Lebensdaten
1763 bis 1836
Sterbeort
München
Beruf/Funktion
Schauspieler
Konfession
evangelisch?
Normdaten
GND: 116419784 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Reinhard, Karl
  • Reinhard, Charles
  • Reinhard, Carl

Verknüpfungen

Von der Person ausgehende Verknüpfungen

Personen in der GND - familiäre Beziehungen

Verknüpfungen zu anderen Personen wurden aus den Registerangaben von NDB und ADB übernommen und durch computerlinguistische Analyse und Identifikation gewonnen. Soweit möglich wird auf Artikel verwiesen, andernfalls auf das Digitalisat.

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Auf der Karte werden im Anfangszustand bereits alle zu der Person lokalisierten Orte eingetragen und bei Überlagerung je nach Zoomstufe zusammengefaßt. Der Schatten des Symbols ist etwas stärker und es kann durch Klick aufgefaltet werden. Jeder Ort bietet bei Klick oder Mouseover einen Infokasten. Über den Ortsnamen kann eine Suche im Datenbestand ausgelöst werden.

Zitierweise

Reinhard, Karl, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116419784.html [22.09.2019].

CC0

  • Leben

    Reinhard: Karl R., Schauspieler, geb. 1763, 1836 zu München, ging in seiner Jugend mit den hessen-kasselschen Truppen auf 3 Jahre nach Amerika und avancirte dort auf dem Schlachtfelde zum Officier. Erst 1787 trat er zur Bühne über und wirkte zunächst am Niederrhein in sehr bescheidenen Stellungen. Etwas höher hob er sich in Schwerin, Lübeck, Braunschweig. 1793 kam er mit seiner Frau Charlotte Henriette geb. Sallbach (geb. 1775 zu Frankfurt a. O.) nach Hamburg unter die Direction F. L. Schröder's. Sie debütirten dort am 7. December als Rolla und Cora in Kotzebue's „Sonnenjungfrau“. 1797 kam es wegen Gagenstreitigkeiten zu heftigen Conflicten zwischen Schröder und R., der unter den Kunstgenossen eine wahre Verschwörung gegen seinen Director anzettelte und dadurch auch im Publicum Aergerniß erregte. Reinhards verließen Hamburg, wo Er neben seiner Kunst ein kaufmännisches Geschäft betrieben haben soll, hielten sich kurze Zeit in Frankfurt a. M. auf und kamen dann nach Hannover, wo R. 1802 unter der Verwaltung des Oberstallmeisters v. d. Busche die artistische Leitung erwarb und sich mit dem Gedanken trug, durch Errichtung einer Pensionsanstalt festere Verhältnisse im Bühnenleben zu begründen. Auch war ihm zugesichert worden, dermaleinst der Nachfolger des Herrn v. d. Busche zu werden. All' diese schönen Aussichten wurden durch das Kriegsunglück zerstört. Als General Mortier 1803 Hannover belagerte, löste sich das deutsche Theater dort auf und R. ging nach Berlin, wo er schon ein Jahr vorher am königl. Nationaltheater sechsmal als Gast aufgetreten war, ohne den Engagementsantrag Iffland's anzunehmen. Er konnte sich zu Berlin nicht halten, und folgte 1805 einem Rufe an das Hoftheater zu München. Hier hat er bis zu seinem Tode gewirkt und 1821 auch kurze Zeit die Regie geführt. R. hat sich hauptsächlich in Heldenrollen ausgezeichnet, wofür ihm seine heroische Gestalt und sein mächtiges, wandlungsfähiges Organ zu statten kam. Seine|Frau war ihm eine passende Partnerin: von schlankem, königlichem Wuchs und schön von Angesicht.

    • Literatur

      F. L. W. Meyer, F. L. Schröder, II, S. 113, 148 ff., Hamburg 1823. — Jahrbuch für Theater, S. 180. Hamburg 1841. — Blum-Herloßsohn-Marggraff, Allg. Theater-Lexikon, Bd. VI, Altenburg-Leipzig 1846.

  • Autor/in

    Paul Schlenther.
  • Empfohlene Zitierweise

    Schlenther, Paul, "Reinhard, Karl" in: Allgemeine Deutsche Biographie 28 (1889), S. 43-44 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116419784.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA