Lebensdaten
1886 – 1953
Geburtsort
Agram
Sterbeort
Klagenfurt
Beruf/Funktion
Biograph ; historischer Schriftsteller ; Historiker ; Schriftsteller
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 118676962 | OGND | VIAF: 56630124
Namensvarianten
  • Corti, Egon Conte
  • Corti, Egon Caesar Conte
  • Corti alle Catene, Egon Conte
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Zitierweise

Corti alle Catene, Egon Conte, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd118676962.html [02.07.2022].

CC0

  • Genealogie

    Aus dem Zweig der lombardischen Adelsfamilie, der nach der Einigung Italiens in österr. Diensten blieb; Vater Hugo (1851–1916), k. u. k. FML, S des Franz (1803–90), k. u. k. FML, u. der Rosalia Svagell v. Bogačevo;
    M Olga, T des Tuchhändlers Joh. Nep. Müller in Wien, aus angesehener Bürgerfamilie, u. der Maria Pieffel aus Brünn;
    Wien 1923 Gertrud (1903–54), T des Großindustriellen Theodor Ritter Mautner v. Markhof (1869–1947) u. der Martha Eisl; Schwager Manfred Mautner v. Markhof (* 1903), Großindustrieller;
    1 S (gef. 1945).

  • Biographische Darstellung

    C. war Berufsoffizier und am Beginn einer vielversprechenden Laufbahn im kaiserlich und königlichen Generalstab, als der Kriegsausgang 1918 ihn zwang, sich neue Aufgaben zu stellen. Er fand sie auf dem ihm von Jugend auf naheliegenden Gebiet der Geschichte. Seine anfänglich und noch durch lange Jahre gehegte Hoffnung, eine Lehrkanzel zu erlangen, erfüllte sich nicht, aber in anderer Hinsicht haben ihm der unermüdliche Fleiß, mit dem er als Schüler H. von Srbiks an der Wiener Universität seinen Studien oblag, und die zähe Ausdauer, mit der er früher wenig beachteten oder ungenügend ausgewerteten Quellen nachging, Erfolge gebracht, die ihn selbst immer wieder überraschten. Als Autor von populär-historischen Werken, vorwiegend Biographien, ist es ihm gelungen, nicht zuletzt durch die Anspruchslosigkeit seines Stils und die Behutsamkeit seiner Meinungsäußerungen, Interesse für historische Themen in den weitesten Kreisen zu wecken; selbst auch dort, wo man seit Abschluß der Schulzeit kaum mehr daran gedacht hatte, ein Lehrbuch der Geschichte zu öffnen. Darin liegt sein eigentliches Verdienst. - Das Werk, welches den Namen C. in aller Welt bekannt machte, „Elisabeth, die seltsame Frau“ (Kaiserin Elisabeth von Österreich), 1934 erschienen, erlebte bisher 33 Auflagen in deutscher Sprache und wurde in 10 Fremdsprachen übersetzt.

  • Werke

    Weitere W Leben u. Liebe Alexanders v. Battenberg, 1920, Graz ²1950;
    Maximilian u. Charlotte v. Mexiko, 2 Bde., Zürich 1924, ²1933 u. d. T. Die Tragödie eines Kaisers;
    Der Aufstieg d. Hauses Rothschild, 1927, Das Haus Rothschild in d. Zeit seiner Blüte, 1928 (in 8 Fremdsprachen übers.), zusammen 2 Bde. ²1949;
    Unter Zaren u. gekrönten Frauen, 1936;
    Ludwig I. v. Bayern, 1937;
    Anonyme Briefe an drei Kaiser, 1939;
    Metternich u. d. Frauen, 2 Bde., 1948/49;
    Ich eine Tochter Maria Theresias [Marie Karol. v. Neapel], 1950;
    Vom Kind z. Kaiser, 1951;
    Mensch u. Herrscher, 1952 (ein 3. Bd. d. Kaiser Franz Jos.-Trilogie soll aus d. Nachlaß hrsg.werden);
    Wenn … [Kaiserin Friedrich], 1954;
    s. a. Kürschner, Lit.-Kal. 1952.

  • Literatur

    H. Benedikt, in: Mitt. d. Österr. Staatsarchivs 6, Wien 1954, S. 544-47;
    Österreicher d. Gegenwart, Wien 1951 (W).

  • Porträts

    Ölgem. v. Czedekowski u. A. Pock (beide im Bes. v. C.s N Guido Dorowin).

  • Autor/in

    Kurt Graf Strachwitz
  • Zitierweise

    Strachwitz, Kurt Graf, "Corti alle Catene, Egon Conte" in: Neue Deutsche Biographie 3 (1957), S. 369-370 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd118676962.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA