Lebensdaten
1909 – 1990
Geburtsort
Bonn
Sterbeort
Rosenheim
Beruf/Funktion
Anglist ; Philologe
Konfession
evangelisch-lutherisch
Normdaten
GND: 116543167 | OGND | VIAF: 46807390
Namensvarianten
  • Clemen, Wolfgang Hermann Eduard Percy
  • Clemen, Wolfgang
  • Clemen, Wolfgang Hermann Eduard Percy
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Objekt/Werk(nachweise)

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Zitierweise

Clemen, Wolfgang, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116543167.html [24.04.2024].

CC0

  • Wolfgang Clemen war der bedeutendste Vertreter des New Criticism, einer ästhetisch orientierten, textbezogenen Literaturwissenschaft, in der Bundesrepublik. Schwerpunkte seiner wissenschaftlichen Arbeit waren das Drama Shakespeares und seiner Zeit, frühneuzeitliche und romantische Dichtung. Nach 1946 baute er das Englische Seminar in München neu auf, organisierte hier ein strukturiertes Studium nach englischem Vorbild und setzte sich in hochschulpolitischen Schriften für allgemeine Universitätsreformen ein.

    Lebensdaten

    Geboren am 29. März 1909 in Bonn
    Gestorben am 16. März 1990 in Rosenheim
    Grabstätte Gemeindefriedhof, Familiengrab (aufgelassen) in Bad Endorf (Chiemsee)
    Konfession evangelisch-lutherisch
    Wolfgang Clemen, BSB / Bildarchiv / Fotoarchiv Timpe (InC)
    Wolfgang Clemen, BSB / Bildarchiv / Fotoarchiv Timpe (InC)
  • Lebenslauf

    29. März 1909 - Bonn

    - 1928 - Bonn

    Schulbesuch

    Humanistisches Gymnasium

    1928 - Bad Godesberg

    Abitur

    Deutsches Kolleg

    1928 - 1934 - Heidelberg; Freiburg im Breisgau; Berlin; Cambridge (Großbritannien); Bonn

    Studium der Geisteswissenschaften, zunehmend mit Schwerpunkt Englische Literaturwissenschaft

    Universität

    1934 - Bonn

    Promotion (Dr. phil.)

    Universität

    1935 - Bonn

    Erstes Staatsexamen in den Fächern Neuere Sprachen, Germanistik, Geschichte

    Universität

    1938 - Köln

    Habilitation für Anglistik

    Universität

    1938 - 1939 - Kiel

    Lehrstuhlvertreter

    Universität

    1.11.1939 - 1946 - Frankreich; Sowjetunion

    Kriegsdienst; Verwundung; Heimaturlaub; US-amerikanische Gefangenschaft

    1.9.1946 - 1974 - München

    ordentlicher Professor für Englische Philologie

    Universität

    1964 - München

    Gründer der Shakespeare-Forschungsbibliothek

    Universität

    1975 - 1989 - München

    Leiter von Fortbildungsseminaren für Gymnasiallehrer

    Forschungsbibliothek der Universität

    16. März 1990 - Rosenheim
  • Genealogie

    Vater Paul Clemen 13.10.1866–8.7.1947 Dr. phil.; 1893 erster Provinzialkonservator der Rheinprovinz; 1894 Professor für Kunstgeschichte an der Universität Bonn
    Großvater väterlicherseits Christian August Julius Clemen 1838–1920 Pastor, Religionslehrer und Konrektor der Fürstenschule Grimma
    Großmutter väterlicherseits Helene Clemen, geb. Voigt 1842–1907
    Mutter Lilli (Elisabeth Luise) Clemen, geb. von Wätjen 1884–1966
    Großvater mütterlicherseits Hermann Nicolaus von Wätjen 1851–1911 aus einer Bremer Reederfamilie
    Großmutter mütterlicherseits Clara Antonia von Wätjen , geb. Vautier 1862–1944 Tochter des Benjamin Vautier (1829–1898), schweizerischer Maler, und der Bertha Euler (geb. 1837) aus Düsseldorf
    Schwester Petra Clemen 1911–1986 Buchillustratorin
    Schwester Barbara Clemen 1916–1982 Schauspielerin; verh. mit Winfried Martini (1905–1991), Journalist
    Heirat 19.4.1943 in Forchheim
    Ehefrau Ursula Clemen , geb. Gauhe 1911–1993 Dr. phil.; Übersetzerin englischer Gedichte und Märchen
    Schwiegervater Max Gauhe 1870–1916 Soldat; gefallen bei Saulnes (Département Meurthe-et-Moselle, Frankreich)
    Schwiegermutter Luise Adeline Gauhe, geb. Keller geb. 1880
    Sohn Christian Clemen geb. 1945 Professor für Elektrotechnik an der FH Augsburg
    Sohn Harald Clemen geb. 23.1.1947 Theaterregisseur
    Tochter Bettine Clemen Musikerin
    Urgroßonkel mütterlicherseits Nicolaus Delius 1813–1888 Shakespeare-Forscher
    Onkel mütterlicherseits Otto von Wätjen 1981–1842 Maler; lebte in der Pariser Bohème; 1914–1921 verh. mit Marie Laurencin (1883–1956), Malerin, Lyrikerin
    Diese Grafik wurde automatisch erzeugt und bietet nur einen Ausschnitt der Angaben zur Genealogie.

    Clemen, Wolfgang (1909 – 1990)

    • Vater

      Paul Clemen

      13.10.1866–8.7.1947

      Dr. phil.; 1893 erster Provinzialkonservator der Rheinprovinz; 1894 Professor für Kunstgeschichte an der Universität Bonn

      • Großvater väterlicherseits

        Christian August Julius Clemen

        1838–1920

        Pastor, Religionslehrer und Konrektor der Fürstenschule Grimma

      • Großmutter väterlicherseits

        Helene Clemen

        1842–1907

      • Großvater mütterlicherseits

        Hermann Nicolaus von Wätjen

        1851–1911

        aus einer Bremer Reederfamilie

      • Großmutter mütterlicherseits

        Clara Antonia von Wätjen

        1862–1944

        Tochter des Benjamin Vautier (1829–1898), schweizerischer Maler, und der Bertha Euler (geb. 1837) aus Düsseldorf

    • Schwester

      Petra Clemen

      1911–1986

      Buchillustratorin

    • Schwester

      Barbara Clemen

      1916–1982

      Schauspielerin; verh. mit Winfried Martini (1905–1991), Journalist

    • Heirat

      in

      Forchheim

      • Ehefrau

        Ursula Clemen

        1911–1993

        Dr. phil.; Übersetzerin englischer Gedichte und Märchen

  • Biografie

    alternativer text
    Wolfgang Clemen, BSB / Bildarchiv / Fotoarchiv Timpe (InC)

    Als Sohn des von der preußischen Königsfamilie hochgeschätzten Kunsthistorikers Paul Clemen (1866–1947) und seiner aus einer wohlhabenden Bremer Reederfamilie stammenden Ehefrau standen Clemen die gesellschaftlichen Türen in Bonn und Berlin offen. Bis zum Abitur 1928, das er am Deutschen Kolleg in Bad Godesberg erhielt, besuchte er das Humanistische Gymnasium in Bonn; seine Ferien verbrachte er häufig auf dem Familiensitz der Wätjens, dem Rittergut Altenrode bei Wolfenbüttel. Dabei nutzte er die nahe Herzog-August-Bibliothek für seine frühen wissenschaftlichen Arbeiten. Seit 1928 studierte er Geisteswissenschaften, zunehmend mit dem Schwerpunkt Englische Literaturwissenschaft, in Heidelberg, Freiburg im Breisgau, Berlin, Cambridge (Großbritannien) und Bonn. In seiner Dissertation „Shakespeares Bilder“ (1936), mit der er 1934 an der Universität Bonn bei Gustav Hübener (1889–1940) zum Dr. phil. promoviert wurde, führte er die Tradition seines Urgroßonkels Nicolaus Delius (1813–1888) fort, dessen Forschungen zu Shakespeare internationale Beachtung gefunden hatten. 1938 habilitierte sich Clemen mit „Der junge Chaucer“ bei Herbert Schöffler (1888–1946) für Anglistik in Köln und übernahm anschließend eine Lehrstuhlvertretung in Kiel. Wie sein Vater stand er dem George-Kreis nahe; neben Ernst Robert Curtius (1886–1956) betrachtete er den George-Schüler und Shakespeareforscher Friedrich Gundolf (1880–1931) als seinen wichtigsten Lehrer.

    Die spektakuläre Würdigung seiner Dissertation auf der Titelseite der Literaturzeitung „Times Literary Supplement“ am 5. September 1936 verschaffte Clemen die Beachtung der englischen Fachwissenschaft. Die Veröffentlichung einer englischen Fassung in der Oxford University Press scheiterte kurz vor der Drucklegung am Beginn des Zweiten Weltkriegs. Im November 1939 zum Kriegsdienst einberufen, wurde Clemen von 1940 bis 1944 an der französischen und sowjetischen Front eingesetzt und schwer verwundet. In einem Kriegstagebuch (im Nachlass erhalten) versuchte er, die Unmenschlichkeit und Absurdität des Erlebten zu verarbeiten. Clemen, der 1937 aus Karrieregründen in die NSDAP eingetreten war, wahrte in seinen Schriften konsequent die Distanz zur NS-Ideologie. Durch seinen Kriegseinsatz konnte er das von einem Hochschullehrer geforderte Bekenntnis zum Regime umgehen. An seine US-amerikanische Kriegsgefangenschaft 1945/46, während der er mit Mitgefangenen wissenschaftliche „Seminare“ improvisierte und sich im Übersetzen schulte, erinnerte er sich eher positiv.

    Im Entnazifizierungsverfahren als „Mitläufer“ eingestuft, wurde Clemen zum 1. September 1946 auf den Lehrstuhl für Englische Philologie an der Universität München berufen, wo für ihn die Wiederaufbauarbeit begann. Dank einer geschickten Stellen- und Personalpolitik, der Einwerbung britischer akademischer Lehrkräfte und der zügigen Ausbildung von eigenem wissenschaftlichen Nachwuchs realisierte er in seinem Institut ein nach angelsächsischer Art strukturiertes Studienangebot. 1964 gründete er an seiner Universität die Shakespeare-Forschungsbibliothek. Clemen lud prominente englische Anglisten ein und beförderte so die deutsch-britische Aussöhnung. Die Verleihung des Ehrendoktors an T. S. Eliot (1888–1965) war ein Höhepunkt dieser Verständigungsleistung. Auftritte von Gastwissenschaftlerinnen wie Dame Helen Gardner (1908–1986), Inga-Stina Ewbank (1932–2004) und Anne Righter (1933–2013) stärkten als beeindruckende Vorbilder das Selbstbewusstsein weiblicher Studierender, die er programmatisch förderte.

    In hochschulpolitischen Beiträgen – v. a. in „Die Zeit“ von 1958 bis 1962 – forderte Clemen die Schaffung eines angemessenen, personalintensiven Lehr- und Beratungsangebots für die zahlenmäßig stetig anwachsende Studentenschaft. Gastprofessuren führten ihn 1953 an die Columbia University, New York City, und 1964 an die University of Bristol (Großbritannien). 1964 hielt Clemen als Jahrespräsident die „Presidential Address“ vor der Modern Humanities Association in Cambridge (Großbritannien); im Wintersemester 1965/66 folgte er einer Einladung zu einer Turnbull Poetry Lecture an die Johns Hopkins University, Baltimore (Maryland, USA). Rufe an andere Universitäten, auch in Großbritannien und den USA, lehnte Clemen ab.

    Die 1951 erschienene englische Neufassung von Clemens Dissertation blieb als vielbeachtete Studie jahrzehntelang Pflichtlektüre im Anglistikstudium an englischen und amerikanischen Universitäten. Clemens Forschungsinteresse erweiterte sich hin zum Bereich der Tragödie in der Zeit vor William Shakespeare (1564–1616) und zur frühneuzeitlichen und romantischen Lyrik. Seinen Ansatz primär textimmanenter Lektüre fand er bestätigt im Erfolg des „New Criticism“ im anglo-amerikanischen Bereich. Eine Dynamisierung und Vertiefung des Vorgehens gelang ihm mit werk- und autorenübergreifenden Überlegungen zur literarhistorischen „Entwicklung“, zum „Stilwandel“ und zum Verhältnis von „Tradition und Innovation“.

    Clemen spielte Violine auf sehr hohem Niveau, verkehrte in Schwabinger Künstlerkreisen und verstand seine Arbeit als Dienst an den großen Werken der Dichter. Seine Vorlesungen waren sorgfältig komponierte Auftritte, die Vorträge, Aufsätze und Bücher zumeist ästhetisch durchgestaltete Einheiten ohne Fachjargon. In den späten 1950er Jahren kämpfte er gegen die Shakespeare-Bearbeitungen Hans Rothes (1894–1977), die sich seiner Ansicht nach dem Zeitgeschmack und dem deutschen Regietheater andienten. Auch innerhalb der Literaturwissenschaft widersetzte er sich neuen Trends. Arbeiten zur gesellschaftlichen und ideologischen Kontextualisierung von Literatur assoziierte er mit der nationalsozialistischen Vereinnahmung der Kunst und lehnte sie entschieden ab. Dies gilt für die Konstanzer Rezeptionsästhetik, mehr noch für sozialgeschichtliche Forschungsansätze und ganz entschieden für die marxistische Literaturtheorie. Persönliche Angriffe revoltierender Studierender nach 1968 veranlassten ihn, sich mit dem konservativen Professorenbund Freiheit der Wissenschaft zu solidarisieren. Von den großen „Hauptvorlesungen“ zog er sich in kleinere Seminare und, nach seiner Emeritierung 1974, in Fortbildungsseminare für Gymnasiallehrer zurück. Zu seinen Schülern zählen u. a. Hermann Fischer (1922–2009), Werner Habicht (1930–2022), Andreas Höfele (geb. 1950), Werner von Koppenfels (geb. 1938), Dieter Mehl (1933–2018), Berta Moritz-Siebeck (1912–1989), Manfred Pfister (geb. 1943), Wolfgang Riehle (1937–2015), Horst Weinstock (geb. 1931) und Wolfgang Weiß (1932–2019).

  • Auszeichnungen

    1948 Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, München (P) (weiterführende Informationen)
    1964 Corresponding Fellow of the British Academy
    1964 Dr. h. c., University of Birmingham (Großbritannien)
    1967 Dr. h. c., Université de Rouen (Frankreich)
    1972 Commander of the British Empire
    1977 Dr. h. c., Uppsala universitet
    1977 Life Trustee of the Shakespeare Birthday Trust, Stratford-upon-Avon (Großbritannien)
    1981 Orden Pour le Mérite für Wissenschaften und Künste (P) (weiterführende Informationen)
    1988 Bayerischer Maximiliansordens für Wissenschaft und Kunst
    Bayerischer Verdienstorden
    Großes Verdienstkreuz mit Stern des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland
  • Quellen

    Nachlass:

    Shakespeare-Forschungsbibliothek, Universität München. (darin u. a. die autobiografischen Aufzeichnungen „Kindheit in Bonn“, „Erinnerungen an Altenrode“, „Mein Studium und meine Universitäten 1928–1938“, „Aus meinen Kriegstagebüchern“ sowie Gedichte 1935–1946, Vorlesungsmanuskripte, Korrespondenz, Sonderdrucke von Zeitungs- und Zeitschriftenartikeln, Eingaben an Institutionen)

    Gedruckte Quellen:

    Paul Clemen, „Der Rhein ist mein Schicksal geworden“. Fragment einer Lebensbeschreibung, hg. v. Gisbert Knopp/Wilfried Hansmann, 2006. (zur Familiengeschichte)

  • Werke

    Monografien:

    Shakespeares Bilder. Ihre Entwicklung und ihre Funktionen im dramatischen Geschehen, 1936, engl. Neufassung u. d. T. The Development of Shakespeare’s Imagery, 1951, 21977, Nachdr. 2005, 2010, 2013.

    Der junge Chaucer. Grundlagen und Entwicklung seiner Dichtung, 1938, Neufassung u. d. T. Chaucers frühe Dichtung, 1963, engl. Chaucer’s Early Poetry, 1963, Nachdr. 1968, 1980.

    Shelleys Geisterwelt. Eine Studie zum Verständnis Shelleyscher Dichtung, 1948.

    Die Tragödie vor Shakespeare. Ihre Entwicklung im Spiegel der dramatischen Rede, 1955, engl. u. d. T. English Tragedy Before Shakespeare. The Development of Dramatic Speech, 1961, Nachdr. 2011.

    Kommentar zu Shakespeares Richard III. Interpretation eines Dramas. 1957, 21969, gekürzte engl. Ausg. u. d. T. A Commentary on Shakespeare’s Richard III, 1968, Nachdr. 2005.

    Shakespeares Monologe, 1964, stark erw. Neufassung 1985, engl. u. d. T. Shakespeare’s Soliloquies, 1987, Nachdr. 2010.

    Aufsatzsammlungen:

    Idee und Wirklichkeit auf der Universität. Schriften des Hofgeismarer Kreises, 1963. (Nachdr. v. sieben Beiträgen zur Hochschulpolitik aus „Die Zeit“)

    Das Drama Shakespeares. Ausgewählte Vorträge und Aufsätze, 1969. (Nachdr. v. fünf deutschsprachigen Texten).

    Shakespeare’s Dramatic Art. Collected Essays, 1972. (acht engl. Aufsätze und engl. Übersetzungen deutscher Aufsätze 1951–1972)

    Interpretationen englischer Literatur, hg. v. Dieter Mehl/Wolfgang Weiß, 1991. (15 deutschsprachige Essays 1957–1983)

    Aufsätze und kleinere Schriften:

    Shelleys „Ode to the West Wind“. Eine Interpretation, in: Anglia 69 (1950), S. 335–375, revidierte Fassung in: Die englische Lyrik. Von der Renaissance bis zur Gegenwart, Bd. 2, hg. v. Karl Heinz Göller 1968, S. 37–63.

    Anticipation and Foreboding in Shakespeare’s Early Histories, in: Shakespeare Survey 6 (1953), S. 25–35.

    Tradition and Originality in Shakespeare’s „Richard III.“, in: Shakespeare Quarterly 5 (1954), S. 247–257.

    Nachwort: Zum Verständnis des Werkes. Laurence Sterne, Empfindsame Reise, hg. v. W. Clemen 1957, S. 122–130.

    Sein und Schein bei Shakespeare (Schriften der Bayerischen Akademie der Wissenschaften), 1959.

    Der manipulierte Shakespeare, in: Süddeutsche Zeitung v. 29.3.1962. (über Hans Rothes Buch Shakespeare als Provokation)

    Das Wesen der Dichtung in der Sicht moderner englischer und amerikanischer Dichter (Münchener Universitätsreden), 1961, Nachdr. in: Universitas 17 (1962), S. 963–976.

    Wo stehen wir in der Shakespeare-Forschung?, in: Shakespeare Jahrbuch 100 (1964), S. 135–148.

    Spensers „Epithalamion“. Zum Problem der künstlerischen Wertmaßstäbe (Schriften der Bayerischen Akademie der Wissenschaften), 1964.

    Shakespeare und die Musik, in: Shakespeare Jahrbuch [West] (1966), S. 303–348.

    Problems and Paradoxes in Literary Scholarship, in: Friendship’s Garland, hg. v. Vittorio Gabrieli, 1966, Bd. 2, S. 331–342.

    Donne and the Elizabethans, in: Art, Science, and History in the Renaissance, hg. v. Charles S. Singleton, 1968, 417–433.

    Was ist literarischer Einfluß? (dargestellt an Beispielen aus der englischen Literatur), in: Neusprachliche Mitteilungen 3 (1968), S. 139–147.

    Das Problem des Stilwandels in der englischen Dichtung (Schriften der Bayerischen Akademie der Wissenschaften), 1968.

    Die Fortbildungsseminare für Gymnasiallehrer an der Shakespeare-Bibliothek München, in: anglistik & englischunterricht 3 (1977), S. 173–179.

    Originalität und Tradition in der englischen Dichtungsgeschichte (Schriften der Bayerischen Akademie der Wissenschaften), 1978.

    Überlegungen zur Untersuchbarkeit von Sympathielenkung in Shakespeares Drama, in: Sympathielenkung in den Dramen Shakespeares, hg. v. Werner Habicht/Ina Schabert, 1978, S. 11–19.

    Der Leser und die Grenzen der Literaturwissenschaft, in: Ensemble 14, hg. v. Herbert Rosendorfer, 1983, S. 163–173.

    Erfahrungen bei den Fortbildungsseminaren an der Shakespeare-Bibliothek München, in: Shakespeare Jahrbuch (West) (1983), S. 187–192.

    Mein Werdegang, in: Shakespeare Jahrbuch (West) (1991), S. 12–19. (Autobiografie)

    Bibliografie:

    Wolfgang Riehle, Bibliographie der Veröffentlichungen von Wolfgang Clemen, in: Anglia 87 (1969), S. 116–125.

    Bibliographie der Schriften von Wolfgang Clemen, in: Wolfgang Clemen im Kontext seiner Zeit. Ein Beitrag zur Wissenschaftsgeschichte vor und nach dem Zweiten Weltkrieg, hg. v. Ina Schabert, unter Mitarbeit v. Andreas Höfele/Manfred Pfister, 2009, S. 207–211.

  • Literatur

    [J. L. N. O’Loughlin], The Imagery of Shakespeare. Dr. Clemen and Walter Whiter, in: Times Literary Supplement v. 5.9.1936, S. 701 f.

    Albert von Schirnding, Shakespeare und die Musik. Wolfgang Clemen zum 80. Geburtstag, in: Süddeutsche Zeitung v. 29.3.1989, S. 35.

    Wolfgang Weiß, Nachruf, in: Anglia 108 (1990), S. 281–291.

    Helmut Gneuss, Nachruf, in: Jahrbuch der Bayerischen Akademie der Wissenschaften 1991, S. 261-265. (Onlineressource)

    Frank-Rutger Hausmann, Anglistik und Amerikanistik im Dritten Reich, 2003, S. 463–465.

    Wolfgang Clemen im Kontext seiner Zeit. Ein Beitrag zur Wissenschaftsgeschichte vor und nach dem Zweiten Weltkrieg, hg. v. Ina Schabert, unter Mitarbeit v. Andreas Höfele/Manfred Pfister, 2009. (W, Qu; zur Biografie siehe v. a. Werner Habicht, Wolfgang Clemen. 29. März 1909–16. März 1990, S. 1–13)

  • Autor/in

    Ina Schabert (München)

  • Zitierweise

    Schabert, Ina, „Clemen, Wolfgang“ in: NDB-online, veröffentlicht am 01.01.2023, URL: https://www.deutsche-biographie.de/116543167.html#dbocontent

    CC-BY-NC-SA