Lebensdaten
1786 bis 1847
Geburtsort
Mainz
Sterbeort
Wiesbaden
Beruf/Funktion
Mediziner ; Brunnen- und Badearzt in Wiesbaden ; Geheimer Hof- und Medizinalrat
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 116072245 | OGND | VIAF: 67207628
Namensvarianten
  • Peez, August Heinrich
  • Peez, A. H.
  • Peez, August H.

Quellen(nachweise)

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Zitierweise

Peez, August Heinrich, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116072245.html [27.10.2020].

CC0

  • Leben

    Peez: August Heinrich P., Dr. med. und praktischer Arzt zu Wiesbaden, geb. zu Mainz 1786, zu Wiesbaden am 10. März 1847. Er entstammte einer altmainzischen Beamtenfamilie und erhielt eine während der unruhigen Kriegsjahre vielfach gestörte Vorbildung auf den damals nach französischem Muster umgestalteten Schulen seiner Vaterstadt, widmete sich aber seit 1803 auf deutschen Universitäten, zu Würzburg, Heidelberg, Erlangen, Jena und Wien, dem Studium der Medicin. Im J. 1813 ließ er sich als praktischer Arzt zu Wiesbaden nieder, ohne weder damals den Aufforderungen seiner Freunde, die akademische Laufbahn einzuschlagen, noch späteren Berufungen an deutsche und ausländische Hochschulen oder an fürstliche Höfe zu folgen; eine erfolgreiche Weiterbildung seiner Wissenschaft erwartete er von einer umfassenden Praxis, die ihm dann auch in reichem Maaße zu theil wurde. Er erkannte nämlich, was man vergessen zu haben schien, daß die Anwendung der warmen Quellen Wiesbadens einer Erweiterung fähig sei, indem in vielen Fällen und für manche Leiden eine Trinkkur ersprießlicher sei als eine Badekur. Der litterarischen und praktischen Verwerthung dieser Erkenntniß verdankte der altberühmte Badeort einen erneuten Aufschwung, er selbst neben der zunehmenden Praxis auch äußere Anerkennung: er wurde 1818 zum Medicinalrath, 1830 zum Geh. Hof- und Medicinalrath, 1841 zum Brunnen- und Badearzt und im J. 1829 von der preußischen Regierung zum Mitglied einer Commission zur genaueren Untersuchung ihrer Heilquellen ausersehen; doch vereitelte die ausbrechende Julirevolution die Verwirklichung dieses Planes. Von seinen Schriften erwähnen wir das in mehreren Auflagen und auch in französischer, englischer und lateinischer Sprache erschienene Werk: „Wiesbadens Heilquellen.“ Gießen 1823. Andere, sowie Aufsätze in Zeitschriften, sind verzeichnet bei Scriba, biographischliterärisches Lexicon der Schriftsteller des Großherzogthums Hessen, II, S. 554. A. v. d. Linde, Die nassauer Brunnenliteratur Nr. 38. 77. 767—775.

    • Literatur

      Scriba, a. a. O. S. 552—555. — Menges, Statstik der Lebens- und Gesundheitsverhältnisse in Nassau, S. 107.

  • Autor/in

    F. Otto.
  • Empfohlene Zitierweise

    Otto, Friedrich, "Peez, August Heinrich" in: Allgemeine Deutsche Biographie 25 (1887), S. 313 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116072245.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA