Lebensdaten
gestorben nach 1100
Beruf/Funktion
Graf von Altena
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 135738040 | OGND | VIAF: 6157902
Namensvarianten
  • Altena, Adolf Graf von
  • Adolf
  • Altena, Adolf Graf von
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Quellen(nachweise)

Orte

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Zitierweise

Adolf, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd135738040.html [12.06.2024].

CC0

  • Biographie

    Altena: Adolf, Graf von A., dem alten Gaugrafengeschlechte im Heldachgau, Vögten der Abteien Deutz und Werden, entstammend, nahm gegen 1100 von der nun zerstörten Burg über dem Städtchen Altena an der Ruhr in Westfalen (Regierungsbezirk Arnsberg) diesen Namen an. Sein Bruder Eberhard gilt für den Gründer der Burg Berg a. d. Wupper und der zu ihren Füßen liegenden prächtigen Abtei Altenberg. Dies gräfliche Haus hat für die deutsche Geschichte insofern Bedeutung, als aus ihm die Dynastie hervorgegangen ist, welche die später geeinigten Herzogthümer Jülich, Cleve und Berg und die Grafschaften Mark und Ravensberg beherrschte und durch weibliche Erbfolge an das brandenburgisch-preußische Haus brachte. Adolfs Enkel theilten seine Besitzungen in Westfalen und am Rhein. Von dem jüngeren, Engelbert, entsprangen die 1218 erloschenen älteren Grafen von Berg. Der ältere, Eberhard, begründete durch seine beiden Söhne: Friedrich die Grafen von der Mark und Arnold das Haus der Grafen von Isenburg a. d. Ruhr und Limburg a. d. Lanne, welche noch heute in den Grafen von Limburg-Styrum fortblühen. Die Hauptlinie der Grafen von der Mark hat namentlich durch Adolf, 1249, eine zahlreiche und mächtige Nachkommenschaft hervorgebracht. Von ihm stammen die Herren von Arenberg zweiten Stammes, (vgl. den Artikel Joh. v. Arenberg) und die aus jenen hervorgegangenen Herzoge von Bouillon, Grafen von der Mark und Schleiden, welche in ihren letzten Zweigen 1773 erloschen; ferner das ganze mächtige Haus der Herzoge von Jülich, Cleve und Berg mit der französischen Nebenlinie der Herzoge von Nevers, welches 1609 ausstarb und zu langen erbitterten Successionskriegen Veranlassung gab. (Vgl. die Artikel Berg, Cleve, Jülich und Mark.)

  • Autor/in

    L. Eltester.
  • Zitierweise

    Eltester, L., "Adolf" in: Allgemeine Deutsche Biographie 1 (1875), S. 361 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd135738040.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA