Lebensdaten
1784 bis 1848
Beruf/Funktion
Maler ; Kupferstecher ; Lithograph ; Zeichner ; Radierer ; Kostümdirektor am Hoftheater in Wien
Konfession
katholisch?
Normdaten
GND: 117353280 | OGND | VIAF: 69705572
Namensvarianten
  • Stubenrauch, Philipp von
  • Stubenrauch, Ph. de

Verknüpfungen

Verknüpfungen auf die Person andernorts

Aus dem Register von NDB/ADB

Verknüpfungen zu anderen Personen wurden aus den Registerangaben von NDB und ADB übernommen und durch computerlinguistische Analyse und Identifikation gewonnen. Soweit möglich wird auf Artikel verwiesen, andernfalls auf das Digitalisat.

Zitierweise

Stubenrauch, Philipp von, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd117353280.html [22.04.2021].

CC0

  • Leben

    Stubenrauch: Philipp v. St., Maler und Kupferstecher, wurde am 16. Juli 1784 zu Wien als Sohn eines Reichshofrathes geboren und auf der Wiener Akademie unter Füger's Leitung zum Maler ausgebildet. Hauptsächlich aber that er sich als Zeichner und Radirer hervor. Wir besitzen von ihm Blätter nach Füger, G. F. Schmidt und W. Tischbein. Nach Letzterem kennt man ein geschabtes Blatt: „Conrad von Schwaben spielt im Gefängniß Schach“. Das Lieblingsstudium Stubenrauch's war aber die Costümkunde, in der er sich so bedeutende Kenntnisse angeeignet hatte, daß er zum Costüm- und Decorationsdirector der kaiserlichen Hoftheater ernannt wurde. Nach seinen Zeichnungen radirten J. A. Klein und J. C. Erhard Abbildungen der österreichischen Truppen, die in Wien bei Artaria erschienen. Eigenhändig von St. radirt und colorirt sind die im J. 1807 bei Geistinger in Wien erschienenen „Costüme des k. k. Hoftheaters in Wien“ (5 Hefte). Von seinen übrigen Arbeiten erwähnen wir noch die „Costümbilder aus den Quadrillen des Costüm-Balles bei dem großbritannischen Botschafter Sir H. Wesseley“, gestochen von Franz X. Stöber (1826). St. starb zu Wien am 5. October 1848, nicht, wie Nagler angibt, 1839.

    • Literatur

      Vgl. Nagler, Neues allgemeines Künstler-Lexikon XVII, 506, 507. — Wurzbach XL, 153, 154. — A. Andresen, Handbuch für Kupferstichsammler, Leipzig 1873, II, 565. — C. Bodenstein, Hundert Jahre Kunstgeschichte Wiens: 1788—1888, Wien 1888, S. 188.

  • Autor/in

    H. A. Lier.
  • Empfohlene Zitierweise

    Lier, Hermann Arthur, "Stubenrauch, Philipp von" in: Allgemeine Deutsche Biographie 36 (1893), S. 710 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd117353280.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA