Baeyer, Walter Ritter von
- Lebensdaten
- 1904 – 1987
- Geburtsort
- München
- Sterbeort
- Heidelberg
- Beruf/Funktion
- Psychiater
- Konfession
- evangelisch-lutherisch
- Normdaten
- GND: 116038004 | GND-Explorer | OGND | VIAF
- Namensvarianten
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- Baeyer, Walter Johannes Adolf Ritter von
- Baeyer, Walter Ritter von
- Baeyer, Walter Johannes Adolf Ritter von
- Baeyer, W. von
- Baeyer, W. v.
- Ritter von Baeyer, Walter
- Baeyer, Walther Ritther von
- Baeyer, Walther Johannes Adolf Ritther von
- Ritther von Baeyer, Walther
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Baeyer, Walter Johannes Adolf Ritter von
1904 – 1987
Psychiater
Nach seiner psychiatrischen Ausbildung an der Universitätsklinik Heidelberg arbeitete Walter von Baeyer 1934/35 bei dem Rassenhygieniker Ernst Rüdin (1874–1952) in München und war anschließend im Militär tätig. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wandte er sich der phänomenologischen Psychiatrie und der Sozialpsychiatrie zu und gehörte seit 1955 zu den Protagonisten der Psychiatriereform. International bekannt wurde der Heidelberger Ordinarius v. a. durch das Buch „Psychiatrie der Verfolgten“ (1964).
Lebensdaten
Walter von Baeyer, Universitätsarchiv Heidelberg (InC) = Walter von Baeyer, 1957, Quelle: Universitätsarchiv Heidelberg, BA Pos I 86, Fotograf(in): unbekannt. -
Autor/in
→Maike Rotzoll (Marburg an der Lahn)
-
Zitierweise
Rotzoll, Maike, „Baeyer, Walter Ritter von“, in: NDB-online, veröffentlicht am 01.10.2026, URL: https://www.deutsche-biographie.de/gnd116038004.html#dbocontent
Baeyer besuchte seit 1910 Schulen in München und seit 1918 ein Gymnasium in Heidelberg, wo er 1922 die Abiturprüfungen ablegte. Anschließend studierte er hier, in Berlin und München Medizin und beendete sein Studium 1927 mit dem Staatsexamen an der Universität Heidelberg, deren Psychiatrische Klinik in den 1920er Jahren als ein Ort für herausragende psychopathologische Forschung galt. Hier wurde Baeyer 1928 bei dem (Kinder-)Psychiater August Homburger (1873–1930) zum Dr. med. promoviert. Nach der Volontärassistentenzeit 1928/29 in Breslau (Niederschlesien, heute Wrocław, Polen) kehrte er als Assistenzarzt nach Heidelberg zurück.
1933 endete die Zusammenarbeit der sog. Heidelberger psychopathologische Schule abrupt, da Karl Wilmanns (1873–1945), Leiter der Psychiatrischen Universitätsklinik, aus politischen Gründen entlassen wurde, andere Mitglieder aufgrund von antisemitischer Verfolgung emigrierten und auch Baeyer die nun von dem Nationalsozialisten Carl Schneider (1891–1946) geleitete Klinik verließ. Baeyer arbeitete 1934/35 in München bei dem bekannten Rassenhygieniker Ernst Rüdin (1874–1952) zum Thema „Genealogie psychopathischer Schwindler und Lügner“; sein Habilitationsversuch scheiterte, da der NS-Dozentenbund dies aufgrund seiner teils jüdischen Vorfahren verhinderte. Von 1935 bis 1945 gehörte Baeyer als Sanitätsoffizier der Wehrmacht an, von 1941 bis März 1945 war er als Beratender Psychiater der 16. Armee zumeist an der Ostfront tätig. Zu seinen Aufgaben gehörten neben medizinischen Behandlungen die Berichterstattung über die Stimmung der Truppe und Erstellung von Gutachten für die Militärjustiz.
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde Baeyer, der kein Mitglied der NSDAP war, Leiter der Psychiatrischen- und Nervenklinik der Stadt Nürnberg. 1947 habilitierte er sich an der Universität Erlangen mit einer Arbeit über Fleckfieberfabulosen für Psychiatrie und Neurologie, vertrat einige Semester den dortigen Lehrstuhl und setzte erste sozialpsychiatrische Akzente. Während einer Studienreise in die USA auf Einladung der US-amerikanischen Militärregierung 1949 und durch erste Kontakte zur World Federation for Mental Health lernte Baeyer die stark psychoanalytisch geprägte US-amerikanische Psychiatrie und die international einsetzenden psychiatrischen Reformbestrebungen kennen.
1951 wies Baeyer mit seinem Aufsatz über die „Schranke zwischen den seelisch Abnormen und der Gesellschaft“ in der Zeitschrift „Der Nervenarzt“, deren Mitherausgeber er zwischen 1950 bis 1975 war, auf gesellschaftliche Aspekte der Psychiatrie hin, v. a. auf soziale Bedingungen psychischer Erkrankungen. Zugleich betonte er die Bedeutung der sozialen Interaktion zwischen Psychiater und Patient bzw. Patientin. Sein 1955 erschienener Aufsatz „Der Begriff der Begegnung in der Psychiatrie“ zeigt Baeyers Hinwendung zur phänomenologisch-anthropologischen Psychiatrie, betont aber auch soziale Faktoren bei der Entstehung und Behandlung psychischer Erkrankungen und gilt als richtungweisend für folgende Reformbestrebungen.
Für die Psychiatrisch-Neurologische Universitätsklinik Heidelberg bedeutete Baeyers Berufung auf den Lehrstuhl für Psychiatrie und zum Direktor der Klinik 1955 einen sozialpsychiatrischen Umbruch, für den auch seine Schüler Heinz Häfner (1926–2022) und Karl-Peter Kisker (1926–1997) stehen. Nach 1960 entstand hier mit der Abteilung für Sozialpsychiatrie und Rehabilitation die Keimzelle des 1975 eröffneten Zentralinstituts für Seelische Gesundheit in Mannheim. Das zweite nationale Forschungsinstitut im psychiatrischen Feld – neben dem Max-Planck-Institut für Psychiatrie in München – war in seinen frühen Jahren dezidiert sozialpsychiatrisch ausgerichtet, gleichzeitig diente es mitsamt seiner in einem sozialen Brennpunkt gelegenen Klinik und der Gemeindepsychiatrie als Modellinstitut für die Psychiatriereform.
1965 veröffentlichten Häfner, Baeyer und Kisker die Denkschrift „Dringliche Reformen in der psychiatrischen Krankenversorgung der Bundesrepublik“. Der frühe Reformaufruf enthielt einen Hinweis auf die NS-Vergangenheit der deutschen Psychiatrie, deren Hypothek somit als Reformimpuls kenntlich wird. Die Denkschrift, in der die psychiatrische Krankenversorgung in der Bundesrepublik als nationaler Notstand bezeichnet wurde, formulierte wesentliche Forderungen der späteren Psychiatrie-Enquete: Den Abbau von Betten in Großkrankenhäusern zugunsten von Übergangseinrichtungen wie Tageskliniken und Wohnheimen zwecks gemeindenaher Versorgung, die Intensivierung (sozial-)psychiatrischer Forschung, die Aus- und Weiterbildung der in unterschiedlichen Berufen involvierten Personen und die Entstigmatisierung. 1971 beauftragte der Bundestag die Psychiatrie-Enquete mit einer großangelegten Untersuchung des Zustands der psychiatrischen Versorgung und mit der Ausarbeitung von Lösungsvorschlägen; Baeyers Schüler Häfner wurde der zweite Vorsitzende der Enquete-Kommission. Der hunderte Seiten umfassende Bericht wurde 1975 dem Bund übergeben und gilt als Meilenstein der Psychiatriereform.
Von besonderer Bedeutung war die 1964 von Baeyer mit Häfner und Kisker verfasste Monografie „Psychiatrie der Verfolgten“, die die ursächlichen Zusammenhänge zwischen Extrembelastungen wie Konzentrationslagerhaft und seelischen Dauerschäden belegte und international wahrgenommen wurde. Aufgrund dieses Renommees wurde Baeyer für die Zeit von 1966 bis 1971 zum Vizepräsidenten der Psychiatrischen Weltvereinigung gewählt.
Die letzten Jahre von Baeyers Ordinariat wurden überschattet von Auseinandersetzungen um das 1970/71 aktive Heidelberger Sozialistische Patientenkollektiv. Dabei handelte es sich um eine Gruppierung zunächst von Patientinnen und Patienten der Heidelberger psychiatrischen Ambulanz, später auch von weiteren Personen um den Arzt Wolfgang Huber (geb. 1935), die sich gegen die aus ihrer Sicht krankmachende kapitalistische Gesellschaft wandten. Unter dem Slogan „Aus der Krankheit eine Waffe machen“ versuchte die Gruppe, v. a. mittels Flugblättern, Strukturen der psychiatrischen Versorgung und der Gesellschaft insgesamt zu bekämpfen. Der Konflikt eskalierte und die Gruppe radikalisierte sich zunehmend.
Baeyer war mit seiner Hinwendung zur Lebensgeschichte, zu sozialen Ursachen psychischer Erkrankungen und zu konkreten sozialpsychiatrischen Umbaumaßnahmen an der Heidelberger Klinik und im nationalen Kontext für die frühe Psychiatriereform von Bedeutung. Neben Häfner und Kisker ist Helmut Kretz (1934–2025) ein Schüler Baeyers.
| 1971 | Großes Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland |
| 1972 | Ehrenmitglied der Royal College of Psychiatrists (Großbritannien) |
| 1976 | Goldene Kraepelin Medaille der Stiftung Deutsche Forschungsanstalt für Psychiatrie |
| Station von Baeyer des Universitätsklinikums Heidelberg (weiterführende Informationen) |
Nachlass:
Universitätsarchiv Heidelberg, Rep. 63/1.
Weitere Archivmaterialien:
Universitätsarchiv Heidelberg, PA 827, 2574, 6 530 u. 9 456. (Personalakten)
Monografien:
Zur Genealogie psychopathischer Schwindler und Lügner, 1935.
Reinhard Aschenbrenner/Walter von Baeyer, Epidemisches Fleckfieber. Eine klinische Einführung, 1944.
Die moderne psychiatrische Schockbehandlung, 1951.
Walter von Baeyer/Heinz Häfner/Karl Peter Kisker, Psychiatrie der Verfolgten. Psychopathologische und Gutachtliche Erfahrungen an Opfern der Nationalsozialistischen Verfolgung und Vergleichbarer Extrembelastungen, 1964.
Walter von Baeyer/Wanda von Baeyer-Katte, Angst, 1973.
Wähnen und Wahn. Ausgewählte Aufsätze, 1979.
Walter von Baeyer/Werner Binder, Endomorphe Psychosen bei Verfolgten. Statistisch-klinische Studien an Entschädigungsgutachten, 1982.
Artikel:
Zur Psychologie verkrüppelter Kinder und Jugendlicher. Ein Beitrag zur Kenntnis ihrer geistigen und seelischen Entwicklungsweisen, in: Zeitschrift für Kinderforschung 34 (1928), H. 1, S. 229–292.
Formen des Hexenwahns, in: Zeitschrift für die gesamte Neurologie und Psychiatrie 133 (1931), S. 676–709.
Zur Vererbung psychopathischer Eigenschaften (Familienuntersuchungen an psychopathischen Schwindlern und Lügnern), in: Der Erbarzt 3 (1936), S. 137–140.
Geistige Störungen bei Fleckfieber, in: Zeitschrift für die gesamte Neurologie und Psychiatrie 175 (1942), H. 1, S. 225–255.
Das Wolhynische Fieber. Eine entzündliche Erkrankung des Nervensystems?, in: Zeitschrift für die gesamte Neurologie und Psychiatrie 178 (1944), H. 1, S. 136–164.
Walter von Baeyer/Wilhelm Grobe, Psychopathologische Erfahrungen mit der Elektrokrampfmethode, in: Archiv für Psychiatrie und Nervenkrankheiten 179 (1947), H. 1/2, S. 163–233.
Gegenwärtige Psychiatrie in den Vereinigten Staaten, in: Der Nervenarzt 21 (1950), S. 2–9.
Die Schranke zwischen den seelisch Abnormen und der Gesellschaft. (Diskussionsbeitrag zur gegenwärtigen Lage der Psychiatrie), in: Der Nervenarzt 22 (1951), S. 457–462.
Der Begriff der Begegnung in der Psychiatrie, in: Der Nervenarzt 26 (1955), S. 369–376.
Das psychiatrische Krankenhaus. Eine Studie über den Anteil des Institutionellen an der Behandlung von Psychosen. Anmerkungen zu dem gleichnamigen Buch von Alfred H. Stanton und Morris S. Schwartz, in: Psyche 10 (1956), H. 4, S. 757–762.
Zur Tagung des Weltbundes für geistige Gesundheit und Psychohygiene (World Federation for Mental Health) vom 12.–17.8.56 in West-Berlin, in: Der Nervenarzt 27 (1956), S. 556 f.
Heinz Häfner/Walter von Baeyer/Karl Peter Kisker, Dringliche Reformen in der psychiatrischen Krankenversorgung der Bundesrepublik. Über die Notwendigkeit des Aufbaus sozialpsychiatrischer Einrichtungen (psychiatrische Gemeindezentren), in: Helfen und Heilen. Diagnose und Therapie in der Rehabilitation 4 (1965), S. 118–125.
Die Verantwortung der Gesellschaft für ihre psychisch Kranken, in: Social Psychiatry 1 (1966), S. 2–6.
Die Zukunft der psychiatrischen Krankenversorgung, in: Deutsches Zentralblatt für Krankenpflege 11 (1966), S. 488–490.
Die Bestätigung der NS-Ideologie in der Medizin unter besonderer Berücksichtigung der Euthanasie, in: Nationalsozialismus und die Deutsche Universität, hg. v. d. Freien Universität Berlin, 1966, S. 63–75.
Walter Ritter von Baeyer, in: Ludwig Pongratz (Hg.), Psychiatrie in Selbstdarstellungen, 1977, S. 9–33. (Autobiografie)
Monografien:
Peter Riedesser/Axel Verderber, „Maschinengewehre hinter der Front“. Zur Geschichte der deutschen Militärpsychiatrie, 1996, S. 184–189.
Georg Berger, Die Beratenden Psychiater des deutschen Heeres 1939 bis 1945, 1998.
Sabine Hanrath, Zwischen „Euthanasie“ und Psychiatriereform. Anstaltspsychiatrie in Westfalen und Brandenburg. Ein deutsch-deutscher Vergleich, 2002, S. 327–350.
Heinz Häfner/Hans Martini, Das Zentralinstitut für Seelische Gesundheit. Gründungsgeschichte und Gegenwart, 2011.
Christian Pross, Wir wollten ins Verderben rennen. Die Geschichte des Sozialistischen Patientenkollektivs Heidelberg, 2016.
Sandra Schmitt, Das Ringen um das Selbst. Schizophrenie in Wissenschaft, Gesellschaft und Kultur nach 1945, 2018, S. 71–198.
Aufsätze:
Heinz Häfner/Karl Peter Kisker, Walter Ritter v. Baeyer zum 65. Geburtstag, in: Social Psychiatry 4 (1969), H. 3, S. 85 f.
Heinz Häfner, Die Geschichte der Sozialpsychiatrie in Heidelberg, in: Werner Janzarik (Hg.), Psychopathologie als Grundlagenwissenschaft, 1979, S. 145–160.
Helmut Kretz, Psychiatrie im Umbruch. Von Walter Ritter von Baeyer (1904–1987) gingen wesentliche Impulse für die Entwicklung der deutschen Psychiatrie nach 1945 aus, in: Deutsches Ärzteblatt 101 (2004), H. 45, S. 316 f.
Franz-Werner Kersting, Between the National Socialist ‚Euthanasia Programme’ and Reform. Asylum Psychiatry in West Germany, 1940–1975, in: Marijke Gijswijt-Hofstra/Harry Oosterhuis/Joost Vijselaar/Hugh Freeman (Hg.), Psychiatric Cultures Compared. Psychiatry and Mental Health Care in the Twentieth Century, 2005, S. 200–224.
Maike Rotzoll/Gerrit Hohendorf, Zwischen Tabu und Reformimpuls. Der Umgang mit der NS-Vergangenheit in der Heidelberger Psychiatrischen Universitätsklinik nach 1945, in: Sigrid Oehler-Klein/Volker Roelcke (Hg.), Vergangenheitspolitik in der universitären Medizin nach 1945. Institutionelle und individuelle Strategien im Umgang mit dem Nationalsozialismus, 2007, S. 307–330.
Maike Rotzoll, Die Entstehung der „Sozialpsychiatrischen Klinik Heidelberg“ in den 1960er Jahren. Sozialpsychiatrie in Heidelberg, in: Jahrbuch des Heidelberger Geschichtsvereins 17 (2012), S. 133–148.
Felicitas Söhner/Heiner Fangerau/Thomas Becker, Der Weg zur Psychiatrie-Enquete. Rekonstruktion der politischen Vorbereitung der ersten Enquetekommission des Deutschen Bundestags, in: Der Nervenarzt 89 (2018), S. 570–578.
Samuel Thoma, Der Mensch ist dazu gemacht, das Menschliche zu ergründen. Zur konzeptuellen Bedeutung der phänomenologisch-anthropologischen Psychiatrie im Vorfeld der westdeutschen Psychiatriereform, in: Medizinhistorisches Journal 54 (2019), S. 209–240.
Lexikonartikel:
Dagmar Drüll-Zimmermann, Art. „Walter Ritter von Baeyer (1904–1987)“, in: dies. (Hg.), Heidelberger Gelehrtenlexikon, Bd. 3, 1933–1986, 2009.
Samuel Thoma, Art. „Baeyer, Walter Ritter von“, in: Biographisches Archiv der Psychiatrie, 2016. (P) (Onlineressource)
Nachrufe:
Heinz Häfner, Prof. Dr. Walter Ritter von Baeyer. In memoriam, in: Nervenheilkunde 6 (1987), S. 224 f.
MS, Obituary Walter Ritter von Baeyer, formerly Professor of Psychiatry, University of Heidelberg, Germany, in: Bulletin of the Royal College of Psychiatry 11 (1987), S. 413.
Richard Avenarius, In memoriam Walter von Baeyer 1904–1987, in: Der Nervenarzt 59 (1988), S. 63–65.
Fotografien, Universitätsarchiv Heidelberg.