Lebensdaten
1891 – 1980
Geburtsort
Grünau bei Berlin
Sterbeort
Aumühle (bei Hamburg)
Beruf/Funktion
Großadmiral ; Oberbefehlshaber der Kriegsmarine ; Reichspräsident ; Offizier ; Soldat
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 118526251 | OGND | VIAF: 109318638
Namensvarianten
  • Dönitz, Karl
  • Dönitz, Karl
  • Denic, Karl
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Zitierweise

Dönitz, Karl, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd118526251.html [04.12.2022].

CC0

  • Kritische Würdigung

    In den 1930er Jahren verantwortlich für den Aufbau der deutschen U-Boot-Waffe, war Karl Dönitz von 1943 bis 1945 im Rang eines Großadmirals Oberbefehlshaber der Kriegsmarine. Auf testamentarische Verfügung Adolf Hitlers (1889–1945) diente er im Mai 1945 als Reichspräsident und Oberbefehlshaber der Wehrmacht. Im Nürnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher wurde er zu zehn Jahren Haft verurteilt.

    Lebensdaten

    Geboren 16. September 1891 in Grünau bei Berlin
    Gestorben 24. Dezember 1980 in Aumühle (bei Hamburg)
    Grabstätte Waldfriedhof in Aumühle-Wohltorf (bei Hamburg)
    Konfession evangelisch
    Karl Dönitz, BArch / Bildarchiv (InC)
    Karl Dönitz, BArch / Bildarchiv (InC)
  • Lebenslauf

    16. September 1891 - Grünau bei Berlin

    1898 - Jena

    Übersiedlung der Familie

    1898 - 1906 - Jena

    Schulbesuch

    Stoy'sche Erziehungsanstalt

    1906 - Weimar

    Übersiedlung der Familie

    1906 - 1910 - Weimar

    Schulbesuch

    Realgymnasium

    1910 - u. a. Flensburg

    Seekadett

    Kaiserliche Marine

    1912 - 1915 - Mittelmeer; u. a. Konstantinopel

    Wachoffizier und Adjutant auf Kleinem Kreuzer „Breslau“ (1913 Leutnant zur See)

    1915 - 1916 - San Stefano (heute Yeşilköy, Türkei)

    Flugplatzleiter einer Fliegerabteilung (1916 Oberleutnant zur See)

    Fliegerstation San Stefano

    1916 - 1917 - u. a. Kiel

    Ausbildung zum U-Boot-Offizier (mit Torpedolehrgang)

    U-Abteilung der Kaiserlichen Marine

    1917 - 1918

    Wachoffizier auf U 39

    1918 - 1918

    Kommandant auf UC 25, seit September UB 68

    1918 - 1919 - Großbritannien

    Kriegsgefangenschaft

    1919 - 1920 - Kiel

    Referent für Offizierspersonalangelegenheiten

    Stab der Marinestation Ostsee

    1920 - 1923

    Kommandant der Torpedoboote V 5, T 157 und G 8 (1921 Kapitänsleutnant)

    1923 - 1924 - Kiel

    Referent und Adjutant

    Inspektion Torpedo- und Minenwesen

    1924 - 1927 - Berlin

    Referent

    Marinewehrabteilung (Marineleitung)

    1927 - 1928

    Navigationsoffizier auf dem Kreuzer „Nymphe“

    1928 - 1930

    Chef der 4. Torpedobootshalbflottille (1928 Korvettenkapitän)

    1930 - 1934 - Wilhelmshaven

    1. Admiralstabsoffizier (1933 Fregattenkapitän)

    Marinestation Nordsee

    1934 - 1935

    Kommandant des Kreuzers „Emden“

    1935 - 1935

    Chef der Unterseebootsflottille „Weddigen“ (1935 Kapitän zur See)

    1936 - 1939

    Führer der Unterseeboote (1939 Kommodore; 1939 Konteradmiral)

    1939 - 1943

    Befehlshaber der Unterseeboote (1940 Vizeadmiral, 1942 Admiral)

    1943 - 1945 - Berlin

    Oberbefehlshaber der Kriegsmarine (1943 Großadmiral)

    1944

    Eintritt

    NSDAP

    1945 - 1945 - Suhrer See (Plön)

    Wehrmachtsoberbefehlshaber Nord

    Kaserne Stadtheide

    1945 - 1945 - Suhrer See (Plön); Flensburg-Mürwik

    Reichspräsident und Oberster Befehlshaber der Wehrmacht

    1945 - Flensburg-Mürwik

    Verhaftung

    Marinesportschule

    1945 - 1946 - Bad Mondorf (Luxemburg)

    Kriegsgefangenschaft

    Kriegsgefangenenlager Nr. 32 (Palace Hotel, Codename „Camp Ashcan“)

    1946 - Nürnberg

    Verurteilung zu zehnjähriger Haftstrafe in den Nürnberger Prozessen

    Internationaler Militärgerichtshof

    1946 - 1956 - Berlin-Spandau

    Inhaftierung

    Kriegsverbrechergefängnis Spandau

    1956 - 1980 - Friedrichsruh bei Hamburg

    zurückgezogenes Leben; Autor

    24. Dezember 1980 - Aumühle (bei Hamburg)
  • Genealogie

    Vater Eduard Karl Emil Dönitz 1857–1912 Ingenieur aus Zerbst (Sachsen-Anhalt); Leiter der Patentabteilung der Zeiss-Werke in Jena
    Großvater väterlicherseits August Dönitz Lederfabrikant in Zerbst
    Großmutter väterlicherseits Friederike Dönitz, geb. Schulze
    Mutter Wilhelmine Emilie Anna Dönitz, geb. Beyer gest. 1895 aus Crossen an der Oder (heute Krosno Odrzańskie, Polen)
    Bruder Friedrich Dönitz 1889–1943
    Heirat 27.5.1916
    Ehefrau Ingeborg Dönitz, geb. Weber 1894–1962
    Schwiegervater Erich Paul Weber 1860–1933 aus Kamen; preußischer Offizier, 1910 Oberstleutnant, 1913–1915 Tätigkeit für das Heer des Osmanischen Reiches (Ehrenname „Pascha“), 1916–1918 Führung der 9. Division (Westfront), 1920 Generalleutnant, 1920/21 Befehlshaber des Wehrkreiskommandos II in Stettin, 1921 General der Infanterie
    Tochter Ursula Hessler, geb. Dönitz 1917–1990 1937 verh. mit Marineoffizier Günter Hessler (1909–1968)
    Sohn Klaus Dönitz 1920–1944 Oberleutnant zur See, S 141
    Sohn Peter Dönitz 1922–1943 Leutnant zur See, U 954
  • Biografie

    alternativer text
    Karl Dönitz (rechts), BArch / Bildarchiv (InC)

    Kaiserliche Marine, Erster Weltkrieg und Weimarer Republik

    Dönitz wuchs in Berlin, Jena und Weimar auf und wurde nach dem frühen Tod der Mutter von seinem Vater erzogen. Nach seinem Eintritt in die Kaiserliche Marine durchlief er seit 1910 die Seekadettenausbildung, u. a. an der Marineschule Mürwik in Flensburg und der Schiffsartillerieschule in Kiel. Den Beginn des Ersten Weltkriegs erlebte Dönitz als Wachoffizier auf dem Kleinen Kreuzer „Breslau“, der im August 1914 mit dem Schlachtkreuzer „Goeben“ in Konstantinopel der Osmanischen Marine unterstellt wurde, und nahm anschließend an Gefechten gegen die Russische Marine im Schwarzen Meer teil.

    Seit September 1915 Flugplatzleiter einer Fliegerabteilung an der Dardanellen-Front, wurde Dönitz im September 1916 in die Unterseeboot-Abteilung der Kaiserlichen Marine nach Kiel versetzt, wo er den Torpedolehrgang der Unterseeausbildung absolvierte. Nach seiner Ernennung zum Wachoffizier auf U 39 im Januar 1917, kommandierte er seit März 1918 das UC 25, seit September das hochseefähige große Zweihüllenboot UB 68, das im Oktober 1918 im Mittelmeer stark beschädigt wurde und aufgegeben werden musste. Dönitz geriet in britische Kriegsgefangenschaft, aus der er im Juli 1919 aus gesundheitlichen Gründen entlassen wurde.

    In die vorläufige neue Reichsmarine übernommen, war Dönitz seit Juli 1919 in der Marinestation Ostsee in Kiel, ehe er seit März 1920 verschiedene Torpedoboote kommandierte. Mit der Besatzung von V 5 nahm er 1920 am Kapp-Putsch teil. Dönitz blieb in seinem politischen Denken dem Kaiserreich verhaftet und stand der Republik kritisch gegenüber. Nach verschiedenen Stabsverwendungen diente er seit Dezember 1927 als Navigationsoffizier auf dem Kreuzer „Nymphe“, wurde im September 1928 zum Chef der 4. Torpedobootshalbflottille ernannt und wechselte im September 1930 zur Marinestation Nordsee in Wilhelmshaven, wo er als 1. Admiralstabsoffizier mit operativen Planungen befasst war.

    Vom Fregattenkapitän zum Oberbefehlshaber der Wehrmacht: Dönitz im „Dritten Reich“

    Seit September 1934 Kommandeur des Kreuzers „Emden“, wurde Dönitz nach einer längeren Südostasienreise im September 1935 von Admiral Erich Raeder (1876–1960) mit dem Aufbau einer neuen U-Boot-Waffe beauftragt. Entgegen den Bestimmungen des Versailler Vertrags hatte die Reichsmarine seit 1919/20 verdeckt im Ausland an der Weiterentwicklung von U-Booten gearbeitet. Seit September 1935 Chef der Unterseebootsflottille „Weddigen“, wurde Dönitz zum 1. Januar 1936 Führer der Unterseeboote (FdU). In dieser Funktion leitete er 1936 eine misslungene Geheimoperation deutscher U-Boote (U 33 und U 34) im Spanischen Bürgerkrieg mit dem Ziel, den republikanisch kontrollierten Handelsschiffsverkehr vor der spanischen Küste zu stören.

    Dönitz stärkte die Bedeutung der U-Boot-Waffe, indem er den taktischen Einsatz weiterentwickelte: Gemäß der „Rudeltaktik“ sollten bei Sichtung eines gegnerischen Schiffes weitere U-Boote herangeführt werden, um einen gemeinsamen Angriff durchzuführen. Obgleich diese Entwicklung der U-Boot-Waffe zu größerem Ansehen verhalf, konnte sich Dönitz mit seiner kurz vor Kriegsbeginn fertiggestellten Denkschrift „Gedanken über den Aufbau der U-Bootwaffe“ zunächst nicht durchsetzen.

    Seit Oktober 1939 amtierte Dönitz als Befehlshaber der Unterseeboote (BdU), von denen die deutsche Kriegsmarine 57 besaß (37 davon Atlantik-tauglich). Sein Handeln war bis 1943 darauf ausgerichtet, die Bedeutung der U-Boot-Waffe zu stärken und in die strategischen Planungen einzubeziehen. Mit dem Laconia-Befehl vom 17. September 1942, der das Aufnehmen von Schiffbrüchigen versenkter gegnerischer Schiffe verbot, radikalisierte er den Krieg zur See. Als Raeders strategische Ausrichtung der Kriegsmarine auf den Handelskrieg mit großen Überwassereinheiten nicht die erhoffte Wirkung erzielte, ernannte Adolf Hitler (1889–1945) Dönitz am 30. Januar 1943 zum Oberbefehlshaber der Kriegsmarine, der auf den Handelskrieg mit U-Booten setzte, da die Großkampfschiffe mittlerweile fast alle ausgefallen waren. Die rüstungstechnische Konzentration auf den U-Boot-Bau strapazierte die deutschen Werften – die Versenkungserfolge der U-Boot-Waffe erreichten nicht das Ziel der Seekontrolle. Zugleich wurden die Überlebenschancen der deutschen U-Boot-Besatzungen immer schlechter: Rund 26 000 der 41 000 U-Boot-Fahrer kehrten nicht zurück, 781 von 820 U-Booten gingen im Krieg verloren.

    Kurz vor Kriegsende von Hitler zum Oberbefehlshaber über den „Nordraum“ ernannt, der Teile Nord(west)deutschlands, die Niederlande, Dänemark und Norwegen umfasste, bezog Dönitz Ende April 1945 sein Hauptquartier am Suhrer See bei Plön, musste kurz darauf aber vor den näher rückenden britischen Truppen nach Flensburg-Mürwik ausweichen. In seinem Testament bestimmte Hitler Dönitz zu seinem Nachfolger als Oberbefehlshaber der Wehrmacht und Reichspräsident. Dönitz glaubte, dass Hitler mit seinem Selbstmord den Weg zu einer Teilkapitulation freigemacht hatte. Die Regierung Dönitz konzentrierte sich auf die Versorgung deutscher Soldaten in den Ostgebieten und auf die Organisation der Bürokratie in Deutschland nach der Teilkapitulation, verhalf aber auch SS-Funktionären mit gefälschten Papieren zur Flucht. In der Annahme, sie zur Aufrechterhaltung von Disziplin und Ordnung zu benötigen, hielt der britische Field Marshal Bernard Montgomery (1887–1976) nach der deutschen Kapitulation am 8. Mai 1945 an der Regierung Dönitz fest, ehe diese am 23. Mai aufgelöst und Dönitz in Flensburg verhaftet wurde.

    Anschließend wurde Dönitz nach Bad Mondorf (Luxemburg) in das Palace-Hotel ausgeflogen, das unter dem Codenamen „Camp Ashcan“ als Internierungslager hochrangiger Nationalsozialisten diente. Im Nürnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher wurde Dönitz am 1.  Oktober 1946 von den Anklagepunkten Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Planung eines Angriffskriegs freigesprochen, wegen Verbrechen gegen den Frieden und gegen das Kriegsrecht aber zu zehn Jahren Haft verurteilt, die er, anders als Raeder, vollständig im Kriegsverbrechergefängnis Spandau verbüßte.

    Leben und Mythenbildung in der Bundesrepublik Deutschland

    Nach seiner Haftentlassung im Oktober 1956 lebte Dönitz in Friedrichsruh bei Aumühle (Hamburg), wo er regelmäßig von ehemaligen Weggefährten aufgesucht wurde. Auch die Admiralstabslehrgänge der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg absolvierten bis in die 1970er Jahre „Antrittsbesuche“ bei Dönitz. In seinen bis in die 1990er Jahre häufig wiederaufgelegten Nachkriegsschriften vertrat er das Bild einer „unpolitischen“ Kriegsmarine, die stets „sauber“ gekämpft und in Distanz zum NS-Führerstaat gestanden habe. In seiner Autobiografie „Mein wechselvolles Leben“ (1968) breitete er dieses für viele ehemalige Angehörigen der Kriegsmarine identitätsstiftende Bild weiter aus.

    Dönitz’ Bild als „Retter“ deutscher Flüchtlinge aus dem Osten in der Endphase des Zweitens Weltkriegs ist inzwischen relativiert: Sein Hauptaugenmerk galt der Versorgung der Wehrmacht über die Ostsee, erst spät erlaubte er die Nutzung von militärischem Schiffsraum zum Abtransport von Flüchtlingen. Für die Beerdigung von Dönitz sprach Hans Apel (1932–2011) als Bundesverteidigungsminister ein Uniformtrageverbot aus. Die Grabstätte in Aumühle-Wohltorf bei Hamburg war und ist ein Anlaufpunkt rechtsradikaler Vereinigungen.

  • Ehrungen, Auszeichnungen und Mitgliedschaften

    1913 Allgemeines Ehrenzeichen
    1914 Eisernes Kreuz II. Klasse
    1914 Anhaltinisches Friedrich Kreuz
    1916 Eisernes Kreuz I. Klasse
    1917 Medschidié Orden IV. Klasse
    1917 Österreichisches Militärverdienstkreuz II. Klasse m.d.Kr.D.
    1918 Ritterkreuz des Königlichen Hausordens von Hohenzollern mit Schwertern
    1935 Ehrenkreuz für Frontkämpfer
    1936 Ritterkreuz I. Klasse des Königlichen Schwedischen Schwerterorderns
    1938 Ungarischer Verdienstorden, Komturkreuz
    1939 Spange zum Eisernen Kreuz II. Klasse
    1939 Spange zum Eisernen Kreuz I. Klasse
    1939 Medaille zur Erinnerung an den 1. Oktober 1938
    1940 Komturkreuz des Militärordens vom Hause Savoyen
    1940 Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes
    1940 Spanisches Marineverdienstkreuz in Weiß
    1941 Commandantore della ordini Militare de Savoyen
    1943 Eichenlaub (223.) zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes
    1943 Rumänische Orden „Michael der Tapfere“ III. und II. Klasse
    1943 Japanischer Orden „Aufgehende Sonne“ I. Klasse
    1944 Goldenes Parteiabzeichen der NSDAP
    1954 Mitglied des Ehrenpräsidiums der Marine-Offizier-Vereinigung e. V.
    1954 Ehrenmitglied im Verband Deutscher U-Bootfahrer e. V.
    1954 Ehrenmitglied Deutscher Marinebund e. V.
    1975 Preußenschild (Landsmannschaft Ostpreußen)
    • Quellen

      Nachlass:

      Marinearchiv der Bibliothek für Zeitgeschichte, Stuttgart. (Hauptnachlass)

      Bundesarchiv-Militärarchiv, Freiburg im Breisgau. (Teilnachlass)

      Weitere Archivmaterialien:

      Archiv der Marine-Offizier-Vereinigung, Wilhelmshaven. (Nebenbestand Dönitz)

      Archiv des Instituts für Zeitgeschichte München-Berlin, München, Bestand ZS 1810 (Zeugenschrifttum Karl Dönitz) (Onlineressource, Teil 1, Teil 2).

      Archiv Wehrgeschichtliches Ausbildungszentrum Marineschule Mürwik. (Zeitzeugenbefragung über Karl Dönitz)

      The National Archives (Kew, London), Reichsregierung Flensburg: P.R.O. WO 219-1252, P.R.O ADM 116-5423.

      Gedruckte Quellen:

      Kriegstagebuch der Seekriegsleitung 1939–1945, Teil A, im Auftrag des Militärgeschichtlichen Forschungsamtes in Verbindung mit dem Bundesarchiv-Militärarchiv und der Marine-Offizier-Vereinigung hg. v. Werner Rahn/Gerhard Schreiber unter Mitwirkung v. Hansjoseph Maierhöfer, 76 Bde., 1988–1997.

      Der Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher vor dem Internationalen Militärgerichtshof, Nürnberg 14. November 1945 – 1. Oktober 1946, 42 Bde., 1947–1949.

      Stenographische Berichte des Deutschen Bundestages, 2. Legislaturperiode, 140. Sitzung vom 18. April 1956, S. 7207–7235: Große Anfrage der Fraktion der SPD betreffend [die] Rede von Kapitän zur See [Karl-Adolf] Zenker in Wilhelmshaven (Diskussion der Traditionswürdigkeit der Großadmirale Raeder und Dönitz). (Onlineressource)

      Tondokument:

      Dönitz im Kreuzverhör. Ungeschnittene Original-Ton-Dokumente aus dem Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher vor dem Internationalen Militärgerichtshof Nürnberg 1945–1946 (POLAR Film und Medien GmbH 2006, 3 CD, 180 Minuten Spielzeit).

    • Werke

      Die Fahrten der „Breslau“ im Schwarzen Meer, 1917.

      Karl Dönitz/Theodor Kraus, Die Kreuzerfahrten der Goeben und Breslau, 1933.

      Aufgaben und Stand der U-Bootswaffe, in: Nauticus. Schiffahrt, Schiffbau, Marine, Meeresforschung 22 (1939), S. 187–198.

      Karl Dönitz/Theodor Kraus, Die U-Bootswaffe, 1939, 41944.

      Zehn Jahre und zwanzig Tage, 1958, 111997, engl. 1961.

      Die Schlacht im Atlantik in der deutschen Strategie des Zweiten Weltkrieges, in: Marine-Rundschau 61 (1964), S. 63–76.

      Mein wechselvolles Leben, 1968, 21975.

      Karl Dönitz/Theodor Kraus, Deutsche Strategie zur See im Zweiten Weltkrieg, 1970, 41980.

    • Literatur

      Monografien:

      Walter Lüdde-Neurath, Regierung Dönitz. Die letzten Tage des Dritten Reiches, 1953.

      Marlies G. Steinert, Die 23 Tage der Regierung Dönitz, 1967.

      Walter Görlitz, Karl Dönitz. Der Großadmiral, 1972.

      Michael Salewski, Die deutsche Seekriegsleitung, 3 Bde., 1970–1975.

      Walter Frank (Bearb.), Dönitz. Dokumentation zur Zeitgeschichte, hg. v. Deutscher Marinebund, 1981.

      Karl Alman, Großadmiral Karl Dönitz, 1983.

      Peter Padfield, Dönitz. Des Teufels Admiral, 1984.

      George Henry Bennett/Roy Bennett, Hitler’s Admirals, 2004.

      Norman J. W. Goda, Kalter Krieg um Speer und Heß. Die Geschichte der Gefangenen von Spandau, 2009, S. 172–216.

      Dieter Hartwig, Großadmiral Karl Dönitz. Legende und Wirklichkeit, 2010.

      Francois-Emmanuel Brézet, Dönitz. „Le dernier Führer“, 2011.

      Klaus Hesse, Das Dritte Reich nach Hitler. 23 Tage im Mai 1945. Eine Chronik, 2016.

      Militär & Geschichte Extra (Sonderheft 12): Dönitz und der U-Boot-Krieg, 2019.

      Aufsätze:

      Gert Sandhofer, Dokumente zum militärischen Werdegang des Großadmirals Dönitz, in: Militärgeschichtliche Mitteilungen 1 (1967), S. 59–81. (Onlineressource)

      Bodo Herzog, Der Kriegsverbrecher Karl Dönitz. Legende und Wirklichkeit, in: Jahrbuch des Instituts für Deutsche Geschichte 15 (1986), S. 477–489.

      Keith W. Bird, Karl Dönitz – Der „unbesiegte“ Admiral, in Ronald Smelser/Enrico Syring (Hg.), Die Militärelite des Dritten Reiches, 1995, S. 129–152.

      Herbert Kraus, Karl Dönitz und das Ende des „Dritten Reiches“, in: Hans-Erich Volkmann (Hg.), Ende des Dritten Reichs – Ende des Zweiten Weltkriegs. Eine perspektivische Rückschau, 1995, S. 1–23.

      Herbert Kraus, Großadmiral Karl Dönitz, in Gerd R. Ueberschär (Hg.), Hitlers militärische Elite, Bd. 2, 1998, S. 45–54.

      Michael Salewski, Das maritime Dritte Reich. Ideologie und Wirklichkeit 1933–1945, in: Jürgen Elvert/Stefan Lippert (Hg.), Die Deutschen und die See, Bd. 1, 1998, S. 228–245.

      Michael Salewski, Von Raeder zu Dönitz. Der Wechsel im Oberbefehl der Kriegsmarine 1943, in: Jürgen Elvert/Stefan Lippert (Hg.), Die Deutschen und die See, Bd. 1, 1998, S. 290–335.

      Herbert Kraus, Karl Dönitz und das Ende des „Dritten Reiches“ in Flensburg 1945, in: Gerhard Paul (Hg.), Lange Schatten. Ende der NS-Diktatur und frühe Nachkriegsjahre in Flensburg, 2000, S. 83–106.

      Heinrich Schwendemann, „Deutsche Menschen vor der Vernichtung durch den Bolschewismus retten“. Das Programm der Regierung Dönitz und der Beginn einer Legendenbildung, in: Jörg Hillmann/John Zimmermann (Hg.), Kriegsende 1945 in Deutschland, 2002, S. 9–33.

      Jörg Hillmann, Die letzte „Reichsregierung“ in Flensburg-Mürwik. Karl Dönitz und das Ende des „Dritten Reiches“ im Mai 1945, in: Eckardt Opitz (Hg.), Aufstieg, Herrschaft und Folgen des Nationalsozialismus im Herzogtum Lauenburg und in den Nachbarregionen, 2002, S. 137–174.

      Dieter Hartwig, Karl Dönitz. Versuch einer kritischen Würdigung, in: Jens Graul/Michael Kämpf (Hg.), Dieter Hartwig. Marinegeschichte und Sicherheitspolitik. Vorträge und Texte aus drei Jahrzehnten, 2003, S. 77–92.

      Dieter Hartwig, Großadmiral Karl Dönitz. Die Auseinandersetzung mit einem Repräsentanten des Dritten Reiches, in: ebd., S. 93–110.

      Jörg Hillmann, Der „Mythos“ Dönitz, in: Bea Lundt (Hg.), Nordlichter. Geschichtsbewusstsein und Geschichtsmythen nördlich der Elbe, 2004, S. 243–267.

      Dieter Krüger, Das schwierige Erbe. Die Traditionsansprache des Kapitäns zur See Karl-Adolf Zenker 1956 und ihre parlamentarischen Folgen, in: Werner Rahn (Hg.), Deutsche Marinen im Wandel. Vom Symbol nationaler Einheit zum Instrument Internationaler Sicherheit, 2005, S. 549–564.

      Jörg Hillmann, Die Kriegsmarine und ihre Großadmirale im kollektiven Gedächtnis, in: Historische Mitteilungen der Ranke-Gesellschaft 20 (2007), S. 5–73.

      Werner Rahn, Dönitz, die Marineführung und die Verteidigung der „Festung Europa“, in: Das Deutsche Reich und der Zweite Weltkrieg, Bd. 10/1, hg. v. Rolf-Dieter Müller, 2008, S. 5–68.

      Dieter Hartwig, Ein Soldat im Banne des „Führers“ jenseits der Wirklichkeit. Die Lebenswelten des Karl Dönitz, in: Stephan Huck (Hg.), Die Kriegsmarine. Eine Bestandsaufnahme, 2016, S. 139–146.

    • Onlineressourcen

      Lebendiges Museum Online. (P)

      Jewish Virtual Library.

      Lexikon der Wehrmacht.

      Historisches Pressearchiv.

      Ausschnitt aus dem Dokumentarfilm über die Nürnberger Prozesse „The Memory of Justice“ (1976) von Regisseur Marcel Ophüls (269 min., deutsche TV-Erstausstrahlung unter dem Titel „Nicht schuldig?“ am 18.3.1978, Nord 3), umfasst Interviews aus dem Jahr 1973 u. a. mit Karl Dönitz und Albert Speer (1905–1981).

    • Porträts

      zahlreiche Fotografien, Bildarchiv der Bayerischen Staatsbibliothek München, Sammlung Heinrich Hoffmann.

      zahlreiche Fotografien, Digitales Bildarchiv des Bundesarchivs.

  • Autor/in

    Jörg Hillmann (Potsdam)

  • Zitierweise

    Hillmann, Jörg, „Dönitz, Karl“ in: NDB-online, veröffentlicht am 01.07.2022, URL: https://www.deutsche-biographie.de/118526251.html#dbocontent.

    CC-BY-NC-SA