• Leben

    Storch: Johann St., Arzt, bekannter unter seinem lateinischen Namen „Pelargus“, geb. zu Ruhla bei Eisenach am 2. Februar 1681, zu Gotha am 9. Januar 1751, studirte seit 1698 in Jena und Erfurt, erlangte an letzterem Orte mit der Abhandlung „De paucitate et delectu medicamentorum“ die Doctorwürde, prakticirte ohne besonderen Erfolg als Arzt in Ohrdruf und Weimar, ging 1708 nach Eisenach, wo er 1720 Inspector sämmtlicher Apotheken, Stadtphysicus, herzoglicher Hof- und Leibarzt wurde. 1735 erhielt er eine Berufung als Arzt an den russischen Hof, die er ablehnte, was ihm auch den Titel eines Rathes einbrachte. 1742 siedelte er als Stadt- u. Bezirksphysicus, sowie als Garnisonsarzt nach Gotha über, wo er bis an sein Lebensende verblieb. St., der zu seiner Zeit ein sehr geschätzter Arzt war, ist Verfasser zahlreicher Schriften, in denen er sich zu den Stahl'schen Lehren bekennt. Am merkwürdigsten ist noch sein Werk über Kinderheilkunde, betitelt: „Theoretische und praktische Abhandlungen von Kinderkrankheiten“ (4 Bände, Eisenach 1750 bis 1751); ferner „Praxis Stahliana, d. i. Herrn George Ernst Stahl's Collegium practicum, welches theils von ihm privatim in die Feder dictiret, theils von seinen damaligen Auditoribus aus dem Discours mit Fleiß nachgeschrieben u. s. w.“ (Leipzig 1728; 2., vermehrte Aufl. 1732). Die Titel der übrigen Schriften finden sich in den Quellen des unten genannten Werkes verzeichnet.

    • Literatur

      Biogr. Lexikon hervorr. Aerzte, herausgegeben von Hirsch und Gurlt V, 553.

  • Autor/in

    Pagel.
  • Empfohlene Zitierweise

    Pagel, Julius Leopold, "Storch, Johann" in: Allgemeine Deutsche Biographie 36 (1893), S. 439 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd118755668.html#adbcontent

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