Lebensdaten
1853 bis 1878
Geburtsort
Neisse
Beruf/Funktion
Mediziner ; Forschungsreisender
Konfession
keine Angabe
Normdaten
GND: 117599700 | OGND | VIAF: 8169466
Namensvarianten
  • Sachs, Karl
  • Sachs, Carl

Quellen(nachweise)

Orte

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Zitierweise

Sachs, Karl, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd117599700.html [15.04.2021].

CC0

  • Leben

    Sachs: Karl S., Mediciner, geboren zu Neiße in Schlesien am 14. September 1853, studirte seit 1871 in Berlin, besonders als Schüler von E. du Bois-Reymond, erlangte daselbst 1875 mit einem Theil seiner bereits 1873 preisgekrönten Schrift „Ueber die sensiblen Nerven im Muskel“ die Doctorwürde, arbeitete noch ein Semester lang in Kuehne's Laboratorium zu Heidelberg, bestand darauf im Winter 1875/76 die medicinische Staatsprüfung in Berlin und|unternahm dann, nachdem er noch kurze Zeit vertretungsweise in Wusterhausen a. d. Dosse prakticirt hatte, auf den Vorschlag seines oben genannten Lehrers E. du Bois-Reymond und mit Hülfe eines von der Akademie der Wissenschaften aus den Mitteln der Humboldt-Stiftung bewilligten Stipendiums zum genaueren Studium des bereits von Al. v. Humboldt beschriebenen Zitteraals (Gymnotus electricus) eine Reise nach Venezuela und den Llanos. Nach seiner Rückkehr nahm er die ihm von du Bois-Reymond angebotene Assistentenstelle im physiologischen Institut zu Berlin an und veröffentlichte die sehr lesenswerthe Beschreibung seiner mehr äußeren Reiseerlebnisse unter dem Titel: „Aus den Llanos“ (Leipzig 1878), wurde aber an der Bearbeitung seiner eigentlichen wissenschaftlichen Beobachtungen am Gymnotus und des von ihm hierüber geplanten Fundamentalwerkes durch einen jähen, bereits im kaum vollendeten 25. Lebensjahre bei Besteigung des Monte Cevedale, eines Berges der Ortlergruppe, am 18. August 1878 erfolgten Tod verhindert. Aus Sachs' hinterlassenen Tagebüchern und verschiedenen während seines Aufenthalts in Südamerika an du Bois-Reymond gerichteten brieflichen Mittheilungen stellte dieser die wichtigsten wissenschaftlichen Ergebnisse von Sachs' Forschungen zusammen und veröffentlichte dieselben als „Untersuchungen am Zitteraal, Gymnotus electricus. Mit 2 Abhandlungen von etc.“ (Leipzig 1881 mit 8 Tafeln und 49 Abbildungen). S. war ein äußerst talentvoller, vielseitiger und vielversprechender Forscher, dessen früher Tod im Interesse der physiologischen Wissenschaft ungemein zu beklagen ist, die er sicherlich noch mit vielen Entdeckungen bereichert haben würde. Schon seine 1873 preisgekrönte, oben näher bezeichnete Arbeit war so werthvoll, daß du Bois-Reymond sie der Berliner med. Facultät mit den Worten empfahl, er würde sich glücklich schätzen, seinen eigenen Namen unter Sachs' Arbeit als die seinige setzen zu können.

    • Literatur

      Vergl. „Aus den Llanos“, Anzeige und Nekrolog (in E. du Bois-Reymond's Reden II, 384—403). — Biogr. Lexicon hervorr. Aerzte etc. von A. Hirch V, 142.

  • Autor/in

    Pagel.
  • Empfohlene Zitierweise

    Pagel, Julius Leopold, "Sachs, Karl" in: Allgemeine Deutsche Biographie 30 (1890), S. 127-128 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd117599700.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA