Lebensdaten
1163 bis 1192
Beruf/Funktion
Markgraf und Herzog der Steiermark
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 142372382 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Otakar IV.
  • Otakar IV., Steiermark, Markgraf
  • Otakar IV., Steiermark, Markgraph

Verknüpfungen

Von der Person ausgehende Verknüpfungen

Personen in der NDB Genealogie
Personen im NDB Artikel

Verknüpfungen auf die Person andernorts

Verknüpfungen zu anderen Personen wurden aus den Registerangaben von NDB und ADB übernommen und durch computerlinguistische Analyse und Identifikation gewonnen. Soweit möglich wird auf Artikel verwiesen, andernfalls auf das Digitalisat.

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Auf der Karte werden im Anfangszustand bereits alle zu der Person lokalisierten Orte eingetragen und bei Überlagerung je nach Zoomstufe zusammengefaßt. Der Schatten des Symbols ist etwas stärker und es kann durch Klick aufgefaltet werden. Jeder Ort bietet bei Klick oder Mouseover einen Infokasten. Über den Ortsnamen kann eine Suche im Datenbestand ausgelöst werden.

Zitierweise

Otakar IV., Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd142372382.html [05.04.2020].

CC0

  • Genealogie

    Aus d. Geschl. d. Otakare (s. NDB 19). – V Otakar III. (s. NDB 19);
    M Kunigunde v. Cham-Vohburg.

  • Leben

    O. wuchs unter der vormundschaftl. Regierung seiner Mutter Kunigunde auf. Vor allem die steir. Ministerialität nutzte diese Zeit, um ihre Position zu stärken. Obwohl die Steiermark durch das alexandrinische Schisma und die Kämpfe im Erzstift Salzburg stark in Mitleidenschaft gezogen wurde, war O.s|Herrschaft nicht gefährdet. Unterstützt von seinem Verwandten, Kaiser Friedrich Barbarossa, arbeitete O. gezielt am Ausbau seiner Landeshoheit: Er sicherte die Grenze gegen Ungarn durch den Bau von Burgen, gründete um 1170 die Stadt Fürstenfeld, verlieh 1191 Enns eine Marktordnung und baute Graz als Residenz aus. Barbarossa sprach 1184 von der „terra ducis Stirensis“. Als O. nach dem Sturz Heinrichs d. >Löwen 1180 dem neuen Herzog von Bayern, Otto v. Wittelsbach, die Gefolgschaft verweigerte, erhob ihn Barbarossa zum Herzog und wandelte die Steiermark in ein Herzogtum um, das staatsrechtlich von Bayern getrennt wurde. Da O. an einer unheilbaren Krankheit (Lepra, Aussatz oder Elephantiasis) litt und keine Kinder hatte, schloß er 1186 auf dem Georgenberg bei Enns einen Erbvertrag mit Hzg. Leopold V. von Österreich. In zwei Urkunden („Georgenberger Handfeste“) wurden die Rechte der steir. Ministerialen, die hinfort als Träger des Landesbewußtseins auftraten, und der steir. Klöster gesichert. Mit O. erlosch 1192 das Geschlecht der steir. Otakare. Während die Gebeine O.s 1827 von Seitz nach Rein übergeführt wurden, kam die Grabplatte mit der ganzfigurigen Darstellung des Herzogs nach St. Heinrich am Bachern (südwestl. Marburg/Maribor, Slowenien).

  • Literatur

    F. Posch u. B. Saria, Das Herzogsgrab zu St. Heinrich am Bachern, in: Zs. d. Hist. Ver. f. Steiermark 60, 1969, S. 127-44;
    H. Appelt, Die Erhebung z. Hzgt., in: Das Werden d. Steiermark, hg. v. G. Pferschy, 1980, S. 63-70;
    K. Spreitzhofer, Georgenberger Handfeste, 1966;
    800 J. Georgenberger Handfeste, Lebensformen im MA, 1986;
    Lex. MA.

  • Portraits

    Roman. Grabplatte mit ganzfiguriger Darstellung aus d. Kartause Seitz (Žiče) in St. Heinrich am Bachern (Sveti Areh na Pohorju nördl. v. Laibach in Slowenien).

  • Autor/in

    Heinz Dopsch
  • Empfohlene Zitierweise

    Dopsch, Heinz, "Otakar IV." in: Neue Deutsche Biographie 19 (1999), S. 640 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd142372382.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA