Dates of Life
1855 bis 1922
Place of birth
Danzig-Sankt Albrecht
Place of death
Berlin-Schöneberg
Occupation
Botaniker ; Begründer des deutschen Naturschutzes
Religious Denomination
mennonitische Eltern
Authority Data
GND: 118676806 | OGND | VIAF
Alternate Names
  • Conwentz, Hugo Wilhelm
  • Conwentz
  • Conwentz, H.
  • more

Places

Map Icons
Marker Geburtsort Place of birth
Marker Wirkungsort Place of activity
Marker Sterbeort Place of death
Marker Begräbnisort Place of interment

Citation

Conwentz, Hugo, Index entry in: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/gnd118676806.html [24.09.2017].

CC0

  • Genealogy

    V Albert Wilh., Kaufm. in Danzig; beide Eltern aus Mennonitenfamilie, deren Vorfahren aus Holland nach Westpreußen eingewandert waren; 1919 Greta Ekelöf aus Stockholm; kinderlos.

  • Life

    Nach dem Studium in Breslau und Göttingen (vorwiegend beschreibende Naturwissenschaft) waren von Einfluß auf C. weitere Laufbahn die Breslauer Botaniker F. Cohn und H. R. Goeppert. Von letzterem 1876 als Assistent nach Breslau berufen, arbeitete er vornehmlich auf paläobotanischem Gebiet und nahm 1879 eine Berufung zum Leiter des neugegründeten Westpreußischen Provinzialmuseums in Danzig an, ein Amt, das er 30 Jahre innehatte. In diese Zeit fallen seine wesentlichen paläobotanischen Arbeiten, insbesondere über die Bernsteinflora des Baltikums. Daneben trieb er auch pflanzengeographische und vorgeschichtliche Studien. Die Heimatkunde Westpreußens förderte C. in zahlreichen Vorträgen und Schriften. Angesichts der wachsenden Industrialisierung betonte er - hierin liegt sein besonderes Verdienst - als Erster die Notwendigkeit des Naturschutzes und gewann die behördlichen Stellen für seine Sache. Dies führte 1906 zur Einrichtung der Staatlichen Stelle für Naturdenkmalspflege in Preußen, die C. als Staatlicher Kommissar zunächst von Danzig, dann von Berlin aus hauptamtlich leitete. Hier entfaltete er bis zu seinem Tode eine intensive und erfolgreiche organisatorische Tätigkeit für den Gedanken des Naturschutzes und seine Auswertung im Schulunterricht. C. gilt durch sein Institut und seine Veröffentlichungen sowie durch seine Vortragstätigkeit in verschiedenen Ländern als Begründer des deutschen und europäischen Naturschutzes überhaupt.

  • Works

    u. a. Die versteinten Hölzer aus d. norddt. Diluvium, 1876; Flora d. Bernsteins, 1886; Monogr. d. balt. Bernsteinbäume, 1890; Moorbrücken im Tal d. Sorge, 1891; Die Eibe in Westpreußen, 1892; Seltene Waldbäume in Westpreußen, 1895; Vorgesch. Wandtafeln f. Westpreußen, 1897; Forstbotan. Merkb. d. Prov. Westpreußen, 1900; Die Gefährdung d. Naturdenkmäler u. Vorschläge zu ihrer Erhaltung, 1904; Heimatkde. in d. Schule, 1904, 21906; Merkb. d. Naturdenkmalspflege, 1918; Heimatkde. u. Heimatschutz in d. Schule I, 1922; Hrsg.: Zs.: Btrr. z. Naturdenkmalspflege, 1907 ff.; Naturdenkmäler, 1907 ff.

  • Literature

    Berr. d. Dt. Botan. Ges. 40, 1922 (P); Btrr. z. Naturdenkmalspflege 9, 1923 (W-Verz.); Botan. Archiv 3, 1923, S. 8; M. Boie, H. C. u. s. Heimat, 1940 (P); W. Schoenichen, in: DBJ IV, S. 21-25 (u. Tl. 1922, W, L).

  • Author

    Stefan Vogel
  • Citation

    Vogel, Stefan, "Conwentz, Hugo" in: Neue Deutsche Biographie 3 (1957), S. 347 [online version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/gnd118676806.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA

Artikel noch nicht erschlossen.