Lebensdaten
1905 bis 1978
Geburtsort
Bamberg
Sterbeort
München
Beruf/Funktion
Schriftsteller
Konfession
katholischer Großvater
Normdaten
GND: 107017156 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Podewils-Juncker-Bigatto, Clemens Hans Theodor Konstantin Maria Graf von
  • Podewils-Dürniz, Clemens Hans Theodor Konstantin Maria Graf von (bis 1932)
  • Dürniz, Klemens P.
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Zitierweise

Podewils-Juncker-Bigatto, Clemens Graf von, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/gnd107017156.html [24.10.2017].

CC0

  • Genealogie

    V Hans Gf. P.-Dürniz (1875–1948), bayer. Kämmerer u. Oberst, S d. Clemens (s. 2) u. d. Friederike Freiin v. Dürniz zu Hienhard (1855–1923); M Marie Therese (1881–1959), T d. Theodor v. Zwehl (1849–1915), Gen. d. Inf., u. d. Maria v. Faber du Faur (1859–1944); Ur-Gvm Otto v. Faber du Faur (1828–1901), Maler (s. NDB IV); Tante Amalia Freiin v. Juncker u. Bigatto (1852–1935); Schw Friederike Frfr. v. Pölnitz (* 1910), Sekr. d. Gen. Carl Heinrich v. Stülpnagel; – Rotsee b. Weilheim (Oberbayern) 1932 Dorothee (1909–79), Schriftst. (s. W), T d. Karl Frhr. v. Hirschberg (1855–1927)), auf Hirschberg, bayer. Gen.-Lt., u. d. Sophie Freiin v. Faber (1878–1951); 2 T Walburga (* 1935), Dipl.-Landwirtin, Barbara v. Wulffen (* 1936), Dr. phil., Schriftst. (s. L).

  • Leben

    Nach dem Abitur 1922 am Münchener Wilhelmsgymnasium studierte P. Rechtswissenschaft in München, wo er 1926 sein Referendarexamen ablegte. Bei dem in Hamburg lehrenden Albrecht Mendelssohn Bartholdy (1874–1936) wurde er 1927 mit einer Dissertation zum brit. Verfassungsrecht promoviert. Als Kulturkorrespondent mehrerer deutscher Zeitungen ging er 1928 nach Paris; 1932-34 war er als Presse-Attaché an der Deutschen Botschaft in Brüssel tätig. Von seiner Tante Amalia Freiin v. Juncker u. Bigatto adoptiert, erbte er 1935 das Gut Schweißing und Oschelin bei Mies (Böhmen), das er bewirtschaftete. Seit 1939 war er Kriegsberichterstatter in Rußland, Italien und Frankreich. In „Don und Wolga“ (1952) hielt er seine Erfahrungen in Rußland 1942 fest. In Paris, wo er u. a. mit Ernst Jünger bekannt wurde, gehörte P. zum Stab des Generals Carl-Heinrich v. Stülpnagel (1886–1944). Aus engl. Gefangenschaft (seit Sommer 1944) wurde er 1946 entlassen.

    Die aus Böhmen vertriebene Familie lebte seit 1945 bei Weilheim (Oberbayern). P. wurde 1949 Generalsekretär der kurz zuvor gegründeten Bayer. Akademie der Schönen Künste. Dieses Amt hatte er über ein Vierteljahrhundert inne. Nach dem Ende seiner Amtszeit 1975 wurde er zum Mitglied der Abteilung Literatur gewählt. P., der freundschaftliche Kontakte zu Martin Heidegger, Carl Orff, Friedrich Georg Jünger, Günter Eich und vielen anderen unterhielt, ließ in der Akademie eine Atmosphäre des lebendigen geistigen Austauschs entstehen. An ihren großen Veranstaltungsreihen, etwa der über „Die Künste im technischen Zeitalter“ (1953) und „Die Sprache“ (1959), war er maßgeblich beteiligt. Unter seiner Mitherausgeberschaft wurde das Akademie-Jahrbuch „ensemble“ ein Forum für junge Autoren und eine Stätte der Begegnung mit fremdsprachiger Dichtung in mustergültigen Übertragungen (er selbst übersetzte franz., engl., irische und ungar. Lyrik). Als Autor trat P. 1941 mit dem Epos „Söhne der Heimat“ hervor; nach dem Krieg erschien sein Gedichtband „Savan“ (1948); postum kam die Lyriksammlung „Wegwarte“ (1978) heraus.

  • Auszeichnungen

    Bayerischer Verdienstorden (1970).

  • Werke

    Weitere W u. a. Der Zriny, Erz., 1955; Gedichte, 1967 (mit Sophie Dorothee P.). – Hg.: Im Frührot, Gedichte d. Ungarn, 1957 (mit ders.).

  • Literatur

    B. v. Wulffen, Der Vater, Zum Gedenken an C. Gf. P., in: Jahresring 79-80, 1979, S. 261-64; dies., Urnen voll Honig, 1989; ensemble 10, Internat. Jb. f. Lit., 1979 (darin: Gedenkart. v. B. Bondy, H. E. Holthusen, H. Piontek, S. 185-212); Jb. 10 d. Bayer. Ak. d. Schönen Künste, 1996 (darin Btrr. v. B. v. Wulffen u. A. v. Schirnding, S. 403-17); Klimesch (P); Kunisch; Kosch, Lit.-Lex3; Killy.

  • Autor

    Albert von Schirnding
  • Empfohlene Zitierweise

    Schirnding, Albert von, "Podewils-Juncker-Bigatto, Clemens Graf von" in: Neue Deutsche Biographie 20 (2001), S. 558 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/gnd107017156.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA

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