF in Broadstairs (Kent). Nachdem sie sich 1941 mit der Leitung des CRTF überworfen hatte, lebte sie seit 1942 von der Arbeit in einer Lederwarenfabrik und publizierte in Exilzeitschriften und -anthologien; für den Sammelband „Stimmen aus Böhmen“, herausgegeben von Paul Reimann (1902–1976) und Rudolf Popper (1873–1967) übernahm sie 1944 die Redaktion. Unter anderem durch Kokoschka kam Jokl in Kontakt zum Freien Deutschen Kulturbund, für dessen Revuen sie Texte verfasste und als Conférencière auftrat.

    Nach Kriegsende entschied sich Jokl, die noch im Oktober 1943 an der Landeskonferenz der deutschen Antifaschisten aus der Tschechoslowakischen Republik teilgenommen hatte, gegen eine Rückkehr nach Prag. Sie absolvierte von November 1945 bis 1948 eine Lehranalyse bei der Psychoanalytikerin Toni Sussmann (1883–1967) in London. Im September 1948 nahm sie ein Studium am C. G. Jung-Institut in Zürich auf, das sie im Juli 1949 abbrach, um nach London zurückzukehren und als freie Psychotherapeutin zu arbeiten.

    Im August 1950 siedelte Jokl nach Berlin-Ost über, wo ihre in Prag entstandenen Bücher verlegt und „Die Perlmutterfarbe“– nach einem von ihr für die DEFA zu verfassenden Drehbuch – verfilmt werden sollten. Das Projekt wurde jedoch ohne Nennung eines Grundes gestoppt und ihr am 1. November 1950 die Aufenthaltserlaubnis für die DDR entzogen. Jokl arbeitete daraufhin wieder als Psychotherapeutin, u. a. am Jüdischen Krankenhaus in Berlin-West, engagierte sich in der jüdischen Gemeinde und vertrat diese im Rundfunkrat des Senders Freies Berlin (SFB), der im Januar 1955 ihre deutsche Übersetzung des jiddischen Textes „Jossel Rackower spricht zu Gott“ von Zvi Kolitz (1912–2002) ausstrahlte.

    1956 lernte Jokl den Religionsphilosophen Martin Buber (1878–1965) kennen, der ihr Interesse am Chassidismus weckte. 1965 wanderte sie nach Israel aus. In Jerusalem setzte sie ihre Arbeit als Psychotherapeutin fort und veröffentlichte 1968 (in hebräischer Übersetzung) die Studie „Zwei Fälle zum Thema ‚Bewältigung der Vergangenheit“, in der sie anonymisiert von der therapeutischen Behandlung zweier junger Männer – einer Sohn jüdischer Eltern, der andere Sohn eines SS-Sturmbannführers – berichtete. Zudem nahm sie ihre schriftstellerische Tätigkeit wieder auf und wurde Mitglied im Verband deutschsprachiger Schriftsteller in Israel.

    Jokls bekanntestes Buch ist „Die Perlmutterfarbe“, das 1991 in hebräischer Sprache in ihrer Wahlheimat Israel erschien und ein Jahr später in einer deutschen Neuauflage des Suhrkamp Verlags das Interesse an ihrem Werk in Deutschland neu belebte. Wie in ihrem gesamten Spätwerk thematisiert Jokl darin Verfolgung, Ausgrenzung, aber auch den Wert von Wahrhaftigkeit und Freundschaft. „Die Perlmutterfarbe“, die bis heute in Israel und Deutschland im Schulunterricht eingesetzt wird, wurde 2008 von Marcus H. Rosenmüller (geb. 1973) verfilmt und 2013 von Christoph Nußbaumeder (geb. 1978) als Theaterstück inszeniert (Uraufführung: Junges Schauspielhaus Düsseldorf, 7.11.2013). Jokls letzte Veröffentlichungen zu Lebzeiten waren die Prosasammlung „Essenzen“(1993) und ihre Autobiografie „Reise nach London“ (1999). Die Entgegennahme des Hans-Erich-Nossack-Preises führte sie 1995 ein letztes Mal nach Deutschland.

  • Auszeichnungen

    1938 ? Mitglied des PEN-Zentrums deutschsprachiger Autoren im Ausland
    1978 Mitglied des Verbands deutschsprachiger Schriftsteller in Israel
    1995 Hans-Erich-Nossack-Preis des Kulturkreises der Deutschen Wirtschaft im BDI
    • Quellen

      Nachlass:

      Israelische Nationalbibliothek, Jerusalem.

      Archiv des PEN-Zentrum deutschsprachiger Autoren im Ausland in der Deutschen Nationalbibliothek, Frankfurt am Main.

    • Werke

      Der Fremde, in: Unterhaltungsblatt der Vossischen Zeitung, Nr. 100 v. 10.4.1933.

      Du und ich – wir alle!, in: Wer filmt mit? Eine Anleitung für Laien-Filmschauspieler sowie 3 Tonfilm-Drehbücher und 2 Exposés der Dr. Edgar Beyfuss-Tonfilm-Serie, 1933.

      Das süße Abenteuer, Prag 1937, Wien 1946. (Auftragsarbeit des Zentralvereins der Tschechoslowakischen Zuckerindustrie)

      [Anna Maria Joklová], Basilius Knox. Román pro děti od 10 do 70 let, Prag 1937, 1957, dt. Die wirklichen Wunder des Basilius Knox. Ein Roman über die Physik für Kinder von 10 bis 70 Jahren, Wien 1948, Zürich 1948, Berlin-Ost 1949, Frankfurt am Main 1997, ungar. 1949.

      [Anna Maria Joklová], Umělecké základy amatérského filmu. Záběr a montáž [Die künstlerischen Grundlagen des Amateurfilms], Prag 1938.

      Die Deutung, in: Paul Reimann/Rudolf Popper (Hg.), Stimmen aus Böhmen. Eine Sammlung, London 1944, S. 145–155.

      München, in: Jan Petersen (Hg.), Weg durch die Nacht. Erzählungen, London 1944, S. 29–34.

      Wegweiser unserer Zeit, in: Verbannte und Verbrannte, hg. v. Freien Deutschen Kulturbund in Great Britain, 1942, S. 20–22.

      Die Perlmutterfarbe. Ein Kinderroman für fast alle Leute, Berlin-Ost 1948, Frankfurt am Main 1992, ital. 1952, 2006, hebr. 1991, korean. 2010.

      Die verzeichneten Tiere, Berlin-Ost 1950.

      Jossel Rakower spricht zu Gott. Wege und Umwege eines jiddischen Dokumentes, in: Der Tagesspiegel (Berlin-West) v. 7.10.1955.

      Moderne Tiefenpsychologie in den Chassidischen Geschichten, in: Eckart. Blatt für evangelische Geisteskultur 26 (1957), H. 2, S. 123–129.

      Vergebung und Heilung. Eine Falldarstellung, in: Wege zum Menschen. Monatsschrift für Seelsorge, Psychotherapie und Erziehung und zur Förderung der Zusammenarbeit von Arzt und Seelsorger 13 (1961), H. 6/7, S. 229–238.

      Zwei Fälle zum Thema ‚Bewältigung der Vergangenheit‘, 1997, hebr. 1968.

      Fünfunddreißig Jahre danach. Bemerkungen zu einigen Briefen im Briefwechsel zwischen Arnold Zweig und Lion Feuchtwanger, in: Arnold Zweig. Psyche, Politik und Literatur. Akten des II. Internationalen Arnold-Zweig-Symposiums 1991, 1993, S. 233–238.

      Essenzen, 1993, hebr. 2021.

      Anna Maria Jokl/Cornelia Gottschalk/Klaus Müller-Salget, „Meine sechs Leben“. Interview mit Anna Maria Jokl in Jerusalem, in: Das jüdische Echo 47 (1998), S. 286–297.

      Die Reise nach London, 1999.

      Aus sechs Leben, hg. v. Jennifer Tharr, 2011.

      Übersetzungen:

      Zvi Kolitz, Jossel Rackower spricht zu Gott. Unter Mithilfe von David Kohan aus dem Jiddischen von Anna Maria Jokl, in: Neue Deutsche Hefte 22 (1955/56), S. 756–764.

      Avner und Hannah Carmi, Das unsterbliche Klavier, aus dem amerikanischen Englisch von Anna Maria Jokl, 1965.

    • Literatur

      Susanne Blumesberger, „… gebt Euren Kindern Bücher in die Hände, aus denen man lernt, wie man der ganzen Menschheit dienen kann.“ Vertriebene Kinderbuchautorinnen und -autoren aus Österreich. Vier Wiener Beispiele, in: Biblos. Beiträge zu Buch, Bibliothek und Schrift 48, (1999), H. 2, S. 213–235.

      Gudrun Wilcke [d. i. Gudrun Pausewang], Vergessene Jugendschriftsteller der Erich-Kästner-Generation, 1999.

      Nikola Herweg, Funktionszuschreibungen und Funktionswandel bei Kinder- und Jugendliteratur am Beispiel des Kinderromans „Die Perlmutterfarbe“ von Anna Maria Jokl, in: Marion Gymnich/Ansgar Nünning (Hg.), Funktionen von Literatur. Grundbegriffe, theoretische Ansätze und Modellinterpretationen, 2005, S. 201–213.

      Elke Liebs, Wiederbegegnung oder die Farbe der Erinnerung. Anna Maria Jokl. „Die Perlmutterfarbe“, in: Petra Josting/Walter Fähnders (Hg.), „Laboratorium Vielseitigkeit“. Zur Literatur der Weimarer Republik, 2005, S. 469–482.

      Rudolf Pesch, Anna Maria Jokl und der „Jossel Rackower“ von Zvi Kolitz, 2005.

      Nikola Herweg, Sechs Leben zwischen Wien und Jerusalem. Zum Leben und Werk der Schriftstellerin Anna Maria Jokl, in: Exil. Forschung, Erkenntnisse, Ergebnisse 27 (2007), H. 1, S. 79–89.

      Nikola Herweg, Hieroglyph of an Epoch. A Metaphor of Memory in the Works of the Austrian-Jewish Writer and Psychoanalyst Anna Maria Jokl, in: Ulrik Ekman/Frederik Tygstrup (Hg.), Witness. Memory, Representation, and the Media in Question, 2008, S. 89–98.

      Karl Müller, Formen autobiographischen Schreibens am Beispiel von Jean Améry, Fred Wander und Anna Maria Jokl, in: Eleonore Lappin/Albert Lichtblau (Hg.), Die „Wahrheit“ der Erinnerung. Jüdische Lebensgeschichten, 2008, S. 69-81.

      Dieter Wrobel, Vergessene Texte der Moderne. Wiederentdeckungen für den Literaturunterricht, 2010.

      Nikola Herweg, „nur ein land / mein sprachland“. Heimat erschreiben bei Elisabeth Augustin, Hilde Domin und Anna Maria Jokl, 2011. (Qu, W, L)

      Jennifer Tharr, Ohne Ansehen der Person – Anna Maria Jokls autobiografische Poetik der „wirklichen Begegnung“, in: Exil. Forschung, Erkenntnisse, Ergebnisse. Migration heute 31 (2011), H. 2, S. 20–32.

      Susanne Blumesberger/Bettina Kümmerling-Meibauer/Jana Mikota/Ernst Seibert (Hg), Hieroglyphe der Epoche? Zum Werk der österreichisch-jüdischen Autorin Anna Maria Jokl (1911–2001), 2014. (W, P)

      Lexikonartikel:

      Siglinde Bolbecher/Konstantin Kaiser, Art. „Anna Maria Jokl“, in: dies., Lexikon der österreichischen Exilliteratur, 2000, S. 344–346.

      Bettina Kümmerling-Meibauer, Art. „Jokl, Anna Maria“, in: Andreas B. Kilcher (Hg.), Metzler Lexikon der deutsch-jüdischen Literatur, 22012, S. 251–253.

      Hertha Hanus, Art. „Jokl, Anna Maria“, in: Brigitta Keintzel/Ilse Korotin (Hg.), Wissenschafterinnen in und aus Österreich. Leben – Werk – Wirken, 2002, S. 335 f.

      Nachrufe:

      Kurt Kreiler, Brüche und Wunder. Zum Tod von Anna Maria Jokl, in: Neue Zürcher Zeitung v. 24.10.2001.

      Ulla Berkèwicz, Entwurzelung macht frei. Zu Besuch im Gelobten Land. Eine Erinnerung an die israelische Schriftstellerin Anna Maria Jokl, in: Die Zeit v. 31.10.2001.

      Christoph Haacker, Stein auf ein Grab in Jerusalem. Zum Tod der Schriftstellerin Anna Maria Jokl, in: Zwischenwelt. Zeitschrift für Kultur des Exils und des Widerstands 18 (2002), H. 4, S. 7 f.

    • Onlineressourcen

    • Porträts

      Fotografien, Privatbesitz Itta Shedletzky (geb. 1943), Jerusalem.

  • Autor/in

    Nikola Herweg (Marbach am Neckar)

  • Zitierweise

    Herweg, Nikola, „Jokl, Anna Maria“ in: NDB-online, veröffentlicht am 01.10.2022, URL: https://www.deutsche-biographie.de/119094207.html#dbocontent.

    CC-BY-NC-SA