Lebensdaten
gestorben 1. Hälfte 16. Jahrhundert
Beruf/Funktion
niederländischer Komponist
Konfession
keine Angabe
Normdaten
GND: 134470435 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Naich, Ubert
  • Naich, Robert (auch genannt)
  • Naich, Hubert
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Zitierweise

Naich, Hubert, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd134470435.html [26.08.2019].

CC0

  • Leben

    Naich: Hubert, Ubert, auch Robert N. genannt, ein niederländischer Tonkünstler aus der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts, der, wie so viele seiner Landsleute, sein Glück in Italien versuchte und es wol auch gefunden hat. Ueber seine Lebensumstände sind uns leine näheren Nachrichten erhalten, nur das eine wissen wir aus seinen gedruckten Madrigalien, wovon die k. k. Hofbibliothek in Wien ein Exemplar besitzt, daß er sich Mitglied der „Accademia de li amici“ nennt und daher in den 20er bis 30er Jahren in Rom gelebt haben muß. Seine Compositionen, die in vier- und fünfstimmigen geistlichen und weltlichen Gesängen bestehen, müssen einst sehr gesucht gewesen sein, denn die Verleger aller Lande: Deutsche, Franzosen, besonders aber Italiener beeifern sich, dieselben in ihre Sammelwerke aufzunehmen. Die Neuzeit hat noch wenig Notiz von ihm genommen und erst das einzige Madrigal „Rara beltà divina“ veröffentlicht (Publication der Gesellschaft für Musikforschung, Bd. III, Nr. 87). Es zeigt anfänglich eine gewisse Sprödigkeit, entwickelt sich aber nach und nach zu einem anmuthigen Satze, der den gediegenen Meister verräth.

  • Autor/in

    Rob. Eitner.
  • Empfohlene Zitierweise

    Eitner, Robert, "Naich, Hubert" in: Allgemeine Deutsche Biographie 23 (1886), S. 243 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd134470435.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA