Lebensdaten
1834 bis 1890
Geburtsort
Altishofen
Sterbeort
Luzern
Beruf/Funktion
schweizerischer Oberst ; Hotelier
Konfession
katholische Familie
Normdaten
GND: 139175261 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Pfyffer von Altishofen, Max Alphons
  • Pfyffer von Altishofen, Max
  • Pfyffer von Altishofen, Max Alphons
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Literatur(nachweise)

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Zitierweise

Pfyffer von Altishofen, Max, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd139175261.html [14.12.2019].

CC0

  • Leben

    Pfyffer: Max Alphons Pf. von Altishofen, Oberst und Chef des eidgenössischen Generalstabes, geboren am 14. October 1834 auf Schloß Altishofen im Kanton Luzern, am 12. Januar 1890 in Luzern.

    Sprosse eines Geschlechtes, das in fremden und einheimischen Diensten hervorragende Officiere gestellt hat, darunter den seines Einflusses und Ansehens wegen „Schweizerkönig“ genannten, Ritter Ludwig Pfyffer (1524 bis 1594), der unter Karl IX. von Frankreich als Oberst ein Schweizerregiment befehligte und in den Hugenottenkriegen des 16. Jahrhunderts eine Rolle spielte, trat Alphons Pf., nach kurzem Studium der Architektur in München, eigener Neigung gehorchend und den militärischen Traditionen seiner Familie getreu, am 3. Februar 1852 als II. Unterlieutenant in das damalige 1. Schweizerregiment in neapolitanischen (kgl. sicilianischen) Diensten ein.

    Am 25. November 1856 zum I. Unterlieutenant befördert, ließ sich Pf., nach der Auflösung der capitulirten Schweizerregimenter, im J. 1860 als Oberlieutenant in das 1. Fremdenbataillon einreihen. Als Adjutant des Brigadecommandanten Generals v. Mechel nahm er im gleichen Jahre an den Kämpfen gegen Garibaldi und gegen die piemontesische Armee theil, wobei er sich mehrfach auszeichnete.

    Nach dem für die neapolitanischen Truppen unglücklichen Ausgange des Gefechtes bei Molo di Gaëta, am 4. November 1860, wurde Pf. in Gaëta Adjutant des Generals v. Schumacher, welcher bei der Vertheidigung dieser Festung, in welche sich König Franz von Neapel mit dem Reste seiner Truppen zurückgezogen hatte, hervorragend betheiligt war. Auch hier zeichnete sich Pf., am 2. Februar 1861 zum Hauptmann befördert, wiederholt aus.

    Mit Gaëta fiel im J. 1861 auch das Königreich beider Sicilien. Die neapolitanischen Truppen wurden aufgelöst und entlassen. Pf. kehrte in die|Heimath zurück und wurde sofort in den eidgenössischen Generalstab aufgenommen, in welchem 1865 seine Beförderung zum Major, 1870 zum Oberstlieutenant erfolgte.

    Als die Schweiz während des deutsch-französischen Krieges im Sommer 1870 und Winter 1870/71 ihre Grenzen besetzte, war Pf. Adjutant des Generalstabschefs und hatte ganz besonders Antheil an den Vorbereitungen für die Verschiebung der im Berner Jura stehenden Truppen nach dem Neuenburger Jura, welche zu dem Marsche nach Verrières führte und mit der Entwaffnung der Armee Bourbaki's endigte.

    Im J. 1875 Oberst und Commandant der VIII. Infanteriebrigade, 1878 Oberstdivisionär und Commandant der VIII. Division wurde Pf. 1884 zuerst provisorisch, 1885 definitiv zum Chef des Generalstabes ernannt.

    In dieser Stellung hat er, in den wenigen Jahren bis zu seinem 1890 erfolgten Tode, eine rastlose und nutzbringende Thätigkeit entfaltet. Die Neuordnung der Mobilmachung, die Organisation des Territorial-, Etappen- und Eisenbahndienstes, sowie der Feldpost und des Feldtelegraphen waren sein Werk. Unter seiner Leitung nahm die Ausbildung der Generalstabsofficiere einen neuen Aufschwung und zum größten Theil seiner Initiative war die Einführung der Uebungsreisen höherer Truppenführer zu verdanken. In den Fragen der Organisation des Landsturms, der Ergänzung des Kriegsmaterials, hauptsächlich aber in der für die Schweiz damals sehr wichtigen Frage der Landesbefestigung war sein Urtheil maßgebend.

    Lebhaften Geistes, temperamentvoll und ausdauernd, voller Selbstvertrauen, dabei fest im Glauben an die militärische Tüchtigkeit des schweizerischen Milizheeres und auch fest überzeugt, daß es noch gelingen werde, das schweizerische Wehrwesen weiter auszubauen und besser zu gestalten, hat er in hohem und verdientem Maaße das Vertrauen der Armee und der Behörden besessen.

    • Literatur

      Jahrgänge 1890 des „Schweiz. Geschichtsfreundes“, der „Allgemeinen schweiz. Militärzeitung“, der „Revue militaire suisse“ und der „Monatsschrift für Officiere aller Waffen“.

  • Autor/in

    Steinbuch.
  • Empfohlene Zitierweise

    Steinbuch, "Pfyffer von Altishofen, Max" in: Allgemeine Deutsche Biographie 53 (1907), S. 49-50 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd139175261.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA