Dates of Life
1830 bis 1890
Place of birth
Wien
Place of death
Prag
Occupation
Mineraloge
Religious Denomination
keine Angabe
Authority Data
GND: 116982322 | OGND | VIAF: 47528018
Alternate Names
  • Zepharovich, Victor Leopold Ritter von
  • Zepharovich, Victor Leopold von
  • Zepharovich, V. von
  • more

Relations

Outbound Links from this Person

Personen in der GND - familiäre Beziehungen

The links to other persons were taken from the printed Index of NDB and ADB and additionally extracted by computational analysis and identification. The articles are linked in full-text version where possible. Otherwise the digital image is linked instead.

Places

Map Icons
Marker Geburtsort Place of birth
Marker Wirkungsort Place of activity
Marker Sterbeort Place of death
Marker Begräbnisort Place of interment

Localized places could be overlay each other depending on the zoo m level. In this case the shadow of the symbol is darker and the individual place symbols will fold up by clicking upon. A click on an individual place symbol opens a popup providing a link to search for other references to this place in the database.

Citation

Zepharovich, Victor Leopold Ritter von, Index entry in: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116982322.html [18.01.2021].

CC0

  • Life

    Zepharovich: Victor Leopold Ritter von Z., Professor der Mineralogie an der Universität in Prag. Geboren am 13. April 1830 in Wien als Sohn des Hofsecretärs Daniel v. Zepharovich, erhielt er seine wissenschaftliche Vorbildung im Schottengymnasium und bezog 1848 die Universität Wien, um sich dem Studium der Jurisprudenz zu widmen. Seine Neigung für die mineralogischen Wissenschaften veranlaßte Z. zum Wechsel seines Berufs; er studirte in Schemnitz Bergwissenschaft und Mineralogie und absolvirte schon in zwei Jahren das zum Staatsexamen vorgeschriebene Pensum. 1852 trat er als Volontär in den Verband der von Haidinger gegründeten und geleiteten k. k. geologischen Reichs-Anstalt und betheiligte sich unter Fötterte und Franz v. Hauer an den geologischen Aufnahmen in Böhmen, Ungarn und den Venetianer Alpen. 1857 wurde er zum Professor der Mineralogie an der jagellonischen Universität in Krakau ernannt und nach deren Polonisirung 1861 nach Graz versetzt. 1864 folgte er einem Ruf an die Universität Prag als Nachfolger von A. E. Reuß und entfaltete dort als Lehrer der Mineralogie und anfänglich auch der Geologie an der Universität, sowie zeitweilig auch am deutschen Polytechnikum eine ersprießliche Lehrthätigkeit. Seine ersten Arbeiten beziehen sich größtentheils auf seine geologischen Aufnahmen in Böhmen und Ungarn und finden sich größtentheils im Jahrbuch der k. k. geologischen Reichs-Anstalt. Von 1856 an wandte sich v. Z. ganz der Mineralogie und Krystallographie zu. Er war ein vorzüglicher Kenner der Mineralien und ein hervorragender Vertreter der physikalischkrystallographischen Richtung in der Mineralogie. Seine zahlreichen größeren und kleineren Abhandlungen und Bemerkungen über Mineralien, natürliche und künstliche Krystalle sind theils in den Schriften der Wiener Akademie, welcher er als correspondirendes Mitglied angehörte, theils in Groth's Zeitschrift für Krystallographie veröffentlicht. Seine krystallographischen Studien über den|Idokras (1864) gelten als Muster einer feinen Untersuchung. Mehrere neue Mineralien, wie der Diaphorit, Syngenit, Barrandit, Sphärit und Jaulingit wurden von ihm entdeckt. Sein Hauptwerk, eine Mineraltopographie Oesterreichs, worin alle Beobachtungen über die österreichisch-ungarischen Mineralfundorte zusammengestellt sind, wurde leider nicht mehr vollendet. Der erste Band erschien 1859, der zweite 1873. Z. lebte in glücklicher, aber kinderloser Ehe mit Melanie Pacher von Theinburg; er war wegen seines zuverlässigen Charakters und seiner feinen Umgangsformen allgemein geschäht und beliebt. Trotz seines slavischen Namens gehörte er in Prag zu den entschiedensten Vertretern des Deutschthums. Er starb nach längerem Krankenlager in Prag am 24. Februar 1890.

    • Literature

      C. Vrba, Nekrolog im Neuen Jahrb. für Mineralogie, Geologie und Paläontologie, 1890, Bd. II.

  • Author

    v. Zittel.
  • Citation

    Zittel, Karl von, "Zepharovich, Victor Leopold Ritter von" in: Allgemeine Deutsche Biographie 45 (1900), S. 72-73 [online version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116982322.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA