Lebensdaten
1753 bis 1811
Geburtsort
Oßmannstedt
Sterbeort
Jena
Beruf/Funktion
Chirurg ; Professor in Jena
Konfession
keine Angabe
Normdaten
GND: 130383090 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Stark, Johann Christian der Ältere
  • Stark, Johann Christian
  • Stark, Johann Christian der Ältere
  • mehr

Verknüpfungen

Verknüpfungen zu anderen Personen wurden aus den Registerangaben von NDB und ADB übernommen und durch computerlinguistische Analyse und Identifikation gewonnen. Soweit möglich wird auf Artikel verwiesen, andernfalls auf das Digitalisat.

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Auf der Karte werden im Anfangszustand bereits alle zu der Person lokalisierten Orte eingetragen und bei Überlagerung je nach Zoomstufe zusammengefaßt. Der Schatten des Symbols ist etwas stärker und es kann durch Klick aufgefaltet werden. Jeder Ort bietet bei Klick oder Mouseover einen Infokasten. Über den Ortsnamen kann eine Suche im Datenbestand ausgelöst werden.

Zitierweise

Stark, Johann Christian, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd130383090.html [28.03.2020].

CC0

  • Leben

    Stark: Johann Christian St., Professor der Medicin, sachsen-weimar'scher Hofrath und Leibarzt in Jena, geboren am 13. Januar 1753 in der Nähe von Apolda, hatte nach Angabe von F. B. Osiander nur in Jena bei Professor Neubauer die Entbindungskunde studirt. 1777 wurde er zum Doctor in Jena promovirt und bereits 1779 Professor extraordinarius an derselben Universität. Durch einen mit glücklichem Erfolg an einer Frau v. L. ausgeführten Kaiserschnitt wurde er bald berühmt und 1784 zum ordentlichen Professor und Director der Entbindungsanstalt in Jena ernannt. 1782 hatte er ein Hebammenlehrbuch „in Gesprächen“ geschrieben. Er erfand und veränderte manche geburtshülfliche Instrumente, so eine Zange, einen Beckenmesser, einen Geburtsstuhl. 1787 begründete er ein Archiv für Geburtshülfe, Frauenzimmer- und Kinderkrankheiten, welches bis zum Jahre 1804 sich erhielt und dann in Siebold's|Lucina überging. Seine Publicationen erstreckten sich nicht bloß auf die Geburtshülfe, sondern auch auf pharmakologische, pädiatrische und andere Gegenstände und er schrieb auch eine Geschichte des Tetanus. St. war der Leibarzt Friedrich v. Schiller's und dessen Briefe an ihn sind noch erhalten. St. war ein ausgezeichneter klinischer Lehrer und gab zuerst in Deutschland klinische Berichte von seinem Entbindungsinstitut heraus 1784. Er starb am 11. Januar 1811.

    • Literatur

      F. B. Ostander, Lit. pragmat. Geschichte der Entbindungskunst S. 463. 466. — Ed. v. Siebold, Versuch einer Geschichte der Geburtshülfe II, 483. — Kleinwächter in Gurlt-Hirsch's Biograph. Lexikon V, 511.

  • Autor/in

    F. v. Winckel.
  • Empfohlene Zitierweise

    Winckel, Franz von, "Stark, Johann Christian" in: Allgemeine Deutsche Biographie 35 (1893), S. 490-491 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd130383090.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA