Lebensdaten
1850 bis 1933
Geburtsort
Bünzen (Kanton Aaargau)
Sterbeort
Luzern
Beruf/Funktion
Ingenieur
Konfession
keine Angabe
Normdaten
GND: 116004835 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Abt, Roman
  • Abt, Carl
  • Abt, Carl Roman
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Zitierweise

Abt, Roman, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116004835.html [24.02.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Roman Abt (1810–85), Strohindustrieller in Bünzen;
    Gvv Georg Abt, Handelsmann;
    M Marie, T des Joachim Wey aus Villmergen (Kanton Aargau), aargauischer Regierungsrat;
    B Heinrich Abt (1854–1937), Förderer des landwirtschaftlichen Genossenschaftswesens, Nationalrat;
    Nanette Felber aus Sursee (Kanton Luzern); kinderlos.

  • Leben

    A. besuchte nach der Kantonsschule Frauenfeld das eidgenössische Polytechnikum Zürich (1869–72). 1872-75 war er Konstrukteur der Hauptwerkstatt der Schweizerischen Zentralbahn in Olten, 1875-79 Konstrukteur und Bürochef der Maschinenfabrik der internationalen Gesellschaft für Bergbahnen in Aarau, 1879-81 Kontrollingenieur im schweizerischen Eisenbahndepartement in Bern, 1881-85 Oberingenieur in der Unternehmung für Wasserbauten von C. Zschokke und Terrier in Paris. Von 1885 an leitete er ein eigenes Unternehmen für Gebirgsbahnen. 1882 war ihm ein Patent auf eine neuartige Verzahnung bei Zahnradbahnen erteilt worden, nach dem 1885 zuerst die Brockenbahn im Harz ausgeführt und mit einem in der Fachwelt Aufsehen erregenden Erfolg betrieben wurde. In den folgenden Jahren setzte sich das A.sche Zahnradbahnsystem in der ganzen Welt durch, wobei A. entweder die Lieferung von Teilen oder die ganze Ausführung übernahm. In europäischen und amerikanischen Ländern, in Indien und Australien wurde nach dem A.schen System gebaut. Die A.sche Lamellenzahnstange ist zwei- oder dreiteilig, wobei die Zähne der einzelnen Zahnreihen um die Hälfte bzw. ein Drittel der Zahnteilung gegeneinander in der Längsrichtung verschoben sind. A. spielte im Eisenbahnwesen eine maßgebende Rolle, außerdem als Jury-Mitglied bei den Weltausstellungen in Paris und Brüssel und als Mitglied und Vorsitzender von Eisenbahnverwaltungsräten (1903 Präsident der Gotthardbahngesellschaft). Er nahm auch sonst am technischen und kulturellen Leben der Schweiz, Deutschlands und Österreichs teil. Seit 1887 lebte A. in Bern.

  • Werke

    u. a. Lokomotiv-Steilbahnen u. Seilbahnen. 1906 (mit Siegfried Abt), = Bd. 8 d. 5. T. s d. „Hdb. s f. Ingenieur-Wiss.“.

  • Literatur

    Ztschr. d. Ver. dt. Eisenbahnverwaltungen, 1911, S. 137;
    Nekrolog, in: Schweizer Bauztg., Bd. 102, Nr. 1, 1933, S. 11 (P);
    Nekrolog, in: Luzerner Tagebl. 1933, Nr. 103;
    HBLS I, 1921 (P);
    Schweiz. Lex. I, 1945.

  • Portraits

    Schweizer Porträt-Gal. III, Nr. 197; Phot. in d. Porträtslg. d. Dt. Mus., München, u. in: Neue Schweizer Biogr., 1938.

  • Autor

    Arnold Keller
  • Empfohlene Zitierweise

    Keller, Arnold, "Abt, Roman" in: Neue Deutsche Biographie 1 (1953), S. 26 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116004835.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA