Lebensdaten
1817 bis 1883
Sterbeort
Wien
Beruf/Funktion
Syphilidologe ; Arzt
Konfession
keine Angabe
Normdaten
GND: 129996343 | OGND | VIAF: 55242185
Namensvarianten
  • Zeissl, Hermann von
  • Zeissl, Hermann
  • Zeissl, H.
  • mehr

Quellen(nachweise)

Verknüpfungen

Von der Person ausgehende Verknüpfungen

Personen in der GND - familiäre Beziehungen

Verknüpfungen zu anderen Personen wurden aus den Registerangaben von NDB und ADB übernommen und durch computerlinguistische Analyse und Identifikation gewonnen. Soweit möglich wird auf Artikel verwiesen, andernfalls auf das Digitalisat.

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Auf der Karte werden im Anfangszustand bereits alle zu der Person lokalisierten Orte eingetragen und bei Überlagerung je nach Zoomstufe zusammengefaßt. Der Schatten des Symbols ist etwas stärker und es kann durch Klick aufgefaltet werden. Jeder Ort bietet bei Klick oder Mouseover einen Infokasten. Über den Ortsnamen kann eine Suche im Datenbestand ausgelöst werden.

Zitierweise

Zeissl, Hermann von, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd129996343.html [06.08.2020].

CC0

  • Leben

    Zeissl: Hermann von Z., Arzt und Syphilidolog in Wien, wurde am 22. September 1817 zu Vierzighuben bei Zwittau in Mähren geboren. 1839 begann er in Wien das Studium der Medicin, erlangte hier 1845 die medicinische, 1846 die chirurgische Doctorwürde, widmete sich dann zu seiner Fortbildung weiteren Studien am allgemeinen Krankenhause, wo er zuerst auf der Augenklinik unter Rosas, dann auf der chirurgischen Abtheilung von Mojsisovics, endlich als Secundararzt auf der dermatologischen Abtheilung unter Hebra wirkte. Nach eingehender Beschäftigung mit der Syphilidologie habilitirte er sich für dieses Fach 1850 als Privatdocent, wurde 1861 außerordentlicher Professor und 1869 Primararzt an der kurz vorher für Syphilis im Allgemeinen Krankenhause errichteten zweiten Station. In dieser Stellung blieb er bis 1883, wo ihn eine unheilbare Krankheit zurückzutreten nöthigte, an deren Folgen er am 23. September 1884 starb. Z. gehört zu den hervorragendsten Vertretern seines Specialfaches, als welcher er sogar einen Weltruf genoß. Er war ein sehr beliebter Lehrer und fand auch mit seinen Anschauungen in bezug auf die Dualitätslehre in der Syphilis allgemeinen Anklang. Seine verschiedenen Lehrbücher und Compendien erfreuten sich eines bedeutenden Leserkreises. Er verfaßte außer einem „Compendium der Pathologie und Therapie der primär-syphilitischen und einfach venerischen Krankheiten“ (Wien 1847) noch ein „Lehrbuch der constitutionellen Syphilis für Aerzte und Hörer der Medicin“ (Erlangen 1864), ferner ein „Lehrbuch der Syphilis und der mit dieser verwandten örtlichen venerischen Krankheiten“ (Stuttgart 1875, 2 Bde., 3. Aufl.); „Grundriß der Pathologie und Therapie der Syphilis“ (ebenda 1876). Die beiden letztgenannten Werke erfuhren Uebersetzungen ins Russische, Italienische, Englische. Holländische und Ungarische. — Uebrigens fehlte es Z. auch nicht an mannigfachen äußeren Anerkennungen. Er|wurde in den österreichischen Adelstand erhoben und erhielt den Titel eines Regierungsrathes.

    • Literatur

      A. Hirsch's biogr. Lexikon VI. 361.

  • Autor/in

    Pagel.
  • Empfohlene Zitierweise

    Pagel, Julius Leopold, "Zeissl, Hermann von" in: Allgemeine Deutsche Biographie 45 (1900), S. 7-8 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd129996343.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA