Lebensdaten
1840 – 1922
Geburtsort
Hamburg
Sterbeort
Hamburg
Beruf/Funktion
Reeder ; Assekurateur
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 129397881 | OGND | VIAF: 47840445
Namensvarianten
  • Dahlström, Heinrich Hermann
  • Dahlström, Heinrich
  • Dahlström, H.
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Zitierweise

Dahlström, Heinrich Hermann, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd129397881.html [28.01.2023].

CC0

  • Genealogie

    Aus ursprünglich schwedischer Fam.;
    V Frdr. Peter Wilh. (1811–64), Pianofortefabrikant in Hamburg, S des Joh. Reinhard (1759–1813), Instrumentenmacher in Hamburg, u. der Dor. Cath. Joh. Bergengrün (1774–1828);
    M Sophie (1811–58), T des Schauspielers Wilh. Carl Frdr. Conr. Jacobi u. der Sus. Lisette Lippach;
    1) Hamburg 1872 Joh. Dor. Adolphine Meyer (1854–85), 2) Hamburg 1886 Bertha Lachmund (1864–1925);
    5 K aus 1), u. a. Hermann Ferd. (* 1875), Vorstand des Nordischen Bergungsvereins, Vorstandsmitglied des Deutschen Rhederei-Ver., 2 K aus 2).

  • Biographie

    D. besuchte die Hamburger Realschule und lernte in der Pianofortefabrik seines Vaters. Nebenbei beschäftigte er sich mit mechanischen Erfindungen. Schon 1860 gründete er, vorzeitig für volljährig erklärt, mit einem Betriebskapital von 30 000 Mark Banko (= 45 000 Reichsmark) eine Tonwarenfabrik in Geesthacht, die er 1864 wieder verkaufte. Technisch-wissenschaftliche Versuche brachten ihn sodann mit A. Nobel in Verbindung, dessen Sprengöl er in die deutschen Grubenbezirke einführte. D. übernahm dann selbst einen Grubenbetrieb in der Rheinprovinz. Er lernte den „Eisenbahnkönig“ B. H. Strousberg kennen, der soeben in einer Schrift für einen Nord-Ostsee-Kanal über Berlin eingetreten war. Anschließend wurde D. Teilhaber im Schiffsmaklergeschäft seines Bruders in Hamburg, wo er für einen Nord-Ostsee-Kanal durch Holstein eintrat. Seit 1877 entwarf er die Pläne für einen Kanal zwischen Brunsbüttel und Kiel und trat 1878 damit publizistisch hervor. Der Kanal sollte zunächst durch ein Konsortium, dann eine Aktiengesellschaft gebaut werden, was aber am Widerstand des preußischen Staates gegen diese Form scheiterte. 1883 gründete D. in Verbindung mit den deutschen Ostsee-Reedereien den „Deutschen Rhederei-Verein“ in Hamburg, eine noch heute bestehende Seeversicherungs-Aktiengesellschaft, welche die deutschen Reedereien vom englischen Versicherungsmarkt unabhängig machte. Er übernahm deren Vorstandschaft. 1885 wurde D.s ausgearbeitetes Kanalprojekt vom Deutschen Reich zur eigenen Ausführung übernommen, durch Reichsgesetz vom 16.5.1886 wurde der Bau auf Reichskosten unter Beteiligung Preußens genehmigt, 1887 bis 1895 ausgeführt. D. selbst gründete 1886, da damals in Deutschland kein leistungsfähiges Schiffsbergungsunternehmen bestand, als Hauptteilhaber den Nordischen Bergungsverein in Hamburg, dessen Schiffe bei D.s Ausscheiden aus der Leitung 1903 in Nordsee, Mittelmeer und Schwarzem Meer stationiert waren und der bis 1922 tätig war. 1905 zog D. sich aus den Geschäften ganz zurück, blieb aber Aufsichtsratsvorsitzender des Rhederei-Vereins.

  • Werke

    Die Ertragsfähigkeit e. Schleswig-Holstein. Seeschiffahrtkanals, 1879 (Ausgabe schon 1878);
    Der Nord-Ostsee-Kanal als Durchstich, 1879;
    Erläuterungsberr. z. d. Vorarbb. f. d. Bau d. Nord-Ostsee-Kanals, 1881.

  • Literatur

    H. E. Wallsee, Der Schöpfer d. Nordostsee-Canal-Projects, in: Hamburg. Nachrr., Nr. 142, 19.6.1895;
    DBJ IV (Tl. 1922, L).

  • Porträts

    Ölgem. v. R. P. Junghans (im Bes. d. ältesten S H. F. D., Hamburg).

  • Autor/in

    Hans Kellinghusen
  • Zitierweise

    Kellinghusen, Hans, "Dahlström, Heinrich Hermann" in: Neue Deutsche Biographie 3 (1957), S. 481-482 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd129397881.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA