Lebensdaten
1893 bis 1979
Geburtsort
Härtlingen
Sterbeort
Wiesbaden
Beruf/Funktion
katholischer Liturgiewissenschaftler
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 118739425 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Pascher, Joseph Maria
  • Pascher, Joseph
  • Pascher, Joseph Maria
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Zitierweise

Pascher, Joseph, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd118739425.html [15.09.2019].

CC0

  • Genealogie

    V Johann Caspar Hubert (1852–1929), Gutsverw. in H., S d. Adolph u. d. Josephine Catharina Hahn;
    M Margarethe (1864–1918), T d. Schiffbauers Anton Dahlem u. d. Maria Anna Unkelbach;
    B Friedrich Maria (1891–1985), Pfarrer in Salz.

  • Leben

    P. erhielt seine phil.-theol. Ausbildung im Priesterseminar Fulda (1912–15) und wurde 1916 in Limburg zum Priester geweiht. In seiner Kaplanzeit legte er das Staatsexamen in Mathematik und Hebräisch ab (1918) und wurde zum Dr. phil. promoviert (1920). Während seiner Tätigkeit als Gymnasiallehrer (1920–29) wurde er in Würzburg zum Dr. theol. promoviert (1928) und habilitiert (1929). Seine akademische Lehrtätigkeit führte ihn 1936 als Professor für Religionspädagogik nach München, 1940 für Pastoraltheologie nach Münster und 1946 für Pastoraltheologie, Homiletik und Liturgiewissenschaft zurück nach München (1958/59 Rektor). Hier übernahm er auch die Leitung des Hzgl. Georgianums, eines eng mit der Universität verbundenen überdiözesanen Priesterseminars, dessen Wiederaufbau nach dem Krieg in seinen Händen lag.

    Hauptsächliches Forschungsgebiet P.s war die Liturgiewissenschaft. Allen wichtigen Gottesdienstfeiern sind Buchveröffentlichungen gewidmet: „Eucharistia, Gestalt und Vollzug“ (1947, 21953); „Die Liturgie der Sakramente“ (1951, 21955, 31962); „Das Stundengebet der röm. Kirche“ (1954); „Das liturgische Jahr“ (1963). 1950/51 war P. Herausgeber der Zeitschrift „Liturgisches Jahrbuch“, 1952-69 Mitglied der Schriftleitung. Nach seiner Emeritierung konnte P. wichtige Aufgaben bei der Erneuerung der Liturgie übernehmen: 1960 als Mitglied der Liturgischen Vorbereitungskommission des Vaticanum II, 1962/63 als Konzilsberater von Kard. Julius Döpfner, 1964-69 als Konsultor des Röm. Liturgierats und darin Leiter des Coetus 3 sowie Mitglied in den Coetus 6, 9 und 17. P.s besonderes Verdienst bei der gottesdienstlichen Erneuerung im deutschen Sprachgebiet war die Leitung der Kommission für die Übersetzung des vorkonziliaren Meßbuches (1965) und der nachkonziliaren Ordinationsfeiern (1971) sowie die Erstellung des vorläufigen „Neuen Stundenbuchs“ (I 1970, II 1971, 16 Erg.Hh. 1972/73).|

  • Auszeichnungen

    Päpstl. Hausprälat (1952); Mitgl. d. Bayer. Ak. d. Wiss. (1966); Gr. BVK.

  • Werke

    W-Verz. in: Liturgie, Gestalt u. Vollzug, 1963, S. 352-54;
    Liturg. Jb. 30, 1980, S. 5 f. u. 250.

  • Literatur

    Gottesdienst 7, 1973, S. 157-58;
    Christ in d. Gegenwart 31, 1979, Nr. 29 v. 22.7.1979;
    Münchner Theol. Zs. 30, 1979, S. 293-97;
    Liturg. Jb. 30, 1980, S. 1-4;
    K. Mörsdorf, in: Jb. d. Bayer. Ak. d. Wiss. 1980, S. 219-27 (P);
    G. Schwaiger (Hg.), Christenleben im Wandel d. Zeit, 1987, S. 488-98;
    ders., Das Hzgl. Georgianum in Ingolstadt, Landshut, München 1494-1994, 1994, S. 190-99;
    Nassau. Biogr.;
    LThK3.

  • Autor/in

    Reiner Kaczynski
  • Empfohlene Zitierweise

    Kaczynski, Reiner, "Pascher, Joseph" in: Neue Deutsche Biographie 20 (2001), S. 84-85 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd118739425.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA