Dates of Life
1600 bis 1651
Place of birth
Helmstedt
Occupation
Philosoph
Religious Denomination
evangelisch?
Authority Data
GND: 104106190 | OGND | VIAF
Alternate Names
  • Scheurl, Heinrich Julius
  • Scheurl, Henrich Julius
  • Scheurl, Henricus Iulius
  • more

Relations

Outbound Links from this Person

Personen in der GND - familiäre Beziehungen

The links to other persons were taken from the printed Index of NDB and ADB and additionally extracted by computational analysis and identification. The articles are linked in full-text version where possible. Otherwise the digital image is linked instead.

Places

Map Icons
Marker Geburtsort Place of birth
Marker Wirkungsort Place of activity
Marker Sterbeort Place of death
Marker Begräbnisort Place of interment

Localized places could be overlay each other depending on the zoo m level. In this case the shadow of the symbol is darker and the individual place symbols will fold up by clicking upon. A click on an individual place symbol opens a popup providing a link to search for other references to this place in the database.

Citation

Scheurl, Heinrich Julius, Index entry in: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd104106190.html [16.09.2019].

CC0

  • Life

    Scheurl: Heinr. Julius S., jüngster Sohn des Professors Lorenz S. (s. d.), wurde geb. zu Helmstedt am 19. Jan. 1600 und erhielt seinen Vornamen von seinem Taufpathen, dem Herzoge Heinrich Julius zu Braunschw. und Lün. Als er im 13. Jahr den Vater verlor, wurde er auf die Schule nach Halle geschickt, von der er nach drei Jahren auf die unweit Helmstedt gelegene Klosterschule Marienthal überging. Achtzehnjährig bezog er die Universität Helmstedt, um sich philosophischen, sprachlichen und geschichtlichen Studien zu widmen.|Am 21. October 1624 wurde er zum Magister promovirt. Dann ging er als Begleiter eines jungen Adeligen, Adrians v. Veltheim, nach Leipzig, wo er Privatvorlesungen eröffnete und assessor concilii nationalis wurde. Auf sein Gesuch und auf Empfehlung der Universität wurde ihm unter'm 20. Octbr. 1628 in seiner Heimathstadt Helmstedt die Professur der Ethik übertragen, welche er am 7. Febr. 1629 antrat. Wie die ganze Universität durch die Drangsale des Krieges schwer gelitten hatte, so war insbesondere die philosophische Facultät, in welcher Christophor Schrader zeitweise Scheurl's einziger College war, fast ganz ausgestorben. Mit regem Eifer und gutem Erfolge eröffnete Letzterer seine Thätigkeit und vertrat im Sinne seiner Vorgänger Martini und Hornejus in würdiger Weise die historisch aristotelische Schule bis zu seinem Tode, der am 13. Dec. 1651 erfolgte. Sein Lehrer Calixt, dessen treuer Anhänger S. stets geblieben war, rühmt seine Beredsamkeit, seinen christlichen Sinn und den wohlthätigen Einfluß, den er auf die Studenten ausgeübt habe. Ihn überlebte seine Wittwe Anna Maria, die Tochter eines Leipziger Handelsherrn Gotthart Grosse, die er Ende Januar 1629 geheirathet hatte; von seinen vier Kindern war bei seinem Tode nur noch ein Sohn am Leben.

    • Literature

      Vgl. Personalien hinter Balth. Cellarius' Leichenpredigt (Helmst. 1652). — Henke, Calixt I, 481.

  • Author

    P. Zimmermann.
  • Citation

    Zimmermann, Paul, "Scheurl, Heinrich Julius" in: Allgemeine Deutsche Biographie 31 (1890), S. 154-155 [online version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd104106190.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA