Lebensdaten
1741 - 1787
Geburtsort
Peißenberg
Beruf/Funktion
Augustinerchorherr in Polling ; Historiker ; Professor der Philosophie, der allgemeinen und der Literaturgeschichte in Ingolstadt ; Hofbibliothekar in München
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 117237353 | OGND | VIAF: 77087991
Namensvarianten
  • Steigenberger, Caspar (Taufname)
  • Steigenberger, Gerhoh (Ordensname)
  • steigenberger, gerhoh
  • mehr

Verknüpfungen

Verknüpfungen auf die Person andernorts

Verknüpfungen zu anderen Personen wurden aus den Registerangaben von NDB und ADB übernommen und durch computerlinguistische Analyse und Identifikation gewonnen. Soweit möglich wird auf Artikel verwiesen, andernfalls auf das Digitalisat.

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Auf der Karte werden im Anfangszustand bereits alle zu der Person lokalisierten Orte eingetragen und bei Überlagerung je nach Zoomstufe zusammengefaßt. Der Schatten des Symbols ist etwas stärker und es kann durch Klick aufgefaltet werden. Jeder Ort bietet bei Klick oder Mouseover einen Infokasten. Über den Ortsnamen kann eine Suche im Datenbestand ausgelöst werden.

Zitierweise

Steigenberger, Gerhoh (Ordensname), Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd117237353.html [16.05.2021].

CC0

  • Leben

    Steigenberger: Caspar St., mit seinem Ordensnamen Gerhoh, geboren am 20. April 1741 zu Peissenberg, am 5. August 1787 zu München. Er machte seine ersten Studien in dem Kloster zu Polling, zu dem sein Geburtsort als Pfarrei gehörte, und am Gymnasium zu München, trat am 17. September 1758 in den Orden der regulirten Chorherren zu Polling und setzte zunächst dort seine Studien fort, dann von 1763—66 bei den regulirten Chorherren von der heil. Genovefa zu Paris, endlich 1766—68 zu Rom. Hier wurde er am 28. Februar 1768 zum Priester geweiht. In sein Kloster zurückgekehrt, wurde er in der Seelsorge beschäftigt und docirte Mathematik, Philosophie und Theologie. Im Herbst 1773 wurde er Professor der Philosophie, der allgemeinen und Litteraturgeschichte, 1774 auch Universitäts-Bibliothekar zu Ingolstadt, kehrte aber im September 1777 nach Polling zurück und übernahm wieder den Unterricht der jüngeren Ordensbrüder und die Aufsicht über die Bibliothek. 1781 wurde er zum Vorsteher der Hofbibliothek in München und zum Mitgliede der Akademie der Wissenschaften, auch zum Geistlichen Rath ernannt. — Während seines Aufenthaltes in Paris schrieb er „Dissertation sur le véritable auteurd'un ouvrage intitulé Flores Psalmorum“ (1764); später: „De synodo Neuenheimensi sub Tassilone“ (1777); „Historisch-litterarischer Versuch von Entstehung und Aufnahme der Kurfürstl. Bibliothek in München“ (1784); „Ueber die zwei ältesten gedruckten deutschen Bibeln in der Bibliothek in München“ (1787); ferner einige anonyme Schriftchen und Beiträge zu deutschen und französischen Zeitschriften.

    • Literatur

      Baader, Lexikon I, 2, 248. — Mederer-Permaneder, Annales Ingolst. V, 35. — Meusel XIII, 310.

  • Autor/in

    Reusch.
  • Empfohlene Zitierweise

    Reusch, Heinrich, "Steigenberger, Gerhoh" in: Allgemeine Deutsche Biographie 35 (1893), S. 577 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd117237353.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA