Lebensdaten
1580 bis 1650
Geburtsort
Glauchau
Beruf/Funktion
Schulmann
Konfession
lutherisch
Normdaten
GND: 121292959 | OGND | VIAF: 22993761
Namensvarianten
  • Schedius, Georg
  • Schede, Georg
  • Scedius, Georgius
  • mehr

Verknüpfungen

Von der Person ausgehende Verknüpfungen

Personen in der GND - familiäre Beziehungen

Verknüpfungen zu anderen Personen wurden aus den Registerangaben von NDB und ADB übernommen und durch computerlinguistische Analyse und Identifikation gewonnen. Soweit möglich wird auf Artikel verwiesen, andernfalls auf das Digitalisat.

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Auf der Karte werden im Anfangszustand bereits alle zu der Person lokalisierten Orte eingetragen und bei Überlagerung je nach Zoomstufe zusammengefaßt. Der Schatten des Symbols ist etwas stärker und es kann durch Klick aufgefaltet werden. Jeder Ort bietet bei Klick oder Mouseover einen Infokasten. Über den Ortsnamen kann eine Suche im Datenbestand ausgelöst werden.

Zitierweise

Schedius, Georg, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd121292959.html [10.08.2020].

CC0

  • Leben

    Schedius: Georg S., lutherischer Schulmann des 17. Jahrhunderts. Im J. 1580 als der Enkel des kurfürstlich sächsischen Leibarztes Georg S. zu Glauchau geboren, bekleidete er seit 1613 das Amt eines Schulmeisters im mährischen Städtchen Kadan. Aus Komotau, wohin er 1618 berufen wurde, vertrieben ihn im October 1622 nach dem Falle des Winterkönigs die Jesuiten. Er wandte sich nach Mecklenburg und erhielt 1623 das Rectorat der Bützower Schule; 1629 kam er in gleicher Eigenschaft nach Güstrow, wo er am 12. December 1650 starb. — Unter seinen Schriften sind außer lateinischen Leichenreden und Gedichten ("Metaphrasis poetica Jeschajahu, cap. 1—5,“ 1631) zu erwähnen: 1) „Viridarium philologico-historicum, III centuriae“, Rostochii 1647; 2) eine handschriftliche Chronik von Güstrow; 3) mehrere Schuldramen in lateinischer Prosa: „Josephus“ (1636, gedruckt Rostock 1645), „Absalon parricida, exul et redux (1636, gedr. 1645), „Absalon patrem regno excutiens" (1638), „Praetor Gibeonitarum“ (1643), „Hypomnemata passionalia tribus actibus salutiferam Jesu Nazareni passionem, carmine iambico repraosentantia“. Von wirklich dramatischem Charakter ist in diesen schwerfällig gelehrten Declamationsübungen nichts zu spüren; die alttestamentliche Erzählung gibt nur den Rahmen zu weitläufigen Gerichtsverhandlungen über den angeblich von Benjamin gestohlenen Becher und den Mord Amnons; jede Person redet 2—8 Seiten ciceronianisches Latein hinter einander nach dem Grundsatz: Nihil incundius, nihil praestabilius quam bene et ornate posse dicere; als Muster gilt dem Verfasser der Straßburger Professor Melchior Junius, ein Schüler Sturm's.

    • Literatur

      H. Witte, Diarium biographicum, 1688. — G. Ludovici, Historia rectorum, gymnasiorum scholarumque III, 412 (1711). —
      A. F. Fuchs, Geschichte des Güstrowschen Gymnasii (Progr. Güstrow 1801) S. 23. — Vgl. den Artikel Elias Schedius.

  • Autor/in

    J. Bolte.
  • Empfohlene Zitierweise

    , "Schedius, Georg" in: Allgemeine Deutsche Biographie 30 (1890), S. 663 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd121292959.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA