Arnold von Bruck

Lebensdaten
um 1490 – vermutlich 1554
Sterbeort
Linz
Beruf/Funktion
Musiker ; Komponist ; Kapellmeister
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 118665790 | OGND | VIAF: 27330861
Namensvarianten

  • Brugk, Arnold von
  • Prugg, Arnold von
  • Arnold de Prugkh
  • Arnold von Prigkh
  • Arnoldus Brugensis
  • Arnold de Ponte
  • Brucq, Arnold von
  • Bruck, Arnold von
  • Prigkh, Arnold von
  • Ponte, Arnold de
  • Arnold von Bruck
  • Brugk, Arnold von
  • Prugg, Arnold von
  • Arnold de Prugkh
  • Arnold von Prigkh
  • Arnoldus Brugensis
  • Arnold de Ponte
  • Brucq, Arnold von
  • Bruck, Arnold von
  • Prigkh, Arnold von
  • Ponte, Arnold de
  • Prugkh, Arnold de
  • Bruckh, Arnold de
  • Prug, Arnold de
  • Pruck, Arnold von
  • Arnoldus, Brugensis
  • Pruck, Arnold de
  • Bruck, Arnold de
  • Bruck, Arnoldus de

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Zitierweise

Arnold von Bruck, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd118665790.html [08.02.2026].

CC0

  • Arnold von Bruck (Brugk, Prugg, de Prugkh, von Prigkh, Arnoldus Brugensis)

    Komponist und Kapellmeister, * wahrscheinlich um 1490, 1554 (?) Linz.

  • Genealogie

    Die Herkunft aus Brück an der Leitha, an der Mur oder an der Ammer ist wahrscheinlich; Brück im Aargau und Brügge scheiden nach neueren Erkenntnissen aus.

  • Biographie

    A.s Wirken am Krakauer Hof ab 1506 ist nicht erwiesen, seine Schülerschaft bei H. Finck in Wien möglich. Um 1510 trat er in die Wiener Hofkapelle ein, deren Kapellmeister er 1527 wurde. Er besaß eine Pfründe als Dechant in Laibach, sowie ein Beneficium in Linz, auf das er sich 1546 beim Eintritt in den Ruhestand wohl zurückzog. Trotz seinem Festhalten am katholischen Glauben scheint er mit der lutherischen Reformation sympathisiert zu haben, wie mehrere lutherische Choralbearbeitungen aus seiner Feder zeigen. A.s deutsche Choralsätze und lateinische Motetten sind sowohl niederländischen Vorbildern als auch der deutschen Tradition verpflichtet; das deklamatorische Prinzip der Stimmführung, die Harmonik und die polyphone Technik geben seinem Schaffen das Gepräge der Renaissance. A. war schon Anfang der 1530er Jahre einer der angesehensten deutschen Komponisten, dessen Werke neben denen L. Senfls als repräsentativ für die deutsche Musik seiner Zeit gelten dürfen.

  • Werke

    Zahlreiche dt. weltl. u. geistl. Lieder u. lat. Sätze in zeitgenöss. Slgg., z. B. 20 weltl. u. geistl. Lieder b.: J. Ott, Hundert u. einundzweinzig neue Lieder, Nürnberg 1534; 3 weltl. Lieder bei: H. Finck. Schöne auserlesene Lieder. Nürnberg 1536;
    18 weltl. Lieder in: L. Nowak, Das dt. Ces.-lied in Österreich v. 1480-1550, = Denkmäler d. Tonkunst in Österr. 37/2, Bd. 72, Wien 1930;
    17 Choralsätze b.: G. Rhau, Neue dt. geistl. Gesänge f. d. gemeinen Schulen, Wittenberg 1544, hrsg. v. J. Wolf, Denkmäler dt. Tonkunst 34, 1908;
    4 Hymnen b.: G. Rhau, Sacrorum Hymnorum Liber Primus, Wittenberg 1542, hrsg. v. R. Gerber, Reichsdenkmale d. Erbes dt. Musik 21/25, 1942/43;
    s. a. MGG I.

  • Literatur

    ADB III (unter Bruck, A. v.);
    A. Smijers, Die kaiserl. Hofmusik-Kapelle v. 1543-1619, in: Stud. z. Musikwiss. 6, Wien 1919, 7, 1920, 9, 1922;
    H. J. Moser, Gesch. d. dt. Musik I. ⁴1926;
    L. Nowak, Das dt. Gesellschaftslied in Österr. v. 1480-1550, in: Stud. z. Musikwiss. 17, Wien 1930;
    G. Adler, in: Hdb. d. Musikgesch., 1930;
    F. Blume, Die ev. Kirchenmusik, 1931;
    H. Albrecht, in: MGG I.

  • Porträts

    Silbermedaille v. L. Neufarer, 1530 (Wien. Kunsthist. Mus.).

  • Autor/in

    Hans Albrecht
  • Zitierweise

    Albrecht, Hans, "Arnold von Bruck (Brugk, Prugg, de Prugkh, von Prigkh, Arnoldus Brugensis)" in: Neue Deutsche Biographie 1 (1953), S. 380 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd118665790.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA