• Leben

    Sautier: Heinrich S., katholischer Geistlicher, geboren zu Freiburg im Breisgau am 10. April 1746, daselbst am 31. Mai 1810. Er trat 1761 in den Jesuitenorden, lehrte in den Collegien zu Pruntrut und Freiburg, war nach der Aufhebung des Ordens 1773—92 Professor der Poetik am akademischen Gymnasium zu Freiburg und lebte seitdem dort als Privatgeistlicher. Er hat|viele Schriften drucken lassen, Gedichte, Schulbücher und namentlich (meist unter dem Namen Erich Servati) Streitschriften gegen „Aufklärer“, Freimaurer u. s. w., insbesondere gegen seinen Collegen Caspar Ruef (s. A. D. B. XXIX, 587), „Ländlicher Briefwechsel von den vorderösterreichischen Kirchenreformatoren unter dem Namen des Freimüthigen", 1785; „Der Glaube des Selbstdenkers“, 1788 u. a. Ruef antwortete ihm in den „Freiburger Beiträgen“ (in diesen steht VI, 261 auch ein Aufsatz des Freiburger Professors Wilhelm gegen Servati). Ein bleibendes Andenken hat sich S. in Freiburg gesichert durch die 1800 gemachte Stiftung zur Ausbildung uud Ausstattung dürftiger Jünglinge und Jungfrauen. Damit hangen zusammen seine Schriften: „Die Philanthropen von Freiburg oder die Stifter und Wohlthäter der Hauptstadt im Breisgau", 1778, „Blick auf die Freiburger Stiftung zur Ausbildung“ u. s. w., 3. Aufl. 1808, „Die arme brave Marie oder das Bild eines vollkommenen Dienstboten“, 1801—3 u. a.

    • Literatur

      Gradmann, das gelehrte Schwaben, S. 537. — Weech, Badische Biographien II, 240.

  • Autor/in

    Reusch.
  • Empfohlene Zitierweise

    Reusch, Heinrich, "Sautier, Heinrich" in: Allgemeine Deutsche Biographie 30 (1890), S. 422-423 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd130099287.html#adbcontent

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