Lebensdaten
geboren 17. Jahrhundert , erwähnt 1607 oder 1631
Beruf/Funktion
Dramatiker ; Sekretär des Herzogs Julius Ernst von Braunschweig
Konfession
keine Angabe
Normdaten
GND: 121820998 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Pfeiffer, Erasmus

Verknüpfungen

Verknüpfungen auf die Person andernorts

Aus dem Register von NDB/ADB

Verknüpfungen zu anderen Personen wurden aus den Registerangaben von NDB und ADB übernommen und durch computerlinguistische Analyse und Identifikation gewonnen. Soweit möglich wird auf Artikel verwiesen, andernfalls auf das Digitalisat.

Zitierweise

Pfeiffer, Erasmus, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd121820998.html [17.07.2019].

CC0

  • Leben

    Pfeiffer: Erasmus P., deutscher Dramatiker, Secretär des Herzogs Julius Ernst von Braunschweig, schrieb 1631 „Pseudostratiotae, ein teutsches Spiel unartiger Lediggänger, denen das Saufen von ihren Weibern und der Müßiggang auf Landsknechtsart getrieben, von Bauern wol versalzen wird“, das er in die von ihm besorgte Ausgabe der lateinischen Uebersetzung des Sophokleischen Ajax durch Joseph Scaliger (1587 auf dem Straßburger Theater aufgeführt) einschob. P. verfuhr durchaus unselbständig. Sein „Zwischenspiel“ ist nur eine Wiederholung der Uebersetzung der Pseudostratiotae des Harlemer Rectors Cornelius Schonaeus (1592), die 1607 Balthasar Schnurr, Pfarrer zu Amlishagen, veranstaltet hatte. Von den neuen Scenen des am Ende befindlichen „Soldatenspieles“ sind die vier niederdeutschen Scenen eine versificirte Bearbeitung von Joh. Rist's Irenaromachia (1630); die fünf hochdeutschen Scenen, in denen das harte Kriegsleben jener Zeit geschildert wird, scheinen einem älteren Drama entnommen zu sein. Das Lob, das den zwar derben und rohen, aber naturgetreuen niederdeutschen Bauernscenen gespendet werden muß, gebührt also dem Holsteiner Rist.

    • Literatur

      Gaedertz, Jahrb. des Vereins f. niederd. Sprachforschung VII, 106; ders. Das niederdeutsche Schauspiel (Berlin 1884) I. 41. — Bolte, Jahrb. des V. f. niederd. Sprachforschung XI, 157.

    • Korrektur

      S. 635. Z. 17 v. o.: 1637 wurde er von den Herzögen Friedrich und Georg in den Interimsrath der Stadt Lüneburg als Secretär und Procurator eingesetzt und starb am 8. März 1639 (K. Th. Gädertz, Archival. Nachrichten über die Theaterzustände in Hildesheim. Lübeck und Lüneburg im 16. u. 17. Jahrhundert. Bremen 1888, S. 155).H.

  • Autor/in

    H. Holstein.
  • Empfohlene Zitierweise

    Holstein, H., "Pfeiffer, Erasmus" in: Allgemeine Deutsche Biographie 25 (1887), S. 635 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd121820998.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA