• Leben

    Vogel: Johann Jakob V., sächsischer Geschichtschreiber des 18. Jahrhunderts, wurde am 4. Mai 1660 in Leipzig als Sohn des Bürgers und Krämers Nicolaus V. geboren. Nachdem er Privatunterricht genossen, besuchte er von 1671 die Nicolaischule, von 1678 an die Universität, wo er sich dem Studium der Theologie und Philosophie widmete. 1680 wurde er Baccalaureus, im Jahre darauf Magister der Philosophie, 1686 Diakonus in Taucha, 1697 Pfarrer in Panitzsch. Nachdem er von 1722 sich in seinem Amte von einem Substituten hatte unterstützen lassen, starb er am 16. Juli 1729. Seine Erstlingsschrift „De Insignibus Lipsiae“ (1683) widmete er dem Leipziger Rathe zum Danke für erhaltene Unterstützungen. Am bekanntesten ist seine Lebensbeschreibung des Ablaßkrämers Tetzel und namentlich seine Leipziger Geschichte „Annales Lipsiae“ geworden. Seine handschriftlichen Sammlungen befinden sich in der Universitätsbibliothek zu Leipzig.

    • Literatur

      Dresdner Gelehrte Anzeigen 1752, S. 346—372. — Deutsche Acta Eruditorum 31. Theil, Nr. 2, S. 545. — K. G. Dietmann, Die ... Priesterschaft in dem Churfürstenthum Sachsen, Dresden und Leipzig. Des I. Theils 2. Band, S. 374, 381—383. —
      Sachsens Kirchen-Galerie IX, 27, 55. — A. H. Kreyßig, Album der evangelisch-lutherischen Geistlichen im Königreiche Sachsen, Dresden 1883, S. 389, 505. — Ueber das alte Diakonat in Taucha J. G. Guth, Geschichte der Stadt Taucha, Taucha 1866, S. 54.

  • Autor/in

    Georg Müller.
  • Empfohlene Zitierweise

    Müller, Georg, "Vogel, Johann Jakob" in: Allgemeine Deutsche Biographie 40 (1896), S. 111-112 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd11746337X.html#adbcontent

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