Lebensdaten
1879 bis 1942
Geburtsort
Wien
Sterbeort
Köthen
Beruf/Funktion
Papierchemiker
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 130861464 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Possanner von Ehrenthal, Bruno
  • Ehrenthal, Bruno Maria Ernst Laurenz Possanner von
  • Ehrenthal, Bruno Possanner von
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Zitierweise

Possanner von Ehrenthal, Bruno, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd130861464.html [14.11.2018].

CC0

  • Genealogie

    Vorfahre Michael Possan(n)er v. E. (österr. Adel 1667), kaiserl. Ing. in Steyr, erbaute Schloß Ehrenthal b. Klagenfurt;
    V Ernst (1832–1901), Dr. iur. utr. , Stenograph (s. ÖBL), S d. Franz Xaver (1792–1845), Bes. v. Faustulanum b. Laibach, k. k. Bez.-kommissar, u. d. Susanna Fröhlich (1802–66);
    M Laura Sophie (1845–95), T d. Hofrats Karl August Rr. v. Reichenbach u. d. Maria Barbara Rudolf;
    Ov Benjamin (1822–1906, österr. Frhr. 1891), Sektionsrat im k. k. Finanzmin.;
    Margarethe (1889–1955), T d. Lehrers Christian Meyer in Gmunden u. d. Emilie Ebeling; Cousine Gabriele (1860–1940), Dr. med., erstes weibl. Mitgl. d. Wiener Ärztekammer, Med.rat (s. OBL; Hist. Lex. Wien).

  • Leben

    P. legte 1899 das Abitur ab, studierte an der Univ. Wien Chemie und wurde 1903 promoviert. Es folgten Tätigkeiten in der elektrochemischen Abteilung der Fa. Siemens u. Halske in Wien und bei der Papier- und Cellulosefabrik von Eichmann u. Co. in Arnau (Böhmen). 1904-07 war er in der Zellstoffabrik der „Leykam-Josefsthal AG“ in Gratwein (Steiermark) beschäftigt, anschließend bei den Papierfabriken Sutter in Schopfheim (Baden) und Friedr. Erfurt in Straupitz bei Hirschberg (Schlesien).

    Ein völlig neues Aufgabenfeld erschloß sich für P. 1910 mit der Berufung auf den neugeschaffenen Lehrstuhl für Papier- und Zellstoffabrikation an der 1906 vom „Verein Deutscher Papierfabrikanten“ errichteten Papiermacherschule zu Köthen. 1915-18 leistete er Militärdienst. 1926 gelang P. die Schaffung eines neuen chemisch-technologischen Instituts, in das auch seine „Papiertechnische Abteilung“ einbezogen wurde. Parallel dazu erfolgte eine erhebliche Aufwertung des Studiengangs. Die Ausbildungszeit wurde von zunächst vier auf sechs und schließlich auf sieben Semester verlängert. P. verfaßte Lehrbücher und publizierte in der Fachpresse vor allem über sein Spezialgebiet, die Gewinnung und Erschließung neuer Rohstoffe für die Zellstoff- und Papierindustrie. Seit 1907 war er Mitglied des „Vereins der Zellstoff- und Papier-Chemiker und -Ingenieure“; er gehörte seit 1926 dem Vorstand an und wurde Vorsitzender des „Fachausschusses Papier“, seit 1927 auch Vorsitzender der Festigkeitskommission. Der unter seiner Leitung entwickelte Blattbildungsapparat „Rapid-Köthen“ wurde in der Zellstoff- und Papierindustrie zum Standardgerät. 1928 übernahm P. auch die Schriftleitung der Zeitschrift „Der Papier-Fabrikant“.

  • Werke

    Probleme d. Papierfärberei, in: Wbl. f. Papierfabrikation 42, 1911, S. 1625–28, 1803-05;
    Die Papierfabrikation, 1913;
    Die Papierind. auf d. „Bugra“, in: Archiv f. Buchgewerbe 51, 1914, S. 239-44;
    Papierprüfung, ebd. 53, 1916, S. 69-76, 116-122;
    Lehrb. d. chem. Technol. d. Papieres, 1923;
    Lignocellpapier, in: Der Papier-Fabrikant 25, 1927, S. 601-03;
    Werkstoffmus. u. Slg. „Das Papier“ in Magdeburg, ebd. 31, 1933, S. 221 f.;
    Die Papierprüfung, 1927.

  • Literatur

    25 J. Papiertechn. Inst. an d. Gewerbe-HS zu Köthen, in: Papier u. Pappe 7, 1930, S. 103 f.;
    Zum 25j. Dienstjubiläum v. B. P., in: Wbl. f. Papierfabrikation 66, 1935, S. 77 (P);
    P. Klemm, ebd. 73, 1942, S. 76 (P);
    Der Papier-Fabr. 33, 1935, S. 26-29, 41 f., 40, 1942, S. 33 (P).

  • Autor/in

    Frieder Schmidt
  • Empfohlene Zitierweise

    Schmidt, Frieder, "Possanner von Ehrenthal, Bruno" in: Neue Deutsche Biographie 20 (2001), S. 653 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd130861464.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA