Lebensdaten
1500 bis 1561
Geburtsort
Wittenberg (?)
Sterbeort
Dresden
Beruf/Funktion
sächsischer Verwaltungsbeamter ; Bauintendant ; Architekt
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 135735289 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Dehn-Rotfelser, Hans
  • Dehn-Rothfelser, Hans
  • Dehn-Rotfelser, Hans

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Auf der Karte werden im Anfangszustand bereits alle zu der Person lokalisierten Orte eingetragen und bei Überlagerung je nach Zoomstufe zusammengefaßt. Der Schatten des Symbols ist etwas stärker und es kann durch Klick aufgefaltet werden. Jeder Ort bietet bei Klick oder Mouseover einen Infokasten. Über den Ortsnamen kann eine Suche im Datenbestand ausgelöst werden.

Zitierweise

Dehn-Rothfelser, Hans, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd135735289.html [22.08.2019].

CC0

  • Genealogie

    V Friedrich, kursächsischer Rat; verh.;
    7 S, 7 T, u. a. Hans (* 1537), Dompropst zu Meißen, nach Resignation Kanzler in Livland.

  • Leben

    D. erhielt eine gediegene wissenschaftliche und höfische Erziehung, die er durch Reisen vertiefte. Seit den 30er Jahren wandte er sich dem Hofdienst und der Staatsverwaltung zu und hielt sich bei Herzog Georg dem Bärtigen in Dresden auf. Seine Kenntnisse im ritterlichen Waffen- und Harnischwesen, das erfolgreiche Hervortreten in Schauturnieren verschafften ihm 1539 die Stelle als Waffen- und Oberrüstmeister in Dresden. 1541 wurde er zum Forstmeister ernannt. Bald danach wurde er Amtmann in Radeberg, Senftenberg und Lausnitz. 1548/49 besuchte er den Hof Christians III. in Kopenhagen. D. lebte in guten Vermögensverhältnissen und erwarb 1554 von Kurfürst Moritz das Gut Schönfeld mit Helfenberg bei Dresden. Die große Bestallung von 1554 nennt ihn als obersten Befehlshaber der Harnischkammer, Prüfer der Wildschäden der um Dresden gelegenen Forsten und Oberaufseher über gewisse kurfürstliche Bauten. Letztere Tätigkeit ist in erster Linie verwaltungsmäßig zu verstehen. Ob künstlerische Anregungen von ihm ausgegangen sind, bleibt zweifelhaft, im Sinne der Zeit muß jedoch mit der Möglichkeit gerechnet werden. D. führte die Bauaufsicht am Moritzbau des Dresdener Schlosses (1548–54), Schloß Moritzburg (1542–46), Schloß Radeberg (1543–46), Schloß Grillenburg (1554–1558), Schloß Senftenberg (1543), bei Befestigungsarbeiten in der Stadt Dresden und bei den Vorarbeiten zur Errichtung des Grabmals des Kurfürsten Moritz im Dom zu Freiberg. In der Vielseitigkeit seiner Interessen und Tätigkeiten auf dem Gebiet der Verwaltung, des Kriegswesens und der Architektur ist D. ein typischer Vertreter des Zeitalters der Renaissance.

  • Literatur

    ADB V;
    Zedler VII, 1734, S. 422;
    F. R. Steche, H. v. D.-R., Diss. Leipzig 1877;
    C. Gurlitt, Bau- u. Kunstdenkmäler Sachsens, Bd. 21-23, 1903, passim, Bd. 26,1904, passim;
    ThB. - Qu.: Sächs. Landeshauptarchiv Dresden.

  • Portraits

    Grabmal aus d. Frauenkirche zu Dresden jetzt in d. Kirche in Dresden-Leuben, Abb. in: Bau- u. Kunstdenkmäler Sachsens, Bd. 26, Fig. 78.

  • Autor/in

    Günther Meinert
  • Empfohlene Zitierweise

    Meinert, Günther, "Dehn-Rothfelser, Hans" in: Neue Deutsche Biographie 3 (1957), S. 566 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd135735289.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA

  • Leben

    Dehn-Rotfelser: Hans D.-R., geb. 1500, einem angeblich aus Franken nach Sachsen eingewanderten Geschlechte entstammt, Sohn Friedrich Dehn-Rotfelser's, der Geheimerath Kurfürst Friedrich des Weisen war, herzoglich sächsischer Oberbau-Oberristmeister der Harnische und Forstmeister, ein bedeutender Architekt des Renaissancestils, aller Wahrscheinlichkeit nach der leitende Baumeister beim Bau des Georgenschlosses, auch anderer von Kurfürst Moritz in Dresden errichteter Gebäude und Befestigungen, sowie der Schlösser Moritzburg und Senftenberg, 1540 Hauptmann der Aemter Radeberg, Senftenberg und Schlieben, starb 13. Juli 1561. Kaiser Rudolf II. erneuerte dem Geschlechte der D. im J. 1580 den Adel, dessen Wiederanerkennung dasselbe in Kurhessen, wo es noch jetzt blüht, im J. 1844 erlangt hat.

  • Autor/in

    Flathe.
  • Empfohlene Zitierweise

    Flathe, Heinrich Theodor, "Dehn-Rothfelser, Hans" in: Allgemeine Deutsche Biographie 5 (1877), S. 28 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd135735289.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA